
Deutschland scheitert im Elfmeterschießen an Paraguay – Nagelsmann will weitermachen
Nach dem Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Paraguay bekräftigt Bundestrainer Julian Nagelsmann seinen Willen zum Weitermachen, während im Verband und in der Öffentlichkeit eine Debatte über seine Zukunft entbrennt.
Jonathan Tah jagte den Ball weit über das Tor, und José Canale verwandelte den entscheidenden Strafstoß zum 4:3 für Paraguay. Deutschland war im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft 2026 in Foxborough, Massachusetts, ausgeschieden – zum ersten Mal überhaupt verlor eine deutsche Mannschaft ein Elfmeterschießen bei einer WM. Zuvor hatten bereits Kai Havertz und Nick Woltemade vom Punkt vergeben, während Paraguays Torhüter Orlando Gill zwei Schüsse parierte.
Paraguay war durch einen Kopfball von Julio Enciso in der 42. Minute in Führung gegangen. Deutschland, das über weite Strecken dominierte, aber in der ersten Halbzeit keinen Schuss auf das Tor brachte, glich nach der Pause aus: Florian Wirtz flankte, und Havertz köpfte zum 1:1 ein (54.). In der Verlängerung erzielte Jonathan Tah per Kopf zwar ein Tor, doch der Treffer wurde nach Videobeweis wegen eines Fouls am Torhüter aberkannt. So blieb es beim Remis, und die Entscheidung fiel vom Punkt.
Bundestrainer Julian Nagelsmann erklärte im ZDF, er sei „keiner, der wegläuft“, und stehe bereit, wenn der DFB es wünsche. Sein Vertrag läuft bis zur Europameisterschaft 2028. DFB-Sportdirektor Rudi Völler stärkte ihm den Rücken und nannte ihn „die richtige Person am richtigen Ort“. Kapitän Joshua Kimmich übernahm die Verantwortung der Spieler: „Wir haben das verbockt.“ In der deutschen Presse wurde die Zukunft des Trainers kontrovers diskutiert. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kommentierte, die Beziehung zwischen Nagelsmann und dem DFB sei „nicht mehr zu retten“, und Lothar Matthäus rechnete in der Bild mit einem Trainerwechsel. Jürgen Klopp, als möglicher Nachfolger gehandelt, wollte sich nicht äußern.
Für Deutschland ist es das dritte frühe Scheitern in Folge nach den Vorrunden-Aus 2018 und 2022. Paraguay hingegen feierte den größten Erfolg seit dem Viertelfinaleinzug 2010 und trifft nun auf Frankreich oder Schweden. Während bei der DFB-Elf junge Spieler wie Jamal Musiala und Florian Wirtz Hoffnungsträger bleiben, steht der Verband vor der Frage, ob Nagelsmann die Mannschaft zur EM 2028 führen soll. Die Entscheidung soll in den kommenden Tagen fallen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Das Ausscheiden Deutschlands ist ein peinliches Scheitern. Das Verhältnis zwischen Nagelsmann und dem Verband ist zerrüttet, nur ein Rücktritt kann die Glaubwürdigkeit wiederherstellen. Die deutsche Presse fordert einen sofortigen Wechsel an der Seitenlinie.
Deutschland steckt nach dem schockierenden Aus im Elfmeterschießen gegen Paraguay in der Krise. Nagelsmanns Zukunft ist ungewiss, doch er schließt einen Rücktritt aus. Der Fokus liegt auf der Reaktion des Verbandes und dem Weg zur EM.
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