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SportDienstag, 30. Juni 2026

Russlands Eiskunstläufer kehren als neutrale Athleten auf die internationale Bühne zurück

Der Internationale Skating-Verband ISU beendet die seit 2022 geltende Sperre und lässt Russen und Belarussen ab der Saison 2026/27 unter strengen Auflagen wieder zu.

Mit einem Paukenschlag kurz vor dem Saisonstart hat der Internationale Skating-Verband (ISU) die Eisfläche für russische und belarussische Athleten wieder freigegeben. Ab dem 1. Juli 2026 dürfen Eiskunstläufer, Eisschnellläufer und Shorttracker beider Länder wieder an allen internationalen Wettbewerben unter dem Dach des ISU teilnehmen – allerdings ausschließlich als neutrale Athleten ohne nationale Symbole. Die Entscheidung, die der Verband am 30. Juni nach wochenlangen Beratungen auf Teneriffa verkündete, beendet eine mehr als vierjährige Zwangspause, die unmittelbar nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im März 2022 verhängt worden war.

Der Weg zurück auf das internationale Parkett war schrittweise vorgezeichnet. Bereits für die Qualifikation zu den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina hatte der ISU eine Ausnahmeregelung geschaffen und insgesamt sechs russische Athleten – darunter die Einzelläufer Adeliia Petrosian und Petr Gumennik – unter neutralem Status starten lassen. Diese Teilnahmen verliefen nach Verbandsangaben „ohne sicherheitsrelevante Vorfälle“. Der Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte zudem im Dezember 2025 und Mai 2026 Empfehlungen ausgesprochen, die auf eine Rückkehr russischer und belarussischer Sportler drängten. Während andere Weltverbände wie jene für Turnen, Fechten oder Schwimmen bereits zuvor Athleten mit nationalen Hoheitszeichen zuließen, wählte der ISU einen restriktiveren Kurs.

Die nun geltenden Neutralitätskriterien sind streng: Wer aktiven Militärdienst in den Streitkräften oder Sicherheitsorganen leistet, sich nach Februar 2022 aktiv an Kampfhandlungen gegen die Ukraine beteiligt oder den Krieg öffentlich unterstützt hat, bleibt ausgeschlossen. Die Überprüfung erfolgt individuell durch den ISU-Rat oder eine unabhängige Kommission, wobei den Athleten ein Anhörungsrecht und eine Berufungsmöglichkeit eingeräumt werden. Sportlich bedeutet die Rückkehr einen Neuanfang unter erschwerten Bedingungen. Russland, das vor der Sperre bei Welt- und Europameisterschaften mit maximalen Quoten antrat, muss sich nun mit je einem Startplatz pro Disziplin begnügen. Einzig die beiden Olympiateilnehmer Petrosian und Gumennik verfügen über eine gesicherte Weltranglistenposition; alle übrigen Läufer müssen sich über die Challenger-Serie mühsam für die Grand-Prix-Etappen empfehlen.

Aus Moskau kam umgehend Zustimmung. Die dreifache Olympiasiegerin und Duma-Abgeordnete Irina Rodnina begrüßte den Beschluss und verwies darauf, dass die Welt auch ohne Fahne und Hymne wisse, „dass dies das Team Russland ist“. Die Trainerlegende Tatjana Tarassowa sprach von einem wichtigen Tag für den russischen Sport. In Kiew und mehreren europäischen Hauptstädten stieß die Entscheidung dagegen auf scharfe Kritik, wie bereits bei ähnlichen Lockerungen anderer Verbände. Der ISU selbst betonte, die Sperre sei nie als Sanktion, sondern als Schutzmaßnahme für die Sicherheit aller Beteiligten gedacht gewesen. Die nächste Bewährungsprobe folgt unmittelbar: Mit dem Saisonbeginn am 1. Juli beginnt für die russischen Athleten der Kampf um Ranglistenpunkte und die Chance, sich für die ersten Grand-Prix-Wettbewerbe zu qualifizieren.

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Russische & GUS-PresseKontinentaleuropäische Presse
Russische & GUS-Presse/ Staatlich
TriumphPragmatismus

Die ISU-Entscheidung bedeutet eine triumphale Rückkehr der russischen Eiskunstläufer auf die internationale Bühne. Das Verbot von Flagge und Hymne wird als handhabbare technische Formalie betrachtet, während der russische Verband als einer der einflussreichsten der Welt gilt. Der Fokus liegt ganz auf der kommenden Wettkampfsaison und der Chance, wieder zu siegen.

Kontinentaleuropäische Presse
SkepsisDistanz

Die ISU lässt russische und belarussische Eiskunstläufer unter strengen Auflagen als neutrale Athleten vorsichtig wieder zu. Wer den Krieg gegen die Ukraine unterstützt hat oder in den Streitkräften diente, bleibt ausgeschlossen; die Rückkehr von Kampfrichtern und Offiziellen wird verschoben. Der Schritt wird als konditionale Maßnahme dargestellt, die fortlaufend auf Sicherheit und Integrität überprüft wird.

