
Vier Weltmeister, zwei Klassiker: Die WM-Halbfinals 2026
Erstmals seit 1990 stehen mit Frankreich, Spanien, Argentinien und England die vier bestplatzierten Teams der FIFA-Weltrangliste in der Vorschlussrunde – und versprechen Duelle voller Geschichte und individueller Klasse.
Die Viertelfinals der WM 2026 haben ein Tableau geschaffen, das in der Turniergeschichte selten war: Mit Frankreich, Spanien, Argentinien und England erreichten exakt die vier Spitzenreiter der FIFA-Weltrangliste die Runde der letzten Vier – eine Konstellation, die es zuletzt 1990 in Italien gab. Damals hießen die Halbfinalisten Deutschland, Argentinien, Italien und England; nun treffen am Dienstag in Arlington (Texas) Frankreich und Spanien aufeinander, einen Tag später in Atlanta Argentinien und England. Alle vier Nationen sind ehemalige Weltmeister, alle vier stellen Anwärter auf die Torjägerkrone. Der Weg ins Endspiel am 20. Juli im MetLife Stadium von New Jersey führt über zwei Partien, die nicht nur sportlich, sondern auch historisch aufgeladen sind.
Das europäische Duell zwischen Frankreich und Spanien wird vielerorts als vorgezogenes Finale gewertet. Aus französischer Sicht ruhen die Hoffnungen auf einer Angriffsreihe, die im Turnierverlauf 16 Tore erzielte – mehr als jedes andere Team. Kylian Mbappé führt mit acht Treffern gemeinsam mit Lionel Messi die Torschützenliste an, Ousmane Dembélé steuerte fünf Tore bei, und Michael Olise bereitete fünf weitere vor. Spanien hingegen setzte bis zum Viertelfinale auf eine bemerkenswerte Defensivstabilität: Torhüter Unai Simón blieb 650 Minuten ohne Gegentor, ehe Belgien im Viertelfinale den ersten Treffer gelang. In der spanischen Presse wird die Rolle von Lamine Yamal intensiv diskutiert. Der 19-Jährige, der am Vortag des Halbfinals Geburtstag feiert, erzielte im Turnierverlauf erst ein Tor und blieb zuletzt blass. Kapitän Rodri sprach öffentlich von einer gewissen „Angst“ des jungen Stars, zu viel beweisen zu wollen. Die jüngste Bilanz spricht dennoch für Spanien: Im EM-Halbfinale 2024 setzte sich die Mannschaft mit 2:1 gegen Frankreich durch, und in der Nations League 2025 gelang ein 5:4, bei dem Yamal zweimal traf.
Das zweite Halbfinale erneuert eine der traditionsreichsten Rivalitäten des Weltfußballs. Argentinien und England treffen erstmals seit dem Achtelfinale 1998 wieder in einem WM-K.o.-Spiel aufeinander. Aus argentinischer Sicht ist die Partie auch deshalb besonders, weil Lionel Messi in seiner sechsten WM-Teilnahme noch nie gegen England antrat. Der 39-Jährige führt sein Team mit acht Turniertoren an und hält mit insgesamt 21 Treffern den Allzeit-WM-Rekord. Englands Hoffnungen ruhen auf Jude Bellingham, der in den beiden letzten K.o.-Spielen jeweils doppelt traf, und auf Harry Kane, der ebenfalls sechs Tore erzielte. Beide Mannschaften erreichten das Halbfinale nicht in überragender spielerischer Form, sondern über Kampf und späte Entscheidungen: Argentinien benötigte gegen die Schweiz eine Verlängerung, England setzte sich erst in der Nachspielzeit gegen Norwegen durch. Die politische Dimension der Rivalität – in Argentinien und England stets präsent – wurde von Trainer Lionel Scaloni mit dem Hinweis zurückgewiesen, es handle sich um ein reines Fußballspiel.
Die Halbfinals sind zugleich Bühne für individuelle Rekordjagden. Mbappé könnte mit einem dritten Finaleinzug in Folge zu Cafu aufschließen, dem einzigen Spieler, der an drei aufeinanderfolgenden WM-Endspielen teilnahm. Messi wiederum strebt mit Argentinien die erste erfolgreiche Titelverteidigung seit Brasilien 1962 an. Sollten sich Frankreich und Argentinien durchsetzen, käme es zur Neuauflage des Finales von 2022. Die nächste sportliche Konsequenz ist klar: Die Sieger der beiden Halbfinals bestreiten am 20. Juli im MetLife Stadium das Endspiel, die Unterlegenen spielen einen Tag zuvor in Miami um Platz drei.
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| Indische & südasiatische Presse | +0.60 | aligned |
| Arabische Golfpresse | +0.80 | aligned |
We, the football world, have been waiting for these dream matchups. Argentina stands tall as the reigning champion, with Messi leading the way. This is the historic semifinal lineup that proves our sport's greatness.
The bloc universalizes its own national pride by claiming that the semifinal pairings are what the entire planet desired, thereby framing Argentina's journey as a global narrative rather than a local one.
The FIFA rankings confirm the supremacy of the top four. This semifinal lineup is a natural outcome of the hierarchy, a statistical rarity that underscores the power of football's elite.
The bloc uses the authority of objective FIFA rankings to present the semifinals as an inevitable, predictable result of the sport's hierarchy, thereby legitimizing the narrative of elite dominance.
The stars are the story. Mbappe and Yamal are the protagonists, and their personal duel will determine who reaches the final. This is a clash of titans, not just teams.
The bloc reduces the complex team match to a one-on-one showdown between two superstars, personalizing the narrative and making the outcome hinge on individual brilliance.
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