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Wissenschaft & GesundheitDienstag, 14. Juli 2026

Impfquote steigt leicht, doch Abbruchrate bei Mehrfachimpfungen alarmiert WHO

13,5 Millionen Kinder weltweit blieben 2025 ohne jede Routineimpfung – ein Rückgang zum Vorjahr, der jedoch von wachsenden Abbrüchen bei Mehrfachimpfungen und neuen Finanzierungslücken überschattet wird.

Die globale Durchimpfung hat sich 2025 leicht erholt, doch die Zahl der Kinder, die eine begonnene Impfserie nicht abschließen, ist sprunghaft gestiegen. Nach den am Mittwoch veröffentlichten Schätzungen von WHO und UNICEF erhielten 90 Prozent der Säuglinge mindestens eine Dosis des DTP-Impfstoffs, ein Prozentpunkt mehr als 2024. Gleichzeitig wuchs die sogenannte Abbruchrate zwischen der ersten und der dritten DTP-Dosis von 4 auf 12 Prozent. 7,3 Millionen Kinder bekamen zwar eine erste DTP-Impfung, aber keine erste Masernimpfung – ein Indikator für brüchige Impfsysteme, der aus Sicht der WHO maßgeblich durch Fehlinformationen befeuert wird.

Die absolute Zahl der „Zero-Dose“-Kinder sank um rund 750.000 auf 13,5 Millionen, liegt aber weiterhin fast vier Millionen über dem Meilenstein, der für das Ziel einer Halbierung bis 2030 nötig wäre. Mehr als die Hälfte dieser Kinder lebt in fragilen und von Konflikten betroffenen Staaten, obwohl dort nur ein Drittel aller Geburten stattfindet. Nigeria verzeichnet die weltweit größte Gruppe völlig ungeimpfter Kinder, gefolgt von der Demokratischen Republik Kongo, Jemen und Äthiopien. In der europäischen WHO-Region, die bis nach Zentralasien reicht, waren 566.000 Kinder ohne jeden Impfschutz, die Hälfte davon in Kasachstan, der Türkei, Großbritannien und Aserbaidschan.

Die Daten zeigen erste Risse im globalen Impfsystem, die sich durch die Kürzungen der US-Entwicklungshilfe und anderer Geber noch vertiefen dürften. Die WHO betont, dass sich die Mittelkürzungen in den Zahlen für 2025 noch nicht vollständig niederschlagen, weil viele Programme bereits finanziert waren. Für 2026 erwartet die Organisation jedoch spürbare Auswirkungen. Die Zahl der nationalen Impfstudien brach bereits von 50 auf 18 ein, was die Überwachung von Ausbrüchen erheblich beeinträchtigt. 57 Länder meldeten 2025 große oder disruptive Masernausbrüche – eine direkte Folge der stagnierenden Durchimpfung, die mit 84 Prozent für die erste und 77 Prozent für die zweite Maserndosis weit unter der nötigen Schwelle von 95 Prozent liegt.

Positive Signale kommen aus einzelnen Ländern: Sudan steigerte die DTP3-Quote trotz anhaltendem Konflikt um 32 Prozentpunkte, und Brasilien reduzierte die Zahl der Zero-Dose-Kinder um 204.000. In den 57 von der Impfallianz Gavi unterstützten Ländern erreichte die Abdeckung mit einem breiten Spektrum an Impfstoffen einen Höchststand von 65 Prozent. Gavi warnt jedoch, dass die nächste Strategieperiode 2026–2030 nicht vollständig finanziert ist und bei anhaltender Unterfinanzierung bis zu 600.000 vermeidbare Todesfälle drohen. Der nächste Gradmesser wird die Datenlage für 2026 sein, wenn die Folgen der gekürzten Mittel erstmals vollständig sichtbar werden.

Divergenz — wer erzählt sie wie
Achse: Urgenza vs. Pragmatismo
25%Mittel
3 Blöcke · Positionen von −0.60 bis 0.00
Allarmisti per la coperturaPragmatici del progresso
LATAFRATL
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse−0.40critical
Subsaharisch-afrikanische Presse−0.60critical
Atlantische / angloamerikanische Presse0.00neutral
Lateinamerikanische Presse−0.40
Stimme

Latin America mobilizes to recover lost vaccinations, with governments and health authorities calling on families to complete the cycles.

Mechanismusmobilitazione territoriale

The mechanism localizes the global problem into specific national contexts, turning the alarm into a call for immediate and concrete action, reinforcing the credibility of local institutions.

Auslassung

The global report shows that dropout increased worldwide, but Latin American coverage is among the lowest; the frame omits comparison with improving regions like Asia.

AlarmDringlichkeitPragmatismus
Subsaharisch-afrikanische Presse−0.60
Stimme

Sub-Saharan Africa denounces the failure of the global immunization system, pointing to inequalities and structural barriers that leave children behind.

Mechanismusdenuncia strutturale

The mechanism amplifies the scale of the problem through dramatic numbers and crisis language, creating a moral urgency that demands international action.

Auslassung

The frame does not mention progress in some African countries thanks to new vaccines, such as the malaria vaccine, which could mitigate the negative picture.

AlarmEmpörungDringlichkeit
Atlantische / angloamerikanische Presse0.00
Stimme

The Atlantic world tells the story of a mother overcoming obstacles to vaccinate her child, celebrating the progress of the malaria vaccine but warning about adherence difficulties.

Mechanismusnarrativa esemplare

The mechanism uses a personal story to humanize the problem, making the challenge of completing the vaccination cycle tangible, without alarmism but with realism.

Auslassung

The frame omits the global 12% dropout rate for DTP, focusing only on the malaria vaccine, which may obscure the broader vaccination crisis.

