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Wirtschaft & MärkteFreitag, 26. Juni 2026

Banxico hält Leitzins bei 6,5 Prozent – Analysten sehen Ende des Lockerungszyklus

Die mexikanische Notenbank signalisiert eine längere Pause, während die Inflation über dem Zielwert verharrt und die Konjunktur schrumpft.

Die Banco de México (Banxico) hat ihren Leitzins einstimmig bei 6,5 Prozent belassen und damit den im Mai begonnenen Zinssenkungszyklus vorerst gestoppt. Die Entscheidung entsprach den Erwartungen der Märkte, die nach zwei aufeinanderfolgenden Senkungen um jeweils 25 Basispunkte eine Pause antizipiert hatten. Die Währungshüter um Gouverneurin Victoria Rodríguez erklärten, das aktuelle Zinsniveau sei angemessen, um den Risiken des wirtschaftlichen Umfelds zu begegnen, und stellten für den weiteren Jahresverlauf keine Änderungen in Aussicht.

Die geldpolitische Zurückhaltung erfolgt vor einem widersprüchlichen konjunkturellen Hintergrund. Die Gesamtinflation sank in der ersten Junihälfte auf 3,55 Prozent, getrieben von fallenden Agrarpreisen, und liegt damit nur noch knapp über dem oberen Rand des Toleranzbandes um das Inflationsziel von 3 Prozent. Gleichzeitig verharrt die Kerninflation, insbesondere bei Dienstleistungen, auf erhöhtem Niveau. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im ersten Quartal um 0,6 Prozent, woraufhin Banxico seine Wachstumsprognose für 2026 von 1,6 auf 1,1 Prozent senkte. Die Notenbank stuft ihre Geldpolitik inzwischen als neutral ein – die reale Ex-ante-Rate sei nicht länger restriktiv.

Aus Sicht mexikanischer Finanzinstitute wie Monex ist der Lockerungszyklus damit beendet; der nächste Zinsschritt könnte sogar eine Erhöhung sein. Als Begründung verweisen die Analysten auf anhaltende Inflationsrisiken, sich verschlechternde mittelfristige Inflationserwartungen und die Möglichkeit einer strafferen Geldpolitik der US-Notenbank. Die Fed hielt ihren Leitzins zuletzt ebenfalls stabil, ließ aber Spielraum für eine Anhebung noch in diesem Jahr. Ein solcher Schritt würde den mexikanischen Peso unter Druck setzen und importierte Inflation verstärken. In Frankfurt hob die Europäische Zentralbank dagegen im Juni den Hauptrefinanzierungssatz auf 2,4 Prozent an, um einer stark angebotsgetriebenen Teuerung entgegenzuwirken – ein Hinweis auf die unterschiedlichen Herausforderungen der großen Währungsräume.

Banxico vermied in seinem Kommuniqué die Formulierung einer „längeren Pause“ und hielt sich damit die Möglichkeit offen, auf neue Daten zu reagieren. Die nächste Zinsentscheidung ist der zentrale Termin, an dem sich zeigen wird, ob die Notenbank an ihrer abwartenden Haltung festhält. Bis dahin richten sich die Blicke auf die Inflationsentwicklung im Dienstleistungssektor, die konjunkturelle Erholung im zweiten Quartal und die geopolitischen Risiken rund um die Überprüfung des Freihandelsabkommens T-MEC.

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Banxico hält Leitzins bei 6,5 Prozent – Analysten sehen Ende des Lockerungszyklus

Die mexikanische Notenbank signalisiert eine längere Pause, während die Inflation über dem Zielwert verharrt und die Konjunktur schrumpft.

Die Banco de México (Banxico) hat ihren Leitzins einstimmig bei 6,5 Prozent belassen und damit den im Mai begonnenen Zinssenkungszyklus vorerst gestoppt. Die Entscheidung entsprach den Erwartungen der Märkte, die nach zwei aufeinanderfolgenden Senkungen um jeweils 25 Basispunkte eine Pause antizipiert hatten. Die Währungshüter um Gouverneurin Victoria Rodríguez erklärten, das aktuelle Zinsniveau sei angemessen, um den Risiken des wirtschaftlichen Umfelds zu begegnen, und stellten für den weiteren Jahresverlauf keine Änderungen in Aussicht.

Die geldpolitische Zurückhaltung erfolgt vor einem widersprüchlichen konjunkturellen Hintergrund. Die Gesamtinflation sank in der ersten Junihälfte auf 3,55 Prozent, getrieben von fallenden Agrarpreisen, und liegt damit nur noch knapp über dem oberen Rand des Toleranzbandes um das Inflationsziel von 3 Prozent. Gleichzeitig verharrt die Kerninflation, insbesondere bei Dienstleistungen, auf erhöhtem Niveau. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im ersten Quartal um 0,6 Prozent, woraufhin Banxico seine Wachstumsprognose für 2026 von 1,6 auf 1,1 Prozent senkte. Die Notenbank stuft ihre Geldpolitik inzwischen als neutral ein – die reale Ex-ante-Rate sei nicht länger restriktiv.

Aus Sicht mexikanischer Finanzinstitute wie Monex ist der Lockerungszyklus damit beendet; der nächste Zinsschritt könnte sogar eine Erhöhung sein. Als Begründung verweisen die Analysten auf anhaltende Inflationsrisiken, sich verschlechternde mittelfristige Inflationserwartungen und die Möglichkeit einer strafferen Geldpolitik der US-Notenbank. Die Fed hielt ihren Leitzins zuletzt ebenfalls stabil, ließ aber Spielraum für eine Anhebung noch in diesem Jahr. Ein solcher Schritt würde den mexikanischen Peso unter Druck setzen und importierte Inflation verstärken. In Frankfurt hob die Europäische Zentralbank dagegen im Juni den Hauptrefinanzierungssatz auf 2,4 Prozent an, um einer stark angebotsgetriebenen Teuerung entgegenzuwirken – ein Hinweis auf die unterschiedlichen Herausforderungen der großen Währungsräume.

Banxico vermied in seinem Kommuniqué die Formulierung einer „längeren Pause“ und hielt sich damit die Möglichkeit offen, auf neue Daten zu reagieren. Die nächste Zinsentscheidung ist der zentrale Termin, an dem sich zeigen wird, ob die Notenbank an ihrer abwartenden Haltung festhält. Bis dahin richten sich die Blicke auf die Inflationsentwicklung im Dienstleistungssektor, die konjunkturelle Erholung im zweiten Quartal und die geopolitischen Risiken rund um die Überprüfung des Freihandelsabkommens T-MEC.

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