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Dienstag, 30. Juni 2026

Russlands Eiskunstläufer kehren als neutrale Athleten auf die internationale Bühne zurück

Der Internationale Skating-Verband ISU beendet die seit 2022 geltende Sperre und lässt Russen und Belarussen ab der Saison 2026/27 unter strengen Auflagen wieder zu.

Mit einem Paukenschlag kurz vor dem Saisonstart hat der Internationale Skating-Verband (ISU) die Eisfläche für russische und belarussische Athleten wieder freigegeben. Ab dem 1. Juli 2026 dürfen Eiskunstläufer, Eisschnellläufer und Shorttracker beider Länder wieder an allen internationalen Wettbewerben unter dem Dach des ISU teilnehmen – allerdings ausschließlich als neutrale Athleten ohne nationale Symbole. Die Entscheidung, die der Verband am 30. Juni nach wochenlangen Beratungen auf Teneriffa verkündete, beendet eine mehr als vierjährige Zwangspause, die unmittelbar nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im März 2022 verhängt worden war.

Der Weg zurück auf das internationale Parkett war schrittweise vorgezeichnet. Bereits für die Qualifikation zu den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina hatte der ISU eine Ausnahmeregelung geschaffen und insgesamt sechs russische Athleten – darunter die Einzelläufer Adeliia Petrosian und Petr Gumennik – unter neutralem Status starten lassen. Diese Teilnahmen verliefen nach Verbandsangaben „ohne sicherheitsrelevante Vorfälle“. Der Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte zudem im Dezember 2025 und Mai 2026 Empfehlungen ausgesprochen, die auf eine Rückkehr russischer und belarussischer Sportler drängten. Während andere Weltverbände wie jene für Turnen, Fechten oder Schwimmen bereits zuvor Athleten mit nationalen Hoheitszeichen zuließen, wählte der ISU einen restriktiveren Kurs.

Die nun geltenden Neutralitätskriterien sind streng: Wer aktiven Militärdienst in den Streitkräften oder Sicherheitsorganen leistet, sich nach Februar 2022 aktiv an Kampfhandlungen gegen die Ukraine beteiligt oder den Krieg öffentlich unterstützt hat, bleibt ausgeschlossen. Die Überprüfung erfolgt individuell durch den ISU-Rat oder eine unabhängige Kommission, wobei den Athleten ein Anhörungsrecht und eine Berufungsmöglichkeit eingeräumt werden. Sportlich bedeutet die Rückkehr einen Neuanfang unter erschwerten Bedingungen. Russland, das vor der Sperre bei Welt- und Europameisterschaften mit maximalen Quoten antrat, muss sich nun mit je einem Startplatz pro Disziplin begnügen. Einzig die beiden Olympiateilnehmer Petrosian und Gumennik verfügen über eine gesicherte Weltranglistenposition; alle übrigen Läufer müssen sich über die Challenger-Serie mühsam für die Grand-Prix-Etappen empfehlen.

Aus Moskau kam umgehend Zustimmung. Die dreifache Olympiasiegerin und Duma-Abgeordnete Irina Rodnina begrüßte den Beschluss und verwies darauf, dass die Welt auch ohne Fahne und Hymne wisse, „dass dies das Team Russland ist“. Die Trainerlegende Tatjana Tarassowa sprach von einem wichtigen Tag für den russischen Sport. In Kiew und mehreren europäischen Hauptstädten stieß die Entscheidung dagegen auf scharfe Kritik, wie bereits bei ähnlichen Lockerungen anderer Verbände. Der ISU selbst betonte, die Sperre sei nie als Sanktion, sondern als Schutzmaßnahme für die Sicherheit aller Beteiligten gedacht gewesen. Die nächste Bewährungsprobe folgt unmittelbar: Mit dem Saisonbeginn am 1. Juli beginnt für die russischen Athleten der Kampf um Ranglistenpunkte und die Chance, sich für die ersten Grand-Prix-Wettbewerbe zu qualifizieren.

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Die ISU-Entscheidung bedeutet eine triumphale Rückkehr der russischen Eiskunstläufer auf die internationale Bühne. Das Verbot von Flagge und Hymne wird als handhabbare technische Formalie betrachtet, während der russische Verband als einer der einflussreichsten der Welt gilt. Der Fokus liegt ganz auf der kommenden Wettkampfsaison und der Chance, wieder zu siegen.

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Die ISU lässt russische und belarussische Eiskunstläufer unter strengen Auflagen als neutrale Athleten vorsichtig wieder zu. Wer den Krieg gegen die Ukraine unterstützt hat oder in den Streitkräften diente, bleibt ausgeschlossen; die Rückkehr von Kampfrichtern und Offiziellen wird verschoben. Der Schritt wird als konditionale Maßnahme dargestellt, die fortlaufend auf Sicherheit und Integrität überprüft wird.

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