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Geopolitik & PolitikDonnerstag, 25. Juni 2026

Floridas Abschiebezentrum „Alligator Alcatraz“ nach 21.000 Deportationen geschlossen

Gouverneur DeSantis verkündete das Ende des provisorischen Lagers in den Everglades, das wegen seiner Haftbedingungen und Kosten in der Kritik stand.

Die Regierung des US-Bundesstaates Florida hat das umstrittene Abschiebezentrum „Alligator Alcatraz“ in den Everglades-Sümpfen geschlossen. Gouverneur Ron DeSantis erklärte am Donnerstag vor Ort, die Einrichtung beherberge keine Insassen mehr und werde innerhalb von ein bis zwei Wochen vollständig zurückgebaut. Nach seinen Angaben wurden über das provisorische Lager, das auf einem stillgelegten Flugfeld errichtet worden war, 21.000 Menschen abgeschoben. Die letzten Häftlinge waren bereits Anfang Juni mit Verweis auf die Hurrikan-Saison in andere Haftanstalten verlegt worden.

Aus Sicht der republikanischen Staatsführung in Tallahassee und der Bundesregierung in Washington hat das Zentrum seinen Zweck erfüllt. DeSantis betonte, die Anlage sei von Beginn an als zeitlich befristete Notlösung konzipiert gewesen, bis das Heimatschutzministerium über ausreichend eigene Kapazitäten verfüge. Der „Grenz-Zar“ des Weißen Hauses, Tom Homan, würdigte Florida als führenden Staat bei Migrationsverhaftungen. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und die American Civil Liberties Union (ACLU) hingegen verurteilten die Zustände in dem Lager. In Berichten war von überfüllten Käfigen, verdorbenem Essen, defekten Toiletten und fehlendem Zugang zu Anwälten die Rede. Die ACLU sprach von einem „Skandal“ und verwies auf systemische Missstände in der Abschiebehaft.

Die Errichtung des Zentrums im Juli 2025 war ein zentrales Symbol der von Präsident Donald Trump forcierten Massenabschiebungen. Umweltverbände und der in der Region ansässige Stamm der Miccosukee hatten gegen das Projekt geklagt, da es ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfungen gebaut worden sei und das empfindliche Ökosystem der Everglades gefährde. Die Kosten des Betriebs wurden von Behörden auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt, wobei der Bund bislang nur einen Teil der Ausgaben erstattet hat. Die Bürgermeisterin von Miami-Dade County, Daniella Levine Cava, kündigte an, das Gelände nach der Stilllegung dem National Park Service zur Renaturierung zu übertragen.

Der Rückbau des Lagers beendet ein knapp einjähriges Experiment, das nach Darstellung der Regierung DeSantis als Modell für andere Bundesstaaten dienen sollte. Die Abschiebepolitik der Trump-Administration wird indes fortgesetzt, wenngleich nach Darstellung von Beobachtern mit geringerer öffentlicher Sichtbarkeit. Über die künftige Nutzung des Areals soll in den kommenden Wochen entschieden werden.

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Atlantische / angloamerikanische PresseKontinentaleuropäische Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Sicherheit
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Das temporäre Abschiebezentrum in den Everglades wurde nach 21.000 Abschiebungen geschlossen. Offizielle erklären, es habe seinen Zweck erfüllt und sei von Anfang an als Übergangslösung geplant gewesen, bis dauerhafte Bundeseinrichtungen zur Verfügung stehen.

Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
IronieEmpörung

Das umstrittene 'Alligator Alcatraz' hat nach einem Jahr heftiger Kritik an seinem sumpfigen, von Schlangen verseuchten Standort und den entwürdigenden Bedingungen endlich geschlossen. Die Schließung wird mit Ironie und Erleichterung aufgenommen und als Ende eines beschämenden Kapitels von Trumps Einwanderungspolitik gesehen.

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Donnerstag, 25. Juni 2026

Floridas Abschiebezentrum „Alligator Alcatraz“ nach 21.000 Deportationen geschlossen

Gouverneur DeSantis verkündete das Ende des provisorischen Lagers in den Everglades, das wegen seiner Haftbedingungen und Kosten in der Kritik stand.

Die Regierung des US-Bundesstaates Florida hat das umstrittene Abschiebezentrum „Alligator Alcatraz“ in den Everglades-Sümpfen geschlossen. Gouverneur Ron DeSantis erklärte am Donnerstag vor Ort, die Einrichtung beherberge keine Insassen mehr und werde innerhalb von ein bis zwei Wochen vollständig zurückgebaut. Nach seinen Angaben wurden über das provisorische Lager, das auf einem stillgelegten Flugfeld errichtet worden war, 21.000 Menschen abgeschoben. Die letzten Häftlinge waren bereits Anfang Juni mit Verweis auf die Hurrikan-Saison in andere Haftanstalten verlegt worden.

Aus Sicht der republikanischen Staatsführung in Tallahassee und der Bundesregierung in Washington hat das Zentrum seinen Zweck erfüllt. DeSantis betonte, die Anlage sei von Beginn an als zeitlich befristete Notlösung konzipiert gewesen, bis das Heimatschutzministerium über ausreichend eigene Kapazitäten verfüge. Der „Grenz-Zar“ des Weißen Hauses, Tom Homan, würdigte Florida als führenden Staat bei Migrationsverhaftungen. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und die American Civil Liberties Union (ACLU) hingegen verurteilten die Zustände in dem Lager. In Berichten war von überfüllten Käfigen, verdorbenem Essen, defekten Toiletten und fehlendem Zugang zu Anwälten die Rede. Die ACLU sprach von einem „Skandal“ und verwies auf systemische Missstände in der Abschiebehaft.

Die Errichtung des Zentrums im Juli 2025 war ein zentrales Symbol der von Präsident Donald Trump forcierten Massenabschiebungen. Umweltverbände und der in der Region ansässige Stamm der Miccosukee hatten gegen das Projekt geklagt, da es ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfungen gebaut worden sei und das empfindliche Ökosystem der Everglades gefährde. Die Kosten des Betriebs wurden von Behörden auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt, wobei der Bund bislang nur einen Teil der Ausgaben erstattet hat. Die Bürgermeisterin von Miami-Dade County, Daniella Levine Cava, kündigte an, das Gelände nach der Stilllegung dem National Park Service zur Renaturierung zu übertragen.

Der Rückbau des Lagers beendet ein knapp einjähriges Experiment, das nach Darstellung der Regierung DeSantis als Modell für andere Bundesstaaten dienen sollte. Die Abschiebepolitik der Trump-Administration wird indes fortgesetzt, wenngleich nach Darstellung von Beobachtern mit geringerer öffentlicher Sichtbarkeit. Über die künftige Nutzung des Areals soll in den kommenden Wochen entschieden werden.

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Das umstrittene 'Alligator Alcatraz' hat nach einem Jahr heftiger Kritik an seinem sumpfigen, von Schlangen verseuchten Standort und den entwürdigenden Bedingungen endlich geschlossen. Die Schließung wird mit Ironie und Erleichterung aufgenommen und als Ende eines beschämenden Kapitels von Trumps Einwanderungspolitik gesehen.

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