
Österreichs Last-Minute-Tor gegen Algerien besiegelt Irans Ausscheiden
Ein Kopfball von Sasa Kalajdzic in der 96. Minute rettete Österreich ein 3:3 gegen Algerien, das beide Teams ins Achtelfinale bringt – und den Iran trotz ungeschlagener Vorrunde eliminiert.
Mit dem letzten Angriff des Spiels rettete sich Österreich in die K.-o.-Phase der Weltmeisterschaft und schickte zugleich den Iran nach Hause. In der sechsten Minute der Nachspielzeit köpfte der eingewechselte Sasa Kalajdzic eine Flanke zum 3:3-Endstand gegen Algerien ins Tor. Wenige Augenblicke zuvor hatte der algerische Kapitän Riyad Mahrez mit seinem zweiten Treffer die Führung zum 3:2 erzielt und Österreich an den Rand des Ausscheidens gebracht. So aber blieb das Remis bestehen, das beiden Mannschaften das Weiterkommen sicherte: Österreich als Gruppenzweiter hinter Argentinien, Algerien als einer der besten Gruppendritten. Für den Iran, der auf dieses Ergebnis angewiesen war, bedeutete der späte Ausgleich das Ende aller Hoffnungen.
Die Partie im Arrowhead Stadium von Kansas City war von Beginn an von wechselnden Führungen geprägt. Österreich ging durch Marko Arnautovic in Führung, der einen langen Ball von David Alaba kontrolliert abschloss (28. Minute). Algerien antwortete noch vor der Pause: Rafik Belghali tanzte drei Verteidiger aus und jagte den Ball unter die Latte (45.). In der zweiten Halbzeit brachte Marcel Sabitzer Österreich erneut in Front (55.), doch nur fünf Minuten später glich Mahrez nach feiner Vorarbeit von Houssem Aouar aus (60.). Anschließend schienen beide Teams mit dem 2:2 zufrieden, das für das Weiterreichen genügt hätte. Erst in der Nachspielzeit brach Mahrez mit einem platzierten Schuss den Burgfrieden (90.+4), ehe Kalajdzic die österreichischen Fans mit seinem Kopfballtor (90.+6) erlöste.
Das Unentschieden spiegelte die Ausgeglichenheit der Gruppe J wider. Österreich, das seit 1982 nicht mehr die Vorrunde überstanden hatte, sicherte sich mit vier Punkten den zweiten Platz. Algerien wiederholte mit demselben Punktestand den Achtelfinaleinzug von 2014 und qualifizierte sich als eine der acht besten drittplatzierten Mannschaften. Argentinien hatte die Gruppe bereits zuvor mit einem 3:1 gegen Jordanien dominiert. Für den Iran, der in Gruppe G drei Unentschieden erreicht hatte – unter anderem ein 1:1 gegen Ägypten mit einem in der Nachspielzeit aberkannten Siegtreffer –, genügten drei Zähler am Ende nicht. Die Mannschaft von Trainer Amir Ghalenoei blieb als einziges Team ungeschlagen und schied dennoch aus.
Irans Kampagne war von erheblichen logistischen Erschwernissen überschattet. Wegen der angespannten Beziehungen zu den USA musste das Team für seine Spiele in den Vereinigten Staaten jeweils innerhalb von 24 Stunden vor Anpfiff einreisen und unmittelbar danach das Land wieder verlassen; erst für das letzte Gruppenspiel in Seattle wurden die Auflagen gelockert. Kapitän Mehdi Taremi sprach von einem logistischen „Desaster“ und stellte öffentlich die Frage, ob seine Mannschaft im Turnier überhaupt willkommen sei. Trainer Ghalenoei sagte, das Team werde „unterdrückt“. Sportlich fehlte am Ende nur ein Tor, etwa ein verwandelter Elfmeter Taremis gegen Ägypten oder ein Treffer aus einer seiner Kopfballchancen.
Nun treffen die verbliebenen Teams in der Runde der letzten 32 aufeinander. Österreich misst sich am Donnerstag in Inglewood bei Los Angeles mit Europameister Spanien, während Algerien in Vancouver auf die Schweiz trifft. Für den Iran endet die WM hingegen ohne Niederlage, aber auch ohne den erhofften erstmaligen Einzug in eine K.-o.-Runde bei der siebten Teilnahme.
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Ein dramatischer Last-Minute-Ausgleich sorgte dafür, dass sowohl Österreich als auch Algerien nach einem 3-3 in die K.o.-Runde einzogen, während das Aus des Irans besiegelt war. Das Gruppenfinale bot temporeiche Action und Wendungen in der Nachspielzeit.
Ein quälendes Kopfballtor in der 96. Minute rettete Österreich gegen Algerien in einem 3-3-Thriller und katapultierte beide Teams ins Sechzehntelfinale. Das Unentschieden bringt Österreich gegen Spanien und Algerien gegen die Schweiz.
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