
Englands Mühen gegen Panama: Bellingham und Kane sichern den Gruppensieg
Mit einem 2:0-Erfolg nach zähem Beginn setzt sich das Team von Thomas Tuchel an die Spitze der Gruppe L; Kroatien folgt als Zweiter, Ghana als einer der besten Dritten.
Nach einer Stunde der Tristesse brach Jude Bellingham den Bann. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid drückte in der 62. Minute einen Eckball von Bukayo Saka aus kurzer Distanz über die Linie und erlöste eine englische Mannschaft, die im MetLife Stadium von New Jersey gegen ein tief stehendes Panama lange ratlos agierte. Fünf Minuten später legte Bellingham mit einer maßgenauen Flanke das zweite Tor auf: Harry Kane nickte zur Entscheidung ein. Der 2:0-Sieg im letzten Gruppenspiel sicherte England den ersten Platz in der Gruppe L und einen vergleichsweise günstigeren Weg durch die K.-o.-Phase des Turniers.
Kanes Treffer war nicht nur die Vorentscheidung, sondern ein historischer Moment. Mit seinem elften Tor bei Weltmeisterschaften überholte der Kapitän Gary Lineker und ist nun alleiniger Rekordtorschütze Englands auf dieser Bühne. Bereits beim Auftaktsieg gegen Kroatien hatte er mit zwei Treffern zu Linekers Marke von zehn Toren aufgeschlossen. Im strömenden Regen von East Rutherford demonstrierte der 32-jährige Mittelstürmer des FC Bayern erneut seine Kopfballstärke und unterstrich seine Ausnahmestellung. In der ewigen WM-Torjägerliste rückt er damit auf eine Stufe mit Jürgen Klinsmann und Sándor Kocsis – nur sechs Spieler haben mehr Tore bei Weltmeisterschaften erzielt.
Der Auftritt der Three Lions war über weite Strecken von offensiver Ratlosigkeit geprägt. Thomas Tuchel hatte seine Startelf nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Ghana auf fünf Positionen umgebaut, unter anderem pausierte Declan Rice. Marcus Rashford und Bukayo Saka rückten in die Anfangsformation, doch gegen das kompakte 5-4-1 der bereits ausgeschiedenen Panamaer fanden die Engländer kaum Lücken. Die erste Halbzeit verstrich ohne zwingende Torchancen. Erst nach dem Führungstreffer lösten sich die Fesseln, und die individuelle Klasse der Offensivkräfte brach den Widerstand. Tuchel zeigte sich nach der Partie zufrieden mit der Zielerreichung, betonte aber, dass sein Team in der K.-o.-Phase zulegen müsse: „Das Turnier beginnt jetzt neu. Wir werden stärker werden, je größer die Spiele sind.“
Zeitgleich setzte sich Kroatien in Philadelphia mit 2:1 gegen Ghana durch und sicherte sich den zweiten Gruppenrang. Petar Sucic brachte die Kroaten früh in Führung, Derrick Luckassen glich nach Videobeweis aus, ehe Nikola Vlasic in der 83. Minute per Kopf nach einer Ecke von Luka Modric den Siegtreffer erzielte. Ghana zog als einer der acht besten Gruppendritten dennoch in die Runde der letzten 32 ein. Panama hingegen verabschiedet sich zum zweiten Mal nach 2018 punkt- und torlos von einer Weltmeisterschaft.
Für England geht es nun am 1. Juli in Atlanta gegen einen Drittplatzierten der Gruppen E, H, I, J oder K – wahrscheinlich die Demokratische Republik Kongo oder Senegal. Ein Weiterkommen würde ein Achtelfinale in Mexiko-Stadt gegen den Gastgeber oder Ecuador bedeuten, ein mögliches Viertelfinale gegen Brasilien oder Norwegen. Die von Tuchel ausgegebene Marschroute ist klar: Erstmals seit 1966 soll der Pokal wieder auf die Insel. Die ersten Schritte sind gemacht, doch die wahren Prüfungen stehen noch bevor.
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England sicherte sich mit einem 2:0-Sieg über Panama den ersten Platz in Gruppe L, wobei Harry Kane eine Torflaute beendete, die manche als Fluch bezeichneten. Der Kopfball des Kapitäns brachte ihn zudem näher an Lionel Messis ewigen WM-Torrekord heran. Das lokale Publikum verfolgte das Geschehen über regionale Streamingdienste, was das wachsende Interesse der Region am globalen Fußball unterstreicht.
England überwand ein hartnäckiges Panama mit 2:0 und beendete die Gruppe L auf Platz eins, wobei Harry Kane den angeblichen Fluch eines ghanaischen Zauberers vertrieb. Der Sieg, besiegelt durch Tore von Bellingham und Kane, kam nach einer spannungsgeladenen ersten Halbzeit. Im anderen Gruppenspiel besiegte Kroatien Ghana mit 2:1, doch die afrikanische Mannschaft zog dennoch als einer der besten Gruppendritten weiter.
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