
Nasa hält an Blue Origin fest und vergibt neue Mondlande-Aufträge
Trotz Rückschlag durch Raketenexplosion treibt die US-Raumfahrtbehörde den Aufbau einer permanenten Mondbasis mit zusätzlichen privaten Missionen voran.
Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa hat ihre Strategie für die Rückkehr zum Mond bekräftigt und zugleich auf den jüngsten Rückschlag reagiert. Trotz der Explosion eines New-Glenn-Raketenprototyps des Jeff-Bezos-Unternehmens Blue Origin Ende Mai bleibt der Schwerlastträger aus Sicht der Behörde der „Plan A“ für den Transport des Mondlandemoduls Blue Moon. Nasa-Administrator Jared Isaacman erklärte, man werde frühestens Mitte 2027 nervös, und lobte die „beeindruckende“ Reaktion von Blue Origin auf die Anomalie. Gleichzeitig vergab die Nasa vier neue Aufträge für robotische Mondlandungen an die Firmen Astrobotic, Firefly Aerospace und Intuitive Machines im Gesamtwert von knapp 600 Millionen Dollar, um die Taktung der Exploration zu erhöhen.
Die Zerstörung der einzigen Startrampe von Blue Origin in Cape Canaveral hatte den Zeitplan für das Artemis-Programm belastet. Der für September vorgesehene Erstflug des Landers Blue Moon Mark 1 Endurance zum lunaren Südpol ist damit hinfällig. Blue-Origin-Chef Dave Limp kündigte an, auf einen Wiederaufbau der beschädigten Plattform zu verzichten und stattdessen eine neue Startkonfiguration zu nutzen, um die New Glenn noch in diesem Jahr wieder flugfähig zu machen. Carlos García-Galán, Leiter des Mondbasis-Programms, betonte, selbst eine Verzögerung bis Mitte 2027 hätte keine gravierenden Auswirkungen auf das Gesamtvorhaben. Sollte der Träger jedoch nicht rechtzeitig bereitstehen, würden andere Startoptionen für das Landemodul geprüft.
Die nun beauftragten Missionen sollen bis Ende 2028 wissenschaftliche Instrumente und Technologiedemonstratoren auf die Mondoberfläche bringen. Astrobotic erhält mit 297,9 Millionen Dollar den größten Anteil für zwei Flüge mit dem kleineren Peregrin-Lander, während Firefly und Intuitive Machines je eine Mission durchführen. Aus Washingtoner Sicht sind diese kommerziellen Partnerschaften zentral, um eine dauerhafte Infrastruktur aufzubauen und den Vorsprung vor China bei der Errichtung einer lunaren Basis zu wahren. Ergänzend prüft die Nasa, ein technisches Modell des Mars-Rovers Perseverance unter dem Namen Promise zum Mond zu schicken, um dauerhaft verschattete Kraterregionen zu erkunden.
Die nächsten konkreten Schritte betreffen die Montage der Trägerrakete für die bemannte Artemis-3-Mission, für die noch in diesem Jahr ein Nassprobelauf auf der Startrampe 39B vorgesehen ist. Parallel arbeitet Blue Origin an der Wiederaufnahme der New-Glenn-Starts. Der Ausgang dieser Bemühungen wird zeigen, ob der ambitionierte Zeitplan für eine erste bemannte Landung im Jahr 2028 und den anschließenden Aufbau einer Basis, die auch als Sprungbrett für Mars-Missionen dienen soll, zu halten ist.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die NASA wird am Mittwoch einen zweiten Startversuch des Roboterschleppers LINK unternehmen, um das Swift-Observatorium zu retten, das nach über zwanzig Jahren Dienst rasch an Höhe verliert. Der vorherige Versuch wurde wegen schlechten Wetters verschoben. Der Bericht beschränkt sich auf eine technische Darstellung, ohne Mondprogramme oder private Partner zu erwähnen.
Die NASA betont, dass Blue Origin ihr 'Plan A' für die Rückkehr zum Mond bleibt, wobei der Leiter die Fortschritte des Unternehmens nach einer Raketenexplosion lobt. Unterdessen läuft eine riskante Robotermission zur Rettung eines auf die Erde zustürzenden Teleskops, und neue Aufträge wurden vergeben, um das Mondbasisprogramm voranzutreiben.
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