
IMO setzt Evakuierung aus der Straße von Hormus nach Angriff auf Frachter aus
Die Internationale Maritimorganisation der Vereinten Nationen hat die Evakuierung tausender Seeleute aus dem Persischen Golf vorläufig gestoppt, nachdem ein unter der Flagge Singapurs fahrendes Schiff im Golf von Oman beschossen wurde.
Die Internationale Maritimorganisation (IMO) hat am Donnerstag ihre erst zwei Tage zuvor gestartete Evakuierungsoperation für mehr als 11.000 festsitzende Seeleute ausgesetzt. Anlass war der Beschuss des Containerschiffs Ever Lovely im Golf von Oman, das nach Angaben der britischen Seesicherheitsbehörde UKMTO von einem unbekannten Projektil getroffen und auf der Brücke beschädigt wurde. Zwei amerikanische Regierungsvertreter machten gegenüber Reuters die iranischen Revolutionsgarden für den Angriff verantwortlich. Die IMO betonte, das attackierte Schiff habe nicht unter dem Schutz des UN-Evakuierungsrahmens gestanden. Generalsekretär Arsenio Dominguez erklärte, die Aussetzung diene dazu, die notwendigen Sicherheitsgarantien für die auf der Evakuierungsliste geführten und alle übrigen Schiffe in der Region zu überprüfen.
Aus Teheraner Sicht ist allein der von Iran ausgewiesene Korridor entlang der eigenen Küste für die Durchfahrt autorisiert. Die Marine der Revolutionsgarden hatte wenige Stunden vor dem Angriff gewarnt, jede Passage ohne vorherige Koordination mit Iran sei „inakzeptabel und äußerst gefährlich“; Schiffe, die sich nicht daran hielten, würden „entsprechend behandelt“. Die von Oman in Abstimmung mit der IMO eingerichtete südliche Route nahe der omanischen Küste, die auch von Washington unterstützt wird, wies die Persian Gulf Strait Authority als nicht durch Iran garantiert zurück. Aus Washingtoner Sicht bekräftigte Außenminister Marco Rubio bei einem Besuch in der Golfregion, die Straße von Hormus sei eine internationale Wasserstraße, für deren Nutzung kein Staat Gebühren erheben dürfe. Sollte Iran Schiffe blockieren, „dann haben wir ein Problem“.
Der Vorfall gefährdet die erst eine Woche alte vorläufige Waffenruhe zwischen den USA und Iran, die in einem Memorandum of Understanding eine 60-tägige gebührenfreie sichere Passage für die Handelsschifffahrt vorsieht. Die IMO-Evakuierung galt als vertrauensbildende Maßnahme, um die seit Ende Februar in der Region festsitzenden rund 600 Schiffe und ihre Besatzungen schrittweise aus dem Persischen Golf zu geleiten. Nach Angaben von Lloyd’s List Intelligence hatte der Schiffsverkehr in der vergangenen Woche zwar auf 125 Durchfahrten zugenommen, lag aber weiterhin deutlich unter dem Vorkriegsniveau von täglich rund 130 Passagen. Die Ölpreise, die zuvor kurzzeitig unter das Vorkriegsniveau gefallen waren, stiegen nach dem Angriff um etwa ein Prozent.
Die Straße von Hormus, durch die normalerweise ein Fünftel des globalen Öl- und Flüssiggashandels fließt, war nach den amerikanisch-israelischen Luftschlägen vom 28. Februar von Iran faktisch blockiert worden. Das unter Vermittlung Omans zustande gekommene Abkommen vom 17. Juni verpflichtet Iran, für 60 Tage freie Durchfahrt zu gewährleisten, lässt aber die künftige Verwaltung der Wasserstraße offen. Teheran beharrt darauf, nach Ablauf der Frist maritime Dienstleistungsgebühren erheben zu wollen, was Washington als Verstoß gegen internationales Recht zurückweist. Die IMO hat angekündigt, die Evakuierung erst nach Bestätigung belastbarer Sicherheitsgarantien wieder aufzunehmen. Die Verhandlungen über die dauerhafte Regelung der Schifffahrtswege und die von Iran geforderten Abgaben dauern an.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der Angriff auf ein Frachtschiff vor Oman, der von US-Beamten den iranischen Revolutionsgarden zugeschrieben wird, zwang die UNO, die Evakuierung aus der Straße von Hormus auszusetzen. Das Schiff wurde an der Steuerbordseite von einem Projektil getroffen, nur 7,5 Seemeilen vor der Küste. Der Vorfall ist Teil des andauernden Krieges mit dem Iran, der seit Februar Hunderte von Schiffen und Tausende Seeleute festhält, und die internationale Schifffahrtsbehörde stoppte den humanitären Korridor, während die Sicherheitsalarmstufe steigt.
Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation setzte die Evakuierung aus der Straße von Hormus nach einem Angriff auf ein Schiff im Golf von Oman aus. Die am 23. Juni in Zusammenarbeit mit Iran, Oman, den USA und anderen Ländern gestartete Operation hatte bereits mehrere Schiffe evakuiert. Das angegriffene Schiff folgte der Evakuierungsroute; nach UN-Angaben befinden sich noch rund 11.000 Seeleute an Bord der wartenden Schiffe in dem Gebiet.
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