
Trump und Xi einigen sich auf Agrarexporte in Milliardenhöhe – Schweigen zu Taiwan
China verpflichtet sich zu jährlichen Agrarimporten von 17 Milliarden Dollar aus den USA bis 2028. Handels- und Investitionsräte werden gegründet, Taiwan bleibt unerwähnt.
Die USA und China haben bei Trumps Besuch in Peking ein milliardenschweres Agrarabkommen geschlossen. Peking verpflichtet sich, jährlich mindestens 17 Milliarden Dollar an US-Agrarprodukten zu kaufen, gültig von 2026 bis 2028. Dies markiert eine Kehrtwende nach dem Kollaps der US-Agrarexporte um 65,7 Prozent im Vorjahr, der auf die eskalierenden Zölle zurückging. Hinzu kommen die bereits im Oktober 2025 zugesagten Sojabohnenkäufe sowie der Erwerb von 200 Boeing-Flugzeugen.
Aus Washingtoner Sicht stellt das Abkommen einen Erfolg dar, der amerikanische Arbeitsplätze sichern soll. Die beiden Regierungen vereinbarten zudem die Einrichtung eines Handels- und eines Investitionsrates, um wirtschaftliche Streitigkeiten zu kanalisieren. Beobachter in Peking interpretieren die Zugeständnisse als Teil einer Strategie, die Handelsbeziehungen zu stabilisieren, ohne grundlegende Strukturreformen zuzulassen. Bemerkenswert ist das Schweigen des Weißen Hauses zur Taiwan-Frage, obwohl das Thema in den bilateralen Gesprächen eine zentrale Rolle gespielt haben dürfte.
Über die Wirtschaft hinaus einigten sich Trump und Xi auf eine gemeinsame Position zum Iran: Teheran dürfe keine Atomwaffen besitzen, und die Straße von Hormus müsse wieder geöffnet werden; kein Staat dürfe dort Maut erheben. Auch das Ziel einer Denuklearisierung Nordkoreas bekräftigten beide. Diese Übereinstimmung signalisiert eine seltene strategische Koordination zwischen den Konkurrenten.
Die Vereinbarungen dürften auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz relevant sein, da sie auf eine Entspannung des Handelskriegs hindeuten, der globale Lieferketten belastet hat. Allerdings bleibt offen, wie nachhaltig die chinesischen Kaufzusagen sind. Der Besuch von Xi in Washington im Herbst wird zeigen, ob der fragile Kompromiss trägt – oder ob neue Konflikte, etwa um Seltene Erden, die Annäherung wieder zunichtemachen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die atlantischen Medien stellen das Abkommen als bedeutenden Handelserfolg dar und heben Chinas Zusage hervor, bis 2028 mindestens 17 Milliarden US-Dollar pro Jahr an US-Agrarprodukten zu kaufen. Sie merken jedoch auch an, dass Peking keine konkreten Details genannt hat, was Raum für Skepsis lässt. Der Schwerpunkt liegt auf der Wiederbelebung der Exporte und der Schaffung neuer bilateraler Handelsmechanismen.
Die chinesischen Staatsmedien präsentieren die Vereinbarung als positiven Schritt in den bilateralen Beziehungen, wobei sie die Kaufverpflichtung von 17 Milliarden US-Dollar pro Jahr betonen, ohne kritische Anmerkungen hinzuzufügen. Sie konzentrieren sich auf Fakten und erwähnen auch die Wiederaufnahme von Rindfleischimporten und die Einrichtung eines Handelsrates. Der Ton ist neutral und deskriptiv, mit Fokus auf die Details des Abkommens.
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