
Trump-Dollar: US-Finanzministerium beginnt Prägung von Münze und Banknoten mit Präsidentenporträt
Anlässlich des 250. Jahrestags der Unabhängigkeit lässt die Trump-Administration eine 1-Dollar-Münze mit dem Porträt des Präsidenten sowie 100-Dollar-Noten mit seiner Unterschrift produzieren – unter Berufung auf eine Gesetzeslücke und gegen den Widerstand der Demokraten.
US-Finanzminister Scott Bessent hat am Mittwoch den Beginn der Prägung einer 1-Dollar-Münze mit dem Porträt von Präsident Donald Trump bekanntgegeben und zugleich die ersten 100-Dollar-Noten mit dessen Unterschrift vorgelegt. Die Maßnahmen sind Teil der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit („Semiquincentennial“) und markieren nach Darstellung des Ministeriums eine Würdigung von „Freiheit und Patriotismus“. Die Münze, die im Herbst ausgegeben werden soll, zeigt auf der Vorderseite Trumps Profil neben den Jahreszahlen 1776–2026, die Rückseite ziert das Große Siegel der Vereinigten Staaten. Die neuen Banknoten, deren Druck im Juni beginnt, tragen erstmals in der Geschichte die Signatur eines amtierenden Präsidenten – zugleich entfällt die seit 1861 ununterbrochen geführte Unterschrift des US-Treasurers.
Die Trump-Administration stützt sich bei der Münze auf ein Gesetz aus dem Jahr 2020, das anlässlich des 250. Jubiläums Sonderprägungen erlaubt. Aus Sicht des Finanzministeriums greift das generelle Verbot, lebende Personen auf US-Währung abzubilden, hier nicht, da es lediglich die Rückseite von Münzen betrifft. Zudem verweist Minister Bessent auf einen Präzedenzfall: 1926 sei eine Halbdollar-Münze mit dem Konterfei des damals amtierenden Präsidenten Calvin Coolidge geprägt worden. Für die Banknoten existiert eine solche Ausnahme nicht; das Ministerium argumentiert jedoch, die Unterschrift des Präsidenten sei rechtlich zulässig, da das 1866 erlassene „Thayer Amendment“ nur Porträts, nicht aber Signaturen lebender Personen verbiete.
Demokratische Senatoren um Elizabeth Warren, Jeff Merkley und Catherine Cortez Masto sehen in den Schritten einen Missbrauch staatlicher Ressourcen und einen Verstoß gegen den Geist der Gesetze. Sie haben im Dezember einen Gesetzentwurf mit dem Titel „Change Corruption Act“ eingebracht, der die Abbildung lebender oder amtierender Präsidenten auf sämtlichen Zahlungsmitteln ausdrücklich untersagen soll. Aus Sicht der Kritiker im Kongress offenbart die Initiative eine zunehmende Selbstinszenierung des Präsidenten, die sich auch in der Umbenennung von Bundesgebäuden, der Ausgabe von Reisepässen mit Trumps Bild und der geplanten Einführung einer 250-Dollar-Note mit seinem Porträt zeige. Letztere bedürfte allerdings einer Gesetzesänderung durch den Kongress, da das geltende Recht lebende Personen auf Banknoten kategorisch ausschließt.
Die symbolpolitische Offensive reiht sich ein in eine Serie von Maßnahmen, mit denen die Regierung Trump die staatliche Ikonographie auf die eigene Person zuschneidet. Neben der bereits begonnenen Ausgabe von Reisepässen mit Trumps Konterfei und der Umbenennung von Kriegsschiffen und Kultureinrichtungen hatte das Finanzministerium bereits im März eine 24-karätige Goldmünze mit einer Ganzkörperdarstellung des Präsidenten genehmigt. Beobachter in europäischen Hauptstädten sehen darin einen für westliche Demokratien ungewöhnlichen Personenkult, der die Grenzen zwischen Amt und Person verschwimmen lasse. In den USA selbst ist die Debatte entlang der Parteigrenzen polarisiert: Während republikanische Abgeordnete die Schritte als legitimen Ausdruck nationalen Stolzes verteidigen, warnen Verfassungsrechtler vor einer Aushöhlung republikanischer Traditionen.
Die 1-Dollar-Münze soll im Herbst 2025 in Umlauf gebracht werden; die ersten 100-Dollar-Noten mit Trumps Signatur werden nach Angaben des Finanzministeriums innerhalb weniger Wochen nach Druckbeginn an die Banken ausgeliefert. Über den Gesetzentwurf der Demokraten, der solche Praktiken künftig unterbinden würde, hat der Kongress noch nicht beraten. Parallel prüft das Finanzministerium nach eigenen Angaben die technische Machbarkeit einer 250-Dollar-Note, deren Einführung jedoch von einer Gesetzesänderung abhängt. Die für Münzdesigns zuständige Commission of Fine Arts, deren Mitglieder Trump ernannt hat, hatte das endgültige Münzmotiv im Januar gebilligt.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | +0.50 | aligned |
| Arabische Golfpresse | −0.80 | critical |
Continental Europe denounces the use of a legal loophole to put Trump's face on coins, violating the spirit of the law that forbids honoring sitting presidents.
The mechanism frames the decision as a technical circumvention of rules, turning an administrative act into a matter of legality and political opportunism.
It omits the $100 bills with Trump's signature and the removal of the Treasurer's signature, which would reinforce the idea of systematic personalization.
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The Gulf Arab press mocks Trump through a satirical statue criticizing his involvement in the Iran war, turning the currency story into an opportunity for ridicule.
The mechanism transforms the news into satire through symbolic representation, reducing the seriousness of the official announcement and highlighting the mocking aspect.
It completely ignores the original news about the coin and bill, focusing instead on an unrelated protest, thus avoiding engagement with the official narrative.
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