
Fussballer Lucas Trejo sucht nach Erdbeben in Venezuela seine Familie
Nach dem Einsturz eines Wohnhauses in La Guaira fehlt von der Frau und den zwei Kindern des argentinischen Verteidigers jede Spur.
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela sucht der argentinische Fussballprofi Lucas Trejo seine Frau und seine beiden Kinder. Die Familie wird seit dem Einsturz des Wohngebäudes in Playa Grande, einem Küstenort im Bundesstaat La Guaira, vermisst.
Trejo, 38-jähriger Verteidiger des Zweitligisten Club Sport Marítimo de La Guaira, befand sich zum Zeitpunkt der Beben in Caracas, wo seine Mannschaft ein Pokalspiel bestreiten sollte. In den sozialen Netzwerken veröffentlichte er einen verzweifelten Appell: „Unser Gebäude in Playa Grande ist eingestürzt. Ich weiss nichts von meiner Familie. Bitte betet für sie und verbreitet diese Nachricht.“ Die Vermissten sind seine Ehefrau Yanina Maranella sowie die Kinder Aarón und Ainhoa.
Die beiden Erdstösse der Stärke 7,2 und 7,5 ereigneten sich am Abend des 24. Juni 2026 innerhalb einer Minute und richteten vor allem im Norden Venezuelas schwere Zerstörungen an. Nach Angaben der amtierenden Präsidentin Delcy Rodríguez kamen mindestens 164 Menschen ums Leben, mehr als 970 wurden verletzt. Der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, sprach später von 188 Toten und über 1.500 Verletzten. Die Behörden erklärten La Guaira zum Katastrophengebiet; Hunderte Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach Überlebenden.
Ob sich die Familie zum Zeitpunkt des Einsturzes in dem als „Kumanagoto“ bekannten Wohnkomplex aufhielt, ist ungewiss. Ein Verwandter in der argentinischen Heimatstadt Córdoba äusserte die Hoffnung, der Sohn habe sich zu dieser Zeit beim Fussballtraining befunden und die Familie sei möglicherweise nicht im Gebäude gewesen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht. Die Suche dauert an, und bis zum Abend des 25. Juni gab es keine gesicherten Informationen über den Verbleib der Vermissten.
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