
Naomi Osaka eröffnet Wimbledon mit Kimono-Hommage und klarem Auftaktsieg
Die Japanerin besiegte Elsa Jacquemot 6:1, 7:5, nachdem sie in einem weißen Kimono inspiriert von ‚Kill Bill‘ die strengen Kleidervorschriften des Turniers respektierte und zugleich ihre kulturelle Identität zelebrierte.
Naomi Osaka ist mit einem unübersehbaren modischen Statement in die 140. Wimbledon Championships gestartet. Die 28-jährige Japanerin, ehemalige Weltranglistenerste, betrat Court 3 des All England Club in einem bodenlangen, reinweißen Kimono, bestickt mit Kranichen und Kirschblüten, und einem traditionellen Kanzashi-Haarschmuck. Erst unmittelbar vor dem ersten Ballwechsel legte sie das von der Tokioter Designerin Hana Yagi gefertigte Gewand ab und zeigte darunter ein weißes Nike-Kleid. Das anschließende Erstrundenmatch gegen die Französin Elsa Jacquemot gewann Osaka souverän mit 6:1 und 7:5.
Die Kleiderwahl war mehr als ein modischer Gag. Osaka erklärte nach der Partie, sie habe mit dem Kimono ihrer japanischen Herkunft Respekt zollen wollen – und zugleich eine ihrer liebsten Filmfiguren zitiert: O-Ren Ishii aus Quentin Tarantinos „Kill Bill“, dargestellt von Lucy Liu. „Sie trägt einen ganz weißen Kimono, und ich fand das immer unglaublich cool“, sagte Osaka. Die Verbindung von Tradition und Popkultur sei ihre Interpretation des strengen weißen Dresscodes von Wimbledon, der seit 1963 fast vollständig weiße Kleidung vorschreibt. Internationale Medien griffen diese Synthese auf: Während japanische Beobachter die respektvolle Referenz an die eigene Kultur würdigten, betonten britische Kommentatoren die geschickte Einhaltung der Turnierregeln.
Osaka hat sich in dieser Saison mit einer Reihe spektakulärer Auftritte als Stilikone der Tennisszene etabliert. Beim Australian Open erschien sie in einem von Quallen inspirierten Ensemble mit weitem Hut und Schleier, bei den French Open enthüllte sie unter einem schwarzen Zeremonienrock ein goldenes Paillettenkleid, das sie selbst als „den Eiffelturm bei Nacht“ beschrieb. In Wimbledon, so Osaka, habe sie die Farbe Weiß nie als Einschränkung empfunden, sondern als Gelegenheit, mit Mustern, Stoffen und Texturen zu spielen. Die Reaktionen des Publikums auf dem Weg zum Außenplatz waren unübersehbar: Zuschauer drehten sich nach ihr um, zückten Handys und riefen ihr Komplimente zu.
Sportlich ließ Osaka der Inszenierung eine konzentrierte Leistung folgen. Sie schlug 34 Winner, verwandelte vier von neun Breakbällen und beendete die Partie nach 79 Minuten. Die seit der Geburt ihrer Tochter 2023 wieder in den Top 20 geführte Spielerin, die in Wimbledon noch nie über die dritte Runde hinauskam, trifft nun auf Anastasia Gasanova oder Emiliana Arango. Dass die aufwendigen Outfits auch Druck erzeugen können, räumte Osaka ein: „Ein kleiner Teil von mir will gut spielen, damit ich sie weiter tragen kann.“ Für den Moment aber hat sie ihre Botschaft gesendet – und den nächsten Schritt im Turnier gemacht.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Naomi Osaka verwandelte Wimbledon erneut in einen Laufsteg, als sie in einem weißen Kimono den Platz betrat, der ihr japanisches Erbe und den Film Kill Bill würdigte. Das Outfit, das die strenge ganz weiße Kleiderordnung des Turniers respektierte, festigt ihr Image als Ikone, die Sport, Identität und disruptiven Stil vereint. Ihr Sieg in der ersten Runde fügte der triumphierenden Erzählung hinzu, dass persönlicher Ausdruck starre Traditionen überwindet.
Naomi Osaka faszinierte die Welt, als sie in einem eleganten, ganz weißen Kimono den Wimbledon-Platz betrat und dabei geschickt die Kleiderordnung des Turniers einhielt, während sie ihre japanischen kulturellen Wurzeln zur Schau stellte. Das Outfit, eine Zusammenarbeit mit einer Tokioter Designerin, setzt ihren Trend zu spektakulären Modeaussagen bei Grand Slams fort. Ihre Fähigkeit, Tradition mit modernem Flair zu verbinden, erntete breite Bewunderung.
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