
Brasilien dreht Partie gegen Japan und kontert Klements Prognose mit einem späten Tor
Ein Tor in der Nachspielzeit sichert Brasilien das Viertelfinale, während Neymar den deutschen Ökonomen Joachim Klement öffentlich verspottet, der Japans Sieg vorhergesagt hatte.
In der sechsten Minute der Nachspielzeit durchbrach Gabriel Martinelli die statistische Vorhersage, die dem deutschen Ökonomen Joachim Klement weltweit Aufmerksamkeit verschafft hatte. Sein Treffer zum 2:1 gegen Japan im NRG Stadium von Houston ließ Brasilien in die Runde der letzten Acht einziehen und beendete eine Partie, die nach Klements Modell mit einem japanischen Erfolg hätte enden sollen. Der Angreifer des FC Arsenal vollendete einen Ballgewinn des Teenagers Rayan, den Bruno Guimarães in die Tiefe schickte, und sorgte für einen Umschwung, der noch Minuten zuvor kaum absehbar schien.
Dabei hatte Japan die brasilianische Defensive früh vor Probleme gestellt. Kaishu Sano brachte die Mannschaft von Hajime Moriyasu in der 29. Minute in Führung, nachdem die Seleção zwar mehr Ballbesitz verzeichnete, sich aber wiederholt anfällig im Umschaltspiel zeigte. Casemiro glich in der 56. Minute per Kopf aus, doch erst Martinellis später Treffer verhinderte eine Verlängerung. Neymar, der erstmals in einer Weltmeisterschaft bei Verfügbarkeit ohne Einsatzminute blieb, kommentierte den Ausgang auf der Plattform X mit den Worten: „Sr. Joachim Klement … favor tentar na proxima copa“ – eine ironische Aufforderung, es beim nächsten Turnier erneut zu versuchen. Trainer Carlo Ancelotti erklärte, der Stürmer sei nur für eine mögliche Verlängerung vorgesehen gewesen.
Klement, der mit seinem Modell die Weltmeister von 2014, 2018 und 2022 korrekt benannt hatte, stützte seine Prognose auf Faktoren wie Pro-Kopf-Einkommen, Bevölkerungsgröße, Temperatur und die FIFA-Weltrangliste. In Interviews vor dem Turnier hatte er eingeräumt, dass sein Verfahren lediglich die Hälfte eines Spielausgangs erklären könne; der Rest sei Glück, Tagesform oder Schiedsrichterentscheidungen. Bereits in der Gruppenphase waren andere Vorhersagen des Modells nicht eingetreten – so hatte Klement etwa Südkorea und Tschechien im Achtelfinale gesehen, während Mexiko und Südafrika weiterkamen. In Brasilien wurde die fehlerhafte Prognose dennoch als zusätzliche Motivation wahrgenommen, und Neymars Spott fand in den sozialen Netzwerken rasch Verbreitung.
Brasilien trifft nun am kommenden Sonntag im MetLife Stadium in New Jersey auf den Sieger der Partie zwischen Norwegen und der Elfenbeinküste. Klements übergeordnete Vorhersage, die den Niederlanden den Titelgewinn gegen Portugal zuschreibt, bleibt von diesem Einzelergebnis unberührt. Der Ausgang des Abends von Houston unterstreicht jedoch die begrenzte Reichweite statistischer Modelle in einem Wettbewerb, in dem späte Tore und individuelle Aktionen ganze Szenarien umwerfen können.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Brasiliens Sieg über Japan widerlegte das statistische Orakel des deutschen Ökonomen Joachim Klement, der ihr Ausscheiden vorhergesagt hatte. Neymar verspottete ihn in den sozialen Medien, und die Presse feiert den Triumph der Leidenschaft über kalte Zahlen und hält den Traum vom sechsten Titel am Leben.
Neymar antwortete spielerisch auf den deutschen Ökonomen, dessen Modell eine japanische Überraschung vorhersagte. Der kurze Bericht hebt den Social-Media-Seitenhieb des Stars nach Brasiliens Sieg hervor und rahmt ihn als unbeschwerten Moment des Turniers ein.
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