Anmelden
Ausgabe von 10:00 CETSonntag, 26. Juli 2026
325 Quellen · 17 Sprachen342 Briefings heute
Medien & UnterhaltungFreitag, 24. Juli 2026

Chuck Russells unerwarteter Tod: Der Mann, der Jim Carreys Grimassen zum Leuchten brachte

Mit „The Mask“ schuf Chuck Russell eine Komödie, die dank innovativer Effekte und Jim Carreys Spiel zur Ikone wurde. Nun ist der Regisseur mit 74 Jahren in Kalifornien gestorben.

Eine Frau findet ihren Mann bewusstlos im gemeinsamen Zuhause bei San Diego, der Notruf wird gewählt, Feuerwehr und Sanitäter eilen herbei. Die Wiederbelebungsversuche bleiben erfolglos. Es ist der 22. Juli, und mit Charles Raymond Russell stirbt einer der prägenden Genre-Regisseure des US-Kinos der späten achtziger und neunziger Jahre – wie seine Angehörigen und sein Rechtsvertreter wenige Tage später gegenüber Variety und TMZ bestätigen.

Russell, geboren 1952 in Park Ridge, Illinois, hatte sich vom Drehbuchautor und Produktionsassistenten in der Low-Budget-Szene zum Regisseur hochgearbeitet, dem 1994 mit „The Mask“ ein weltweiter Phänomen-Erfolg gelang. Jim Carrey, der unter seiner Regie den grüngesichtigen Trickster mit den überdrehten Grimassen spielte, würdigte ihn nach Bekanntwerden der Todesnachricht mit warmen Worten: „Ich betrachte es als Privileg, mit Chuck Russell gearbeitet zu haben“, ließ er über das People-Magazin verlauten. Er habe am Set eine „überschäumende, kindliche Atmosphäre des Staunens und der Kameradschaft“ geschaffen, die Cast und Crew berührt und inspiriert habe; für ihn persönlich sei der Film „eines der Juwelen meines kreativen Lebens“.

Tatsächlich steht der Kassenschlager, der mehr als 350 Millionen Dollar einspielte und für den Oscar in der Kategorie visuelle Effekte nominiert wurde, sinnbildlich für Russells Gespür, etablierte Darsteller in neue Sphären zu heben und zugleich unbekannte Talente erstmals ins Scheinwerferlicht zu rücken. Cameron Diaz, die in „The Mask“ als 21-Jährige ihr Filmdebüt gab, verdankte ihm die Chance; Russell setzte sich gegen Bedenken durch, weil die Chemie zwischen ihr und Carrey bei den Probeaufnahmen unübersehbar war. Zuvor hatte er bereits das Horror-Genre modernisiert, als er 1987 mit „Nightmare 3 – Freddy lebt“ die „Elm Street“-Reihe wiederbelebte und mit Frank Darabont das Drehbuch zum Science-Fiction-Thriller „Dreamscape – Höllische Träume“ verfasste.

In den folgenden Jahren inszenierte er Actionstars wie Arnold Schwarzenegger („Eraser“, 1996) und vertraute dem ehemaligen Wrestler Dwayne Johnson mit „The Scorpion King“ (2002) dessen erste Hauptrolle an, die ihm den Weg nach Hollywood ebnete. Nach einer längeren Pause kehrte Russell mit unabhängigeren Produktionen zurück, zuletzt 2024 mit dem Remake des Horrorfilms „Witchboard“. Sein Tod, dessen genaue Ursache die Behörden noch nicht bekannt gegeben haben, hinterlässt bei der Familie – darunter seine Ehefrau Ania, mit der er 19 Jahre verheiratet war, und drei Kinder – eine Lücke, die durch Carreys Erinnerung an einen „beschwingten und zeitlosen Moment“ am Set von „The Mask“ zumindest filmisch überstrahlt wird.

Erweitere deinen Horizont

Mehr lesen
Aktuell
UNESCO-Welterbe: Japans Sternengräber, Indiens Sarnath und die Burgen der Assassinen·Apotheken, Sozialhilfe, Erwerbsminderung: Regierungseingriffe ins soziale Netz weltweit·Iraola-Debüt geglückt, De Zerbi droht Unzufriedenen – Premier-League-Klubs im Umbruch·Trumps neuer Zollschub: Mit geökonomischer Strategie gegen Verbündete·Nach tödlichem Angriff in Tal: Siedlergewalt, Armeeoperationen und Proteste erschüttern das Westjordanland·Globale Justizdebatte: Von Selbstjustiz in Asien bis zu Opferrechten in Amerika·Iran meldet 18 Milliarden Dollar Öleinnahmen trotz Krieg und Seeblockade·US-Blockade gegen Iran: Zwölf Schiffe umgeleitet, zwei außer Gefecht·UNESCO-Welterbe: Japans Sternengräber, Indiens Sarnath und die Burgen der Assassinen·Apotheken, Sozialhilfe, Erwerbsminderung: Regierungseingriffe ins soziale Netz weltweit·Iraola-Debüt geglückt, De Zerbi droht Unzufriedenen – Premier-League-Klubs im Umbruch·Trumps neuer Zollschub: Mit geökonomischer Strategie gegen Verbündete·Nach tödlichem Angriff in Tal: Siedlergewalt, Armeeoperationen und Proteste erschüttern das Westjordanland·Globale Justizdebatte: Von Selbstjustiz in Asien bis zu Opferrechten in Amerika·Iran meldet 18 Milliarden Dollar Öleinnahmen trotz Krieg und Seeblockade·US-Blockade gegen Iran: Zwölf Schiffe umgeleitet, zwei außer Gefecht·
Akt. 10:088 Sprachen · 13 Quellen
VorherigerMedien & UnterhaltungNächster
13 Quellen|8 Sprachen|2 Min. Lesezeit
Freitag, 24. Juli 2026

