
Teleprompter-Operator des Weißen Hauses wettete auf Trumps Reden – über 100.000 Dollar Gewinn
Gabriel Perez, langjähriger Teleprompter-Bediener von Präsident Trump, wurde suspendiert, nachdem Vorwürfe laut wurden, er habe mit Insiderwissen auf den Inhalt von Reden gewettet und mehr als 100.000 Dollar Gewinn erzielt.
Das Weiße Haus hat den für den Teleprompter zuständigen Mitarbeiter Gabriel Perez noch am Donnerstag ohne Bezüge beurlaubt, nachdem bekannt geworden war, dass er mit Vorabkenntnissen über Reden von Präsident Donald Trump auf der Vorhersageplattform Kalshi gewettet und dabei nach Erkenntnissen der Bundesaufsicht mehr als 100.000 Dollar eingenommen haben soll. Perez, der seit 2016 als technischer Assistent für Trump arbeitet und zu den bestbezahlten Mitarbeitern des Stabs zählt, hatte demnach Zugang zu den Redetexten, bevor diese öffentlich wurden, und platzierte über einen Zeitraum von drei Monaten Wetten auf mehr als ein Dutzend Auftritte – darunter die Rede zur Lage der Nation im Februar, eine Ansprache beim Weltwirtschaftsforum in Davos und eine Zeremonie zur Verleihung der Ehrenmedaille. Die Plattform Kalshi, die einen Markt für sogenannte „Mentions“ betreibt, auf dem Nutzer darauf wetten können, ob bestimmte Wörter oder Themen in einer Rede fallen, fror nach eigenen Angaben über 90.000 Dollar auf dem Konto des Mitarbeiters ein und schaltete die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ein.
Aus Sicht der US-Terminmarktaufsicht CFTC, die Vorhersagemärkte reguliert, handelt es sich um einen klaren Fall von Insiderhandel. Die Behörde, die den Vorgang nicht offiziell bestätigte, steht nach Darstellung mit der Angelegenheit vertrauter Personen in Vergleichsverhandlungen mit Perez; demnach müsste er seine Gewinne zurückzahlen und sich verpflichten, künftig keine entsprechenden Geschäfte mehr zu tätigen. Die Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan verzichtete auf ein Strafverfahren. Kalshis Chefjurist Robert DeNault erklärte, das Überwachungssystem der Plattform habe die auffälligen Transaktionen erkannt und an die CFTC gemeldet; man unterstütze die Aufsicht und habe sämtliche Beweise übergeben. Die Plattform untersagt ausdrücklich Geschäfte auf Basis nicht öffentlicher Informationen, die Nutzer aufgrund ihrer beruflichen Stellung erlangen.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bezeichnete den Vorgang als „zutiefst bedauerlich und ehrlich gesagt eine Schande“. Präsident Trump selbst habe die Beurlaubung angeordnet; Perez werde nicht länger im Weißen Haus arbeiten. Bereits im März hatte die Hausleitung in einem internen Memorandum vor der Nutzung nicht öffentlicher Informationen für Wetten auf Vorhersagemärkten gewarnt und dies als schwerwiegenden Verstoß bezeichnet, der nicht toleriert werde. Der Fall reiht sich in eine Serie von Insiderverdachtsfällen auf den stark gewachsenen Prognosemärkten ein: Erst im April erhob das Justizministerium Anklage gegen einen Soldaten, der mit geheimen Militärinformationen auf Polymarket über 400.000 Dollar gewonnen haben soll; der Senat verabschiedete im selben Monat eine Resolution, die Senatoren den Handel auf solchen Plattformen verbietet.
Für die Regulierung der Vorhersagemärkte, die in den USA von der CFTC beaufsichtigt werden, in mehreren europäischen Ländern – darunter Frankreich – hingegen verboten sind, wirft der Fall grundsätzliche Fragen auf. Die Plattformen selbst verweisen auf ihre Überwachungssysteme, doch die Nähe zwischen politischen Akteuren und den Märkten sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit: Trumps Sohn Donald Trump Jr. ist seit Januar 2025 Berater von Kalshi. Die Ermittlungen gegen Perez gelten als erster bekannter Fall, in dem ein Mitarbeiter des Weißen Hauses des Insiderhandels auf einem Vorhersagemarkt verdächtigt wird. Die CFTC strebt eine zivilrechtliche Einigung an; ein Abschluss der Vergleichsgespräche wird in den kommenden Wochen erwartet.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Israelische Presse | −0.70 | critical |
Die Untersuchung ist ein klarer Fall von Insiderhandel auf Vorhersagemärkten, und der Operator muss rechtliche Konsequenzen tragen.
Durch die Betonung des regulatorischen Rahmens und der Zusammenarbeit der Plattform legitimiert die Erzählung die Untersuchung als routinemäßige Durchsetzungsmaßnahme und spielt den Aspekt des persönlichen Verrats herunter.
Der Block lässt die dramatische Charakterisierung des Operators als vertrauenswürdigen Insider, der den Präsidenten betrogen hat, aus und konzentriert sich stattdessen auf die technischen Aspekte der Untersuchung.
Der Fall wird als möglicher Missbrauch privilegierter Informationen untersucht, und der Operator befindet sich in Vergleichsgesprächen mit den Regulierungsbehörden.
Durch die Darstellung der Fakten ohne dramatische Sprache bewahrt die Erzählung einen neutralen Ton und behandelt die Geschichte als routinemäßige Regulierungsangelegenheit.
Der Block lässt den skandalösen Ton und die Charakterisierung des Operators als vertrauenswürdigen Insider aus und berichtet stattdessen die Ereignisse in distanzierter Weise.
Dies ist ein schockierender Vertrauensbruch durch einen engen Mitarbeiter, der seine Position für persönlichen Gewinn genutzt hat, und das volle Ausmaß des Skandals muss aufgedeckt werden.
Durch die Verwendung emotional aufgeladener Sprache und die Betonung der langen Betriebszugehörigkeit des Operators und seiner Nähe zum Präsidenten konstruiert die Erzählung eine Geschichte von persönlichem Verrat und systemischem Missbrauch.
Der Block lässt die regulatorischen Details und die Tatsache, dass die Plattform die Wetten gemeldet hat, aus und konzentriert sich stattdessen auf den Skandal und die angebliche List des Operators.
Erweitere deinen Horizont
New Yorker Bürgermeister prüft rechtliche Grundlage für Festnahme Netanjahus
10 Sprachen · 20 Quellen
Aus Economy & MarketsKreditausfälle und Betrugsmeldungen steigen in Lateinamerika, während Kapitalzuflüsse Rekorde erreichen
5 Sprachen · 8 Quellen
Aus TechnologyKI spaltet Arbeitsmärkte: Prämien für Spezialisten, Stagnation für die Breite
1 Sprache · 3 Quellen