
Malaysia droht mit sofortiger Abschiebung von Israelis in Forest City
Nachdem Vorwürfe laut wurden, israelische Staatsbürger hätten mit Zweitpässen an einem Technologie-Campus teilgenommen, hat Kuala Lumpur eine Untersuchung eingeleitet und erste Kontrollen durchgeführt.
Die malaysische Regierung hat eine Untersuchung gegen die private Wohn- und Arbeitsgemeinschaft „Network School“ in Forest City im Bundesstaat Johor eingeleitet. Auslöser waren in sozialen Medien erhobene Vorwürfe, wonach israelische Staatsangehörige unter Verwendung von Zweitpässen an dem Programm teilgenommen hätten. Premierminister Anwar Ibrahim kündigte am Mittwoch an, dass jeder in Malaysia aufgegriffene Israeli „sofort abgeschoben“ werde, da Malaysia Israel nicht anerkenne. Die Einwanderungsbehörde hatte zuvor 266 Ausländer aus 40 Nationen vor Ort kontrolliert und nach eigenen Angaben zunächst gültige Dokumente festgestellt.
Die Kontroverse war entbrannt, nachdem der Gründer Balaji Srinivasan, ein ehemaliger Technologievorstand von Coinbase, in einem Video die Gemeinschaft als „Silicon Valley außerhalb des Silicon Valley“ bezeichnet hatte. In malaysischen Netzwerken wurde daraufhin die Frage aufgeworfen, ob sich unter den Teilnehmern auch Israelis befänden, die mit Pässen anderer Staaten eingereist seien. Der Menteri Besar von Johor, Onn Hafiz Ghazi, forderte das Innenministerium in Kuala Lumpur zu einer umfassenden Prüfung auf. Aus Sicht der Landesregierung dürfe Johor nicht zur Basis für Aktivitäten werden, die gegen nationales Recht und die Souveränität des Landes verstießen.
Malaysias Einwanderungsgesetze verbieten Inhabern israelischer Pässe grundsätzlich die Einreise, da beide Staaten keine diplomatischen Beziehungen unterhalten. Ein spezifisches Verbot der Einreise mit einem Zweitpass besteht jedoch nicht. Die Behörden betonten, dass die Überprüfung der Einhaltung aller Auflagen fortgesetzt werde und man Hinweisen auf Identitätsmissbrauch oder Verstöße gegen Aufenthaltsbedingungen nachgehe. Der Bauträger Country Garden Pacificview, der das 100-Milliarden-Dollar-Projekt Forest City auf aufgeschüttetem Land nahe Singapur entwickelt, erklärte seine volle Kooperationsbereitschaft und kündigte an, alle erforderlichen Unterlagen vorzulegen.
Die „Network School“ selbst beschreibt sich als „Grenzgemeinschaft von Techno-Optimisten“ mit monatlichen Gebühren von umgerechnet rund 1.500 US-Dollar. Das Hochschulministerium soll nach Angaben des Premierministers in Kürze zur rechtlichen Einordnung der Einrichtung Stellung nehmen. Die Einwanderungsbehörde kündigte an, bei neuen Erkenntnissen unverzüglich durchzugreifen. Die Untersuchung wird in enger Abstimmung mit dem Innenministerium, der Polizei und weiteren Behörden geführt.
| Südostasiatische Presse | +0.30 | aligned |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Prime Minister Anwar Ibrahim speaks for the nation: no Israeli will be tolerated, sovereignty is inviolable.
The narrative is built by repeating the official statement as an indisputable fact, turning a routine inspection into a test of national loyalty.
It omits that residents' documents were found valid and that the founder is a former Coinbase executive, which would downplay the alleged violation.
Malaysia's immigration department confirms the regularity of documents, without political commentary.
The news is framed as a bureaucratic update, avoiding any judgment on Malaysia's stance toward Israel and reducing tension to a matter of document compliance.
It omits Prime Minister Anwar's threat of immediate deportation and Malaysia's non-recognition of Israel, which would give the story a more confrontational tone.
Erweitere deinen Horizont
Präferenzstimmen mit einer Stimme abgelehnt: Melonis Koalition offenbart tiefe Risse
4 Sprachen · 21 Quellen
Aus Economy & MarketsKI-Wettbewerb verlagert sich auf Kosteneffizienz
6 Sprachen · 16 Quellen
Aus TechnologySojus-Rakete bringt neuen ISS-Crew ins All: Anil Menon startet zu achtmonatiger Mission
3 Sprachen · 9 Quellen