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Verteidigung & SicherheitDienstag, 30. Juni 2026

Afghanische Taliban greifen Pakistan an – neue Eskalation nach Luftschlägen

Die Taliban-Regierung in Kabul hat Drohnenangriffe auf pakistanisches Gebiet geflogen, die nach eigenen Angaben Stellungen des Islamischen Staats galten; Pakistan meldet den Abschuss von vier Drohnen und droht mit Vergeltung.

Die Taliban-Regierung in Afghanistan hat nach eigenen Angaben erstmals seit Monaten wieder grenzüberschreitende Drohnenangriffe auf pakistanisches Territorium ausgeführt. Ziel der am Dienstag geflogenen Attacken seien Stützpunkte der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat in der Provinz Khorasan (ISIS-K) in den pakistanischen Provinzen Khyber Pakhtunkhwa und Belutschistan gewesen, erklärte das afghanische Verteidigungsministerium. Die Einrichtungen seien zur Planung von Anschlägen in Afghanistan genutzt worden. Die Angriffe erfolgten zwei Tage, nachdem Pakistan seinerseits Luftschläge in den afghanischen Grenzprovinzen Paktia, Paktika und Kunar durchgeführt hatte.

Aus pakistanischer Sicht stellt der Vorfall eine Provokation dar. Die Armeeführung in Islamabad teilte mit, die Luftabwehr habe vier einfache Drohnen abgeschossen, die von afghanischem Boden aus nach Belutschistan eingedrungen seien. Jede weitere Provokation werde eine angemessene Antwort erhalten. Die pakistanischen Luftschläge vom Sonntag richteten sich nach offizieller Darstellung gegen Verstecke militanter Gruppen und töteten 29 Aufständische. Die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) bestätigte hingegen den Tod von mindestens 28 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder. Die Taliban-Regierung sprach von 36 getöteten Zivilisten und nannte die pakistanischen Angriffe einen „feigen Akt“. Indien verurteilte die pakistanischen Luftschläge als „eklatanten Akt der Aggression“ und als Bedrohung für die regionale Stabilität.

Die wechselseitigen Angriffe lassen einen fragilen Waffenstillstand endgültig zerbrechen, der im Oktober nach wochenlangen blutigen Gefechten vereinbart worden war. Beobachter in der Region warnen, dass die erneute Eskalation einen breiteren Konflikt entlang der porösen Grenze auslösen könnte. Bereits in den vergangenen Monaten hatten intermittierende Grenzgefechte und Luftschläge Dutzende Tote und Vertreibungen auf beiden Seiten verursacht. Im Februar starben bei Zusammenstößen zahlreiche Menschen, im März tötete ein pakistanischer Angriff auf ein Drogenrehabilitationszentrum in Kabul Hunderte.

Hintergrund der Spannungen sind jahrzehntealte gegenseitige Vorwürfe. Pakistan beschuldigt die Taliban-Regierung, der Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP) und anderen militanten Gruppen Unterschlupf zu gewähren, die von afghanischem Boden aus Anschläge in Pakistan verüben. Kabul weist dies zurück und verweist seinerseits darauf, dass ISIS-K von pakistanischem Territorium aus operiere. Die jüngste Gewaltwelle wurde durch einen Selbstmordanschlag in Karatschi ausgelöst, bei dem drei pakistanische Paramilitärs getötet wurden und zu dem sich eine TTP-Splittergruppe bekannte. Die pakistanