
Japans Remis gegen Schweden ebnet Weg ins Duell mit Brasilien
Ein 1:1 im letzten Gruppenspiel genügt beiden Teams zum Weiterkommen; Japan trifft nun auf den Rekordweltmeister, Schweden hofft auf Frankreich.
Mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden haben sich Japan und Schweden am Donnerstagabend in Arlington, Texas, die letzten Tickets für die Runde der letzten 32 gesichert. Vor 70.137 Zuschauern im klimatisierten AT&T Stadium brach die Partie erst im zweiten Durchgang auf. Daizen Maeda schloss in der 56. Minute eine schnelle Kombination über Ayase Ueda und Ritsu Doan zum 1:0 für die technisch überlegenen Japaner ab. Die Führung währte nur sechs Minuten: Anthony Elanga zog von der rechten Strafraumkante nach innen und traf mit links flach ins lange Eck – ein Schuss, bei dem Torhüter Zion Suzuki spät reagierte. In der hitzigen Schlussphase vereitelte Suzuki zwei Großchancen von Elanga und Alexander Isak und sicherte so den Punkt, der Japan als Gruppenzweiten hinter den Niederlanden und Schweden als einen der besten Gruppendritten in die K.-o.-Phase bringt.
Die Ausgangslage vor dem Anpfiff war komfortabel: Beiden Teams genügte ein Remis, um das Weiterkommen aus eigener Kraft zu schaffen. Entsprechend verhalten verlief die erste Hälfte, in der Japan mehr Ballbesitz verzeichnete, aber erst kurz vor der Pause durch Keito Nakamura gefährlich wurde. Schwedens Offensive um die Premier-League-Stars Isak und Viktor Gyökeres blieb blass. Nach dem Ausgleich übernahm Schweden die Initiative, doch die Asiaten verteidigten diszipliniert und brachten das Ergebnis über die Zeit. Trainer Hajime Moriyasu reagierte pragmatisch und brachte zusätzliche Defensivkräfte, um den einen Punkt zu konservieren.
Für Japan bedeutet das Unentschieden einen historischen Meilenstein: Erstmals seit 2002 überstand die Mannschaft eine WM-Gruppenphase ohne Niederlage und blieb zudem im fünften Pflichtspiel in Folge gegen europäische Vertreter ungeschlagen. Moriyasu erinnerte nach der Partie an den 3:2-Testspielsieg im Oktober 2025 in Tokio und betonte: „Vielleicht sind sie deshalb noch motivierter. Aber wir glauben, dass wir eine Chance haben zu gewinnen.“ In japanischen Medien überwog dennoch die Sorge vor dem anstehenden Duell mit Brasilien; das Fachmagazin Soccer Digest zitierte Fanreaktionen, die von „Hölle“ bis zu kämpferischem „Lasst uns das mit Kampfgeist überwinden“ reichten.
Aus schwedischer Perspektive überwog die Erleichterung. Trainer Graham Potter, der nach der 1:5-Klatsche gegen die Niederlande Torhüter und Startelf verändert hatte, lobte seine Mannschaft: „Die Jungs waren fantastisch. Über das ganze Spiel war es ein faires Ergebnis, und in der zweiten Halbzeit waren wir vielleicht das etwas bessere Team.“ Schweden wartet nun auf die endgültige Gegnerbestimmung; als wahrscheinlich gilt ein Aufeinandertreffen mit Frankreich oder Norwegen. Brasilianische Medien wiederum blicken mit Respekt, aber auch mit dem Wissen um die Revanchegelüste auf die Partie gegen Japan, das in Houston auf eine Mannschaft treffen wird, die in der Gruppenphase sieben Tore erzielte und nur einen Gegentreffer hinnehmen musste.
Die Niederlande sicherten sich durch ein 3:1 gegen Tunesien den Gruppensieg und treffen auf Marokko. Japan gegen Brasilien steigt am Montag in Houston, Schwedens Achtelfinalgegner wird nach Abschluss aller Gruppenspiele feststehen. Für die Skandinavier bleibt die logistische Ungewissheit vorerst das größte Handicap – Potter sprach von einer „kniffligen“ Situation, die aber auch den „Reiz des Turniers“ ausmache.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ein glanzloses 1:1 zwischen Japan und Schweden brachte beide Teams in die K.o.-Runde, doch das Spiel war eine schlechte Werbung für das Turnier. Das Ergebnis passte beiden, aber die Leistung ließ zu wünschen übrig und beendete Schottlands leise Hoffnungen.
Japan erkämpfte sich ein 1:1 gegen Schweden und sicherte sich damit Platz zwei in Gruppe F sowie ein Traumduell mit Brasilien. Die Samurai Blue haben nun die Chance, ihren historischen Testspielsieg gegen die Seleção auf der größten Bühne zu wiederholen.
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