
Gefängnisvorfälle in Nordamerika und Argentinien: Geiselnahme, Flucht und Unruhen
In den USA, Kanada und Argentinien kam es am Wochenende und Montag zu sicherheitsrelevanten Ereignissen in Haftanstalten, darunter eine mehrstündige Geiselnahme in North Carolina.
In einem Gefängnis im Osten North Carolinas haben Insassen am frühen Montagmorgen Justizvollzugsbeamte überwältigt und Teile der Einrichtung unter ihre Kontrolle gebracht. Zwei Wärter wurden als Geiseln genommen, ein dritter Beamter konnte entkommen, wie die Polizei von Bertie County mitteilte.
Nach Angaben der Ermittlungsbehörde des Bundesstaates (SBI) begann die Übernahme gegen 5 Uhr Ortszeit in der Bertie-Martin Regional Detention Center in Windsor. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 88 Insassen und drei Wärter in der Anstalt. Durch Verhandlungen wurden gegen 9.30 Uhr 18 Häftlinge und die beiden gefangenen Wärter freigelassen; die Beamten erlitten Verletzungen und wurden medizinisch versorgt. Kurz darauf verließ eine weitere große Gruppe von Insassen das Gebäude. Am frühen Nachmittag drangen SBI und FBI in die Einrichtung ein und brachten die verbliebenen zehn Häftlinge wieder in Gewahrsam. Die Behörden bestätigten, dass alle Insassen und Bediensteten in Sicherheit seien. Die Ursache der Übernahme ist noch ungeklärt; ebenso blieb zunächst offen, warum nur drei Wärter die Anstalt beaufsichtigten.
In der kanadischen Provinz British Columbia stellte sich am Montag eine ehemalige Justizvollzugsbeamtin den Behörden, nachdem ein Haftbefehl wegen Vertrauensbruchs und Identitätsbetrugs gegen sie ergangen war. Die Frau war Fallmanagerin des verurteilten Mörders Rabih Alkhalil, der 2022 aus der Untersuchungshaft entkam und erst im September 2025 in Katar gefasst wurde. Kanadische Medien berichten, ein Zusammenhang zwischen den Vorwürfen und der Flucht sei derzeit nicht bestätigt; die Verteidigung habe Akteneinsicht beantragt. Auf Vancouver Island wurde zudem die Leiche eines 69-jährigen Häftlings entdeckt, der am 28. Juni aus einer Haftanstalt in Metchosin entkommen war. Die Polizei geht von einem Todesfall ohne Fremdeinwirkung aus, die Umstände werden untersucht.
In Argentinien ereignete sich am Sonntag ein ähnlicher Vorfall: Zwei Häftlinge flohen aus der Unidad Penal N°11 in Baradero, wurden jedoch nach einer großangelegten Fahndung in einem Feld wieder ergriffen. Bei der Rückführung der Flüchtigen kam es zu schweren Unruhen, mehrere Insassen kletterten auf die Dächer der Pavillons. Die Lage konnte erst nach Stunden durch den Einsatz einer Sondereinheit des Strafvollzugsdienstes beruhigt werden. Verletzte wurden nach Behördenangaben nicht registriert. Die Ermittlungen zu allen drei Vorfällen dauern an.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Eine Reihe von Gefängniskrisen hat Amerika erschüttert, von einer Geiselnahme in North Carolina über eine tödliche Flucht in Kanada bis hin zu einem Aufstand in Argentinien. Die Behörden stellten die Ordnung wieder her, doch die Untersuchungen zu den Sicherheitslücken dauern an.
In Argentinien flohen zwei Häftlinge aus dem Gefängnis von Baradero und lösten Unruhen aus, bevor sie wieder gefasst wurden. Taktische Einheiten griffen rasch ein, um die Ruhe wiederherzustellen, und die Lage wurde ohne größere Verletzungen unter Kontrolle gebracht.
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