PragmatismusSkepsisDistanz

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Dienstag, 14. Juli 2026

Impfquote steigt leicht, doch Abbruchrate bei Mehrfachimpfungen alarmiert WHO

13,5 Millionen Kinder weltweit blieben 2025 ohne jede Routineimpfung – ein Rückgang zum Vorjahr, der jedoch von wachsenden Abbrüchen bei Mehrfachimpfungen und neuen Finanzierungslücken überschattet wird.

Die globale Durchimpfung hat sich 2025 leicht erholt, doch die Zahl der Kinder, die eine begonnene Impfserie nicht abschließen, ist sprunghaft gestiegen. Nach den am Mittwoch veröffentlichten Schätzungen von WHO und UNICEF erhielten 90 Prozent der Säuglinge mindestens eine Dosis des DTP-Impfstoffs, ein Prozentpunkt mehr als 2024. Gleichzeitig wuchs die sogenannte Abbruchrate zwischen der ersten und der dritten DTP-Dosis von 4 auf 12 Prozent. 7,3 Millionen Kinder bekamen zwar eine erste DTP-Impfung, aber keine erste Masernimpfung – ein Indikator für brüchige Impfsysteme, der aus Sicht der WHO maßgeblich durch Fehlinformationen befeuert wird.

Die absolute Zahl der „Zero-Dose“-Kinder sank um rund 750.000 auf 13,5 Millionen, liegt aber weiterhin fast vier Millionen über dem Meilenstein, der für das Ziel einer Halbierung bis 2030 nötig wäre. Mehr als die Hälfte dieser Kinder lebt in fragilen und von Konflikten betroffenen Staaten, obwohl dort nur ein Drittel aller Geburten stattfindet. Nigeria verzeichnet die weltweit größte Gruppe völlig ungeimpfter Kinder, gefolgt von der Demokratischen Republik Kongo, Jemen und Äthiopien. In der europäischen WHO-Region, die bis nach Zentralasien reicht, waren 566.000 Kinder ohne jeden Impfschutz, die Hälfte davon in Kasachstan, der Türkei, Großbritannien und Aserbaidschan.

Die Daten zeigen erste Risse im globalen Impfsystem, die sich durch die Kürzungen der US-Entwicklungshilfe und anderer Geber noch vertiefen dürften. Die WHO betont, dass sich die Mittelkürzungen in den Zahlen für 2025 noch nicht vollständig niederschlagen, weil viele Programme bereits finanziert waren. Für 2026 erwartet die Organisation jedoch spürbare Auswirkungen. Die Zahl der nationalen Impfstudien brach bereits von 50 auf 18 ein, was die Überwachung von Ausbrüchen erheblich beeinträchtigt. 57 Länder meldeten 2025 große oder disruptive Masernausbrüche – eine direkte Folge der stagnierenden Durchimpfung, die mit 84 Prozent für die erste und 77 Prozent für die zweite Maserndosis weit unter der nötigen Schwelle von 95 Prozent liegt.

Positive Signale kommen aus einzelnen Ländern: Sudan steigerte die DTP3-Quote trotz anhaltendem Konflikt um 32 Prozentpunkte, und Brasilien reduzierte die Zahl der Zero-Dose-Kinder um 204.000. In den 57 von der Impfallianz Gavi unterstützten Ländern erreichte die Abdeckung mit einem breiten Spektrum an Impfstoffen einen Höchststand von 65 Prozent. Gavi warnt jedoch, dass die nächste Strategieperiode 2026–2030 nicht vollständig finanziert ist und bei anhaltender Unterfinanzierung bis zu 600.000 vermeidbare Todesfälle drohen. Der nächste Gradmesser wird die Datenlage für 2026 sein, wenn die Folgen der gekürzten Mittel erstmals vollständig sichtbar werden.

Divergenz — wer erzählt sie wie
Achse: Urgenza vs. Pragmatismo
25%Mittel
3 Blöcke · Positionen von −0.60 bis 0.00
Allarmisti per la coperturaPragmatici del progresso
LATAFRATL
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse−0.40critical
Subsaharisch-afrikanische Presse−0.60critical
Atlantische / angloamerikanische Presse0.00neutral
Lateinamerikanische Presse−0.40
Stimme

Latin America mobilizes to recover lost vaccinations, with governments and health authorities calling on families to complete the cycles.

Mechanismusmobilitazione territoriale

The mechanism localizes the global problem into specific national contexts, turning the alarm into a call for immediate and concrete action, reinforcing the credibility of local institutions.

Auslassung

The global report shows that dropout increased worldwide, but Latin American coverage is among the lowest; the frame omits comparison with improving regions like Asia.

AlarmDringlichkeitPragmatismus
Subsaharisch-afrikanische Presse−0.60
Stimme

Sub-Saharan Africa denounces the failure of the global immunization system, pointing to inequalities and structural barriers that leave children behind.

Mechanismusdenuncia strutturale

The mechanism amplifies the scale of the problem through dramatic numbers and crisis language, creating a moral urgency that demands international action.

Auslassung

The frame does not mention progress in some African countries thanks to new vaccines, such as the malaria vaccine, which could mitigate the negative picture.

AlarmEmpörungDringlichkeit
Atlantische / angloamerikanische Presse0.00
Stimme

The Atlantic world tells the story of a mother overcoming obstacles to vaccinate her child, celebrating the progress of the malaria vaccine but warning about adherence difficulties.

Mechanismusnarrativa esemplare

The mechanism uses a personal story to humanize the problem, making the challenge of completing the vaccination cycle tangible, without alarmism but with realism.

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