
Australische Wettbewerbsbehörde verklagt Amazon wegen unfairer Vertragsklauseln bei Prime Video
Die ACCC wirft dem Konzern vor, über eine Million Jahresabonnenten ohne Ausgleichsmöglichkeit zur Zahlung eines Aufpreises für werbefreies Streaming gezwungen zu haben.
Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission (ACCC) hat beim Bundesgericht Klage gegen die lokale Tochter von Amazon eingereicht. Gegenstand des Verfahrens sind nach Darstellung der Behörde fünf Klauseln in den Prime-Abonnementverträgen, die als unfair einzustufen seien. Amazon habe sich auf mindestens eine dieser Klauseln gestützt, als es im Juli 2024 Werbung in den Video-Streaming-Dienst integrierte. Für die mehr als eine Million betroffenen Jahresabonnenten, die bereits 79 Australische Dollar im Voraus entrichtet hatten, bedeutete dies laut ACCC: Wer weiterhin werbefrei streamen wollte, musste fortan monatlich 2,99 Dollar zusätzlich zahlen – ohne dass eine Kündigung oder Rückerstattung vorgesehen war.
Aus Sicht der ACCC-Vorsitzenden Gina Cass-Gottlieb wurden Verbraucher damit vor vollendete Tatsachen gestellt. „Kunden, die Werbung vermeiden wollten, blieb keine andere Wahl, als mehr zu zahlen, um den ursprünglich vereinbarten Service zu behalten“, wird sie in der Klageschrift zitiert. Die Behörde macht geltend, dass auch die US-Muttergesellschaft Amazon.com Services LLC in die Ausarbeitung der australischen Verträge eingebunden war und die globale Entscheidung zur Einführung von Werbung traf. Amazon Australien erklärte gegenüber Reuters, man prüfe die Klage eingehend und habe während der gesamten Untersuchung mit der ACCC kooperiert.
Der Fall fügt sich in ein globales Muster ein, bei dem Streaming-Anbieter ihre Preismodelle neu justieren. In Brasilien erhöhte Disney+ kürzlich die Preise für alle Abonnementstufen um bis zu sieben Prozent, während Amazon selbst in ausgewählten Märkten den Preis für Apple-TV+-Kanäle über Prime Video im Rahmen von Sonderaktionen vorübergehend um mehr als die Hälfte senkte. Aus Branchenkreisen in Nordamerika und Europa verlautet, dass Plattformen angesichts gesättigter Märkte zunehmend auf werbefinanzierte Einstiegsmodelle und Preisdifferenzierung setzen, um das Abonnentenwachstum zu stützen. Die australische Klage wirft nun die Frage auf, inwieweit einseitige Vertragsanpassungen ohne angemessene Ausstiegsoptionen mit Verbraucherschutzstandards vereinbar sind.
Die ACCC beantragt neben Feststellungsurteilen und Geldstrafen auch Entschädigungsleistungen für betroffene Kunden. Das Verfahren reiht sich in eine Serie regulatorischer Vorstöße gegen große Technologieplattformen in Australien ein, darunter ein kürzlich beigelegter Diskriminierungsfall gegen Uber. Mit einer ersten Anhörung vor dem Federal Court ist in den kommenden Monaten zu rechnen; die Ermittlungen der Behörde waren durch Verbraucherbeschwerden nach der Einführung der Werbung im Jahr 2024 ausgelöst worden.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die australische Verbraucherschutzbehörde hat rechtliche Schritte gegen Amazon eingeleitet und wirft dem Technologieriesen vor, über einer Million Prime-Abonnenten unfaire Vertragsbedingungen aufzuzwingen. In der Klage wird behauptet, Amazon habe einseitig Werbung eingeführt und Kunden gezwungen, für ein werbefreies Erlebnis extra zu zahlen, ohne eine Abhilfe anzubieten. Der Fall verdeutlicht die zunehmende regulatorische Kontrolle der Macht digitaler Plattformen gegenüber Verbrauchern.
Die indische Presse berichtet über die Klage der australischen Wettbewerbsbehörde gegen Amazon wegen Prime-Video-Werbung und stellt den Fall als einfachen Geschäftsstreit dar. Die Berichterstattung konzentriert sich auf die rechtlichen Vorwürfe und die Zahl der betroffenen Abonnenten, ohne eine starke Haltung einzunehmen. Die Geschichte wird als internationale regulatorische Entwicklung mit möglichen Auswirkungen auf Streaming-Märkte behandelt.
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