Chuck Russells unerwarteter Tod: Der Mann, der Jim Carreys Grimassen zum Leuchten brachte

Mit „The Mask“ schuf Chuck Russell eine Komödie, die dank innovativer Effekte und Jim Carreys Spiel zur Ikone wurde. Nun ist der Regisseur mit 74 Jahren in Kalifornien gestorben.

Eine Frau findet ihren Mann bewusstlos im gemeinsamen Zuhause bei San Diego, der Notruf wird gewählt, Feuerwehr und Sanitäter eilen herbei. Die Wiederbelebungsversuche bleiben erfolglos. Es ist der 22. Juli, und mit Charles Raymond Russell stirbt einer der prägenden Genre-Regisseure des US-Kinos der späten achtziger und neunziger Jahre – wie seine Angehörigen und sein Rechtsvertreter wenige Tage später gegenüber Variety und TMZ bestätigen.

Russell, geboren 1952 in Park Ridge, Illinois, hatte sich vom Drehbuchautor und Produktionsassistenten in der Low-Budget-Szene zum Regisseur hochgearbeitet, dem 1994 mit „The Mask“ ein weltweiter Phänomen-Erfolg gelang. Jim Carrey, der unter seiner Regie den grüngesichtigen Trickster mit den überdrehten Grimassen spielte, würdigte ihn nach Bekanntwerden der Todesnachricht mit warmen Worten: „Ich betrachte es als Privileg, mit Chuck Russell gearbeitet zu haben“, ließ er über das People-Magazin verlauten. Er habe am Set eine „überschäumende, kindliche Atmosphäre des Staunens und der Kameradschaft“ geschaffen, die Cast und Crew berührt und inspiriert habe; für ihn persönlich sei der Film „eines der Juwelen meines kreativen Lebens“.

Tatsächlich steht der Kassenschlager, der mehr als 350 Millionen Dollar einspielte und für den Oscar in der Kategorie visuelle Effekte nominiert wurde, sinnbildlich für Russells Gespür, etablierte Darsteller in neue Sphären zu heben und zugleich unbekannte Talente erstmals ins Scheinwerferlicht zu rücken. Cameron Diaz, die in „The Mask“ als 21-Jährige ihr Filmdebüt gab, verdankte ihm die Chance; Russell setzte sich gegen Bedenken durch, weil die Chemie zwischen ihr und Carrey bei den Probeaufnahmen unübersehbar war. Zuvor hatte er bereits das Horror-Genre modernisiert, als er 1987 mit „Nightmare 3 – Freddy lebt“ die „Elm Street“-Reihe wiederbelebte und mit Frank Darabont das Drehbuch zum Science-Fiction-Thriller „Dreamscape – Höllische Träume“ verfasste.

In den folgenden Jahren inszenierte er Actionstars wie Arnold Schwarzenegger („Eraser“, 1996) und vertraute dem ehemaligen Wrestler Dwayne Johnson mit „The Scorpion King“ (2002) dessen erste Hauptrolle an, die ihm den Weg nach Hollywood ebnete. Nach einer längeren Pause kehrte Russell mit unabhängigeren Produktionen zurück, zuletzt 2024 mit dem Remake des Horrorfilms „Witchboard“. Sein Tod, dessen genaue Ursache die Behörden noch nicht bekannt gegeben haben, hinterlässt bei der Familie – darunter seine Ehefrau Ania, mit der er 19 Jahre verheiratet war, und drei Kinder – eine Lücke, die durch Carreys Erinnerung an einen „beschwingten und zeitlosen Moment“ am Set von „The Mask“ zumindest filmisch überstrahlt wird.

Divergenz der Quellen

Medien & Unterhaltung · 13 Quellen · 8 Sprachen

0%Niedrig

Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

Diese Nachricht erschien in

13 Quellen · 8 Sprachen

Erweitere deinen Horizont

Aus Geopolitics & Politics

Indiens „Kakerlaken“-Proteste: Hungerstreik beendet, doch Rücktrittsforderung bleibt

11 Sprachen · 28 Quellen

Aus Economy & Markets

UniCredit erhöht Gewinnziele und rechnet fest mit Commerzbank-Übernahme

3 Sprachen · 6 Quellen

Aus Technology

Elon Musk zieht Bilanz: Politische Reue und ungebremster Techno-Optimismus

3 Sprachen · 5 Quellen

Mehr lesen