
Chip-Engpass selbst bei Nvidia: Huang und Son weisen KI-Blase zurück
Während Nvidia-intern um knappe KI-Chips gerungen wird, erklären Konzernchef Jensen Huang und SoftBank-Gründer Masayoshi Son die Sorge vor einer Spekulationsblase für unbegründet.
Die Furcht vor einer Blase im Geschäft mit Künstlicher Intelligenz wird von zwei der gewichtigsten Akteure der Branche nahezu zeitgleich zurückgewiesen – und das, während der weltgrößte Chipkonzern selbst unter der Knappheit der eigenen Produkte leidet. Nvidia-Chef Jensen Huang sagte am Mittwoch in Tokio, man sei „noch sehr weit von einer KI-Blase entfernt“, die Nachfrage sei „außergewöhnlich stark“. Wenige Tage zuvor hatte SoftBank-Gründer Masayoshi Son auf einer Investorenveranstaltung in der japanischen Hauptstadt von einer „absurden Frage“ gesprochen und jenen, die an eine Blase glaubten, ein fundamentales Missverständnis der Technologie vorgeworfen.
Dass die Nachfrage das Angebot übersteigt, zeigt sich nicht nur an den Auftragsbüchern, sondern auch an den internen Verteilungskämpfen des kalifornischen Konzerns. Nvidias Automobilchef Xinzhou Wu schilderte in einem Podcast, dass selbst innerhalb des Unternehmens regelmäßig um Rechenressourcen gerungen werde. „Manchmal brauchen wir Jensen, um zu helfen“, sagte Wu mit Blick auf die wöchentlichen Priorisierungsrunden, in denen Trainings- und Testkapazitäten für verschiedene KI-Modelle vergeben werden. Huang selbst greife demnach in die Allokation ein, wenn es um langfristige Wetten wie das autonome Fahren geht – einen Markt, den Nvidia als künftiges Billionengeschäft einstuft.
Aus Tokioter Sicht wird der KI-Ausbau derweil mit industriepolitischen Ambitionen verknüpft. Huang hob Japans historische Stärken in der Präzisionsfertigung hervor und warb für „physische KI“, also den Einsatz autonomer Systeme in Robotik und Produktion. Das Land könne damit seinen chronischen Arbeitskräftemangel abfedern. Zugleich kündigte er für diese Woche Ankündigungen zum Thema „souveräne KI“ an – ein Konzept, das in Japan wie auch in anderen Staaten an Bedeutung gewinnt, um technologische Abhängigkeiten zu verringern.
Masayoshi Son wiederum bezifferte den jährlichen Investitionsbedarf für Rechenzentren, Chipfertigung und Energieinfrastruktur auf annähernd fünf Billionen Dollar. Bis 2040, so seine Prognose, werde die KI-Wirtschaft ein Fünftel der globalen Wirtschaftsleistung stellen. SoftBank selbst hat seine Nvidia-Beteiligung im vergangenen Jahr vollständig veräußert und die Mittel in OpenAI sowie weitere KI-Projekte umgeschichtet. Der Gewinn des Konzerns verfünffachte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf umgerechnet rund 32 Milliarden Dollar.
Die nächste Wegmarke bilden die von Huang avisierten Ankündigungen zu souveräner KI, die Aufschluss darüber geben dürften, wie Nvidia das Spannungsfeld zwischen globaler Nachfrage und nationalen Technologieinteressen adressiert. Parallel dazu bleibt die Frage offen, wie der immense Energiehunger der Rechenzentren gedeckt werden soll – Son rechnet bis 2040 mit einer benötigten Kraftwerkskapazität von drei Terawatt, was nahezu dem Doppelten der heutigen weltweiten Stromerzeugung entspricht.
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Die internen Kämpfe von Nvidia zeigen, dass der KI-Boom nicht ohne Engpässe ist.
Indem er einen konkreten internen Konflikt in den Vordergrund stellt, verankert der Erzählung die KI-Geschichte in einem greifbaren Problem und lässt die Blasenängste weniger abstrakt erscheinen.
Der Artikel lässt die ablehnenden Aussagen von Huang und Son zu einer KI-Blase aus und konzentriert sich stattdessen auf interne Angebotsengpässe.
Die Marktnachfrage nach KI ist überwältigend stark und wird weiter wachsen, wodurch Blasenängste unbegründet sind.
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Ängste vor einer KI-Blase sind dumm; das transformative Potenzial der Technologie ist unbestreitbar, und wer daran zweifelt, versteht KI einfach nicht.
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