
Norwegens WM-Aus: Todesdrohungen gegen Stürmer Sorloth
Nach einer vergebenen Großchance im Viertelfinale gegen England wird der norwegische Stürmer im Netz mit Hass und Morddrohungen überzogen – seine Partnerin macht die Angriffe öffentlich.
Norwegens erstes WM-Viertelfinale seit 28 Jahren endete in Miami mit einer 1:2-Niederlage nach Verlängerung gegen England – und für Alexander Sorloth mit einer Welle digitaler Gewalt. Die Skandinavier waren durch Andreas Schjelderup in der 36. Minute in Führung gegangen und verpassten kurz vor der Pause die Vorentscheidung. Nach einem Ballgewinn von Martin Ødegaard lief Sorloth gemeinsam mit Erling Haaland auf den englischen Verteidiger John Stones zu. Statt den mit sieben Turniertoren bestens aufgelegten Haaland zu bedienen, schloss der Angreifer von Atlético Madrid selbst ab; sein Schuss wurde geblockt. Jude Bellingham glich noch im Nachschlag der ersten Halbzeit aus und erzielte in der Verlängerung den Siegtreffer, der England ins Halbfinale gegen Argentinien brachte.
Unmittelbar nach dem Abpfiff entlud sich in den sozialen Medien eine Wut, die weit über sportliche Kritik hinausging. Sorloths Partnerin Lena Selnes veröffentlichte auf Instagram Screenshots von Nachrichten, die den 30-Jährigen aufforderten, sich das Leben zu nehmen, das Land zu verlassen oder ihm unverhohlen mit Mord drohten. „Die Weltmeisterschaft und der Fußball bringen viel Freude, aber auch viel Hass“, schrieb Selnes und kündigte rechtliche Schritte gegen die Urheber der massivsten Drohungen an. Norwegens Nationaltrainer Ståle Solbakken nannte die Vorfälle „tragisch“ und rief seine Spieler dazu auf, sich besonders an solchen Tagen von den Plattformen fernzuhalten. Aus norwegischer Sicht ist die Empörung auch deshalb so groß, weil die Mannschaft mit dem erstmaligen Erreichen der K.-o.-Runde seit 1998 eigentlich einen historischen Erfolg feierte.
Sorloth selbst verteidigte seine Entscheidung auf dem Platz. Er habe in der Situation den Pass zu Haaland spielen wollen, doch Stones habe die Anspielstation zugestellt, weshalb er zum Abschluss gezwungen gewesen sei. „Das Einzige, was ich in diesem Moment wollte, war, zu Erling zu passen. Aber es fühlte sich an, als ob der Pass nicht möglich war, also habe ich geschossen“, erklärte der Stürmer. Die Szene war zudem von einer technischen Kontroverse begleitet: Fernsehbilder legten nahe, dass ein Abschlag des norwegischen Torhüters Ørjan Nyland vor Bellinghams erstem Tor ein Spidercam-Kabel berührt und die Flugbahn verändert haben könnte. Die FIFA bestätigte jedoch die Gültigkeit des Treffers.
Der Fall Sorloth reiht sich in eine Serie von Anfeindungen gegen Spieler bei dieser WM. Zuvor hatte bereits der kolumbianische Profi Jaminton Campaz nach dem Achtelfinal-Aus gegen die Schweiz Drohungen erhalten. Die FIFA hatte im Vorfeld des Turniers angekündigt, gegen Tausende wegen Hassrede identifizierte Nutzer vorzugehen. In Norwegen fordern Medien und Verbände nun Konsequenzen und einen besseren Schutz der Athleten. Für England geht es derweil am 19. Juli im Halbfinale gegen Argentinien weiter, während Norwegen nach dem knappen Scheitern die Heimreise antritt – und ein Stürmer mit den Schattenseiten des modernen Fußballs konfrontiert bleibt.
| Lateinamerikanische Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Südostasiatische Presse | −0.20 | neutral |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.20 | neutral |
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
Latin America denounces digital violence and sides with Sorloth, demanding justice and protection for the victim.
Emphasizing personal and family suffering to mobilize indignation against the digital aggressor.
The tactical decision by Sorloth and the debunking of the alleged Haaland unfollow are not discussed.
Southeast Asia judges Sorloth's choice as selfish and questions his professionalism, while acknowledging the excess of the threats.
The tactical decision is analyzed as a moral error, creating a hierarchy of blame between the player and the haters.
Specific death threats and the extension of abuse to the partner are not reported.
The Arab Levant-Maghreb raises the alarm on death threats and calls for an investigation, without justifying Sorloth's mistake.
The most shocking elements (death threats, calls for suicide) are selected to create a sense of urgency and unquestionable condemnation.
The debunking of the alleged Haaland unfollow and Sorloth's tactical explanation are not mentioned.
India and South Asia dismantle the viral rumor about Haaland and Sorloth, reaffirming facts against speculation.
Cross-verification and direct evidence (Instagram) are used to neutralize an emotional narrative, presenting as an objective arbiter.
Death threats and the emotional impact on Sorloth's family are not reported.
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