
Mexiko durchbricht den Bann: 2:0 gegen Ecuador und erstmals seit 1986 wieder im WM-Achtelfinale
Mit Toren von Quiñones und Jiménez beendet der Co-Gastgeber eine vier Jahrzehnte währende Serie von Niederlagen in K.-o.-Spielen und trifft nun auf England oder die DR Kongo.
Mexiko hat am Dienstagabend im Estadio Azteca eine Last von 40 Jahren abgeworfen. Der 2:0-Sieg gegen Ecuador im Sechzehntelfinale der WM 2026 ist der erste Erfolg in einer K.-o.-Partie seit dem Achtelfinale 1986, als das Team als Gastgeber Bulgarien bezwang. Julián Quiñones (22. Minute) und Raúl Jiménez (31.) sorgten mit zwei Treffern binnen neun Minuten für die Entscheidung, noch bevor eine Gewitterfront die Partie um eine Stunde verzögert hatte. Mexiko bleibt damit im Turnier ohne Gegentor und hat alle vier Spiele gewonnen.
Die frühe Dominanz der Gastgeber spiegelte sich in einer Vielzahl von Abschlüssen wider. Quiñones erlief einen langen Pass von Roberto Alvarado, ließ Willian Pacho aussteigen und hämmerte den Ball ins rechte obere Eck. Jiménez profitierte von einem Ballverlust der ecuadorianischen Defensive, kombinierte mit Quiñones und traf seinerseits unhaltbar in den Winkel. Ecuador fand nur einmal durch John Yeboah gefährlich vors Tor, dessen Schuss am Pfosten landete. Nach der Pause verwaltete Mexiko den Vorsprung kontrolliert, während der südamerikanische Vertreter zwar mehr Ballbesitz verzeichnete, aber kaum zwingende Chancen kreierte.
Aus lateinamerikanischer Perspektive markiert der Abend eine Zeitenwende. Mexikanische Medien betonten, dass die Mannschaft von Javier Aguirre erstmals seit sieben aufeinanderfolgenden Achtelfinal-Niederlagen (1994 bis 2018) und dem Vorrunden-Aus 2022 wieder ein K.-o.-Spiel gewann. Ecuadorianische und argentinische Beobachter verwiesen auf das enttäuschende Turnierende für die „Tri“, die nach einem Sieg gegen Deutschland noch auf ein Weiterkommen gehofft hatte. Trainer Sebastián Beccacece kündigte unmittelbar nach dem Abpfiff seinen Rücktritt an. In der Nachspielzeit sah Piero Hincapié zudem die Rote Karte, weil er sich beim Sprechen mit einem Gegenspieler den Mund zuhielt – eine neue FIFA-Regel, die bereits zuvor für Diskussionen gesorgt hatte.
Für das deutsche Publikum ist der mexikanische Erfolg insofern von Belang, als der Co-Gastgeber nun im Achtelfinale auf den Sieger der Partie England gegen die Demokratische Republik Kongo trifft. Sollte England weiterkommen, stünde ein Duell mit einem europäischen Schwergewicht an, das auch Auswirkungen auf den weiteren Turnierverlauf haben könnte. Mexiko bestreitet dieses Spiel erneut im Azteca, wo es seit zehn WM-Partien ungeschlagen ist, ehe das Turnier ab dem Viertelfinale vollständig in die USA übersiedelt.
Statistisch untermauert wird die mexikanische Leistung durch die vierte weiße Weste in Serie: Torhüter Raúl Rangel ist neben Spaniens Unai Simón der einzige Keeper ohne Gegentor. Zudem stellte der 17-jährige Gilberto Mora einen Altersrekord auf: Er ist der zweitjüngste Spieler, der je in einem WM-K.-o.-Spiel in der Startelf stand – nur Pelé war 1958 noch jünger. Jiménez wiederum avancierte mit 35 Jahren zum ältesten mexikanischen Torschützen in einer K.-o.-Runde. Der nächste Gegner wird am Mittwoch in Atlanta ermittelt; das Achtelfinale steigt am Sonntag, den 5. Juli, erneut in Mexiko-Stadt.
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Mexiko hat einen vierzigjährigen Fluch gebrochen und Ecuador in einem euphorischen Azteca-Stadion mit 2:0 besiegt. Die Tore von Quiñones und Jiménez lösten nationale Begeisterung aus und nährten die Hoffnung auf einen tiefen Lauf beim Heimturnier. Der Sieg wird als historische Wiedergutmachung für El Tri gefeiert, das erstmals seit 1986 wieder ein K.-o.-Spiel gewann.
Gastgeber Mexiko besiegte Ecuador mit 2:0 und zog ins Achtelfinale ein. Ecuadors Hincapie sah spät die Rote Karte. Mexiko trifft nun auf den Sieger der Partie England gegen DR Kongo.
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