
Zwei schwere Erdbeben erschüttern Venezuela – mindestens 188 Tote, Tausende vermisst
Nach den stärksten Beben seit über einem Jahrhundert suchen Rettungskräfte in den Trümmern eingestürzter Gebäude nach Überlebenden, während die offizielle Opferzahl weiter steigt.
Zwei aufeinanderfolgende Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 haben am Mittwochabend (Ortszeit) den Norden Venezuelas erschüttert und in der Hauptstadt Caracas sowie in der Küstenregion La Guaira schwere Zerstörungen verursacht. Nach Angaben des Geologischen Dienstes der USA (USGS) ereignete sich das zweite, stärkere Beben nur 39 Sekunden nach dem ersten; die Epizentren lagen rund 160 Kilometer westlich von Caracas im Bundesstaat Yaracuy. Das Hauptbeben gilt als das stärkste in Venezuela seit dem Jahr 1900.
Die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez rief noch in der Nacht den nationalen Notstand aus. Der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, bezifferte die Zahl der bestätigten Todesopfer am Donnerstag auf mindestens 188, zudem seien 1.520 Menschen verletzt worden. Besonders betroffen ist der Küstenstaat La Guaira, der zur „Katastrophenzone“ erklärt wurde. Dort stürzten Dutzende Wohn- und Geschäftsgebäude ein; der internationale Flughafen von Maiquetía wurde wegen schwerer Infrastrukturschäden geschlossen. Auch in Caracas kollabierten mehrere Hochhäuser, und in mehreren Stadtteilen fielen Strom- und Mobilfunknetze aus.
Die offiziellen Vermisstenzahlen bleiben vorerst unklar. Während die Behörden von 157 offiziell als vermisst gemeldeten Personen und mehr als 200 unter Trümmern Eingeschlossenen sprechen, verzeichnet eine von Bürgern eingerichtete Internetplattform binnen Stunden über 40.000 Meldungen von Menschen, zu denen Angehörige keinen Kontakt herstellen konnten. Der USGS schätzte in einer Modellrechnung, dass die endgültige Opferzahl mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Bereich von mehreren Tausend steigen könnte. Medizinische Quellen berichten von überlasteten Krankenhäusern; in La Guaira mussten Patienten teils im Freien versorgt werden, und es kam vereinzelt zu Plünderungen.
Die internationale Hilfe lief am Donnerstag an. Die Vereinten Nationen koordinieren nach eigenen Angaben die Entsendung spezialisierter Such- und Rettungsteams. Die USA kündigten die sofortige Mobilisierung von Rettungsmannschaften sowie 150 Millionen Dollar Soforthilfe an. Spanien, Frankreich, die Schweiz, Mexiko und El Salvador entsandten ebenfalls Einsatzkräfte und Material. Der Internationale Währungsfonds stellte 200 Millionen Dollar für einen Wiederaufbaufonds bereit. Die Rettungsarbeiten dauern an; die Behörden betonen, dass sich die Schadensbilanz noch erheblich verändern könne.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Zwei schwere Erdbeben, die stärksten seit über einem Jahrhundert, erschütterten Venezuela, ließen Gebäude einstürzen und begruben Tausende unter Trümmern. Die Zahl der Todesopfer steigt, Tausende werden befürchtet, und der Notstand wurde ausgerufen. Internationale Rettungsteams werden mobilisiert, während das volle Ausmaß der Katastrophe deutlich wird.
Die Regierung reagierte schnell mit der Einrichtung eines 200-Millionen-Dollar-Wiederaufbaufonds, während Bürgerplattformen über 40.000 Vermisste melden. Internationale Hilfsangebote, auch aus den USA, gehen ein, und die UNO ruft zu massiven gemeinsamen Anstrengungen auf. Im Mittelpunkt stehen die Suche nach Überlebenden und die Solidarität angesichts einer immensen Tragödie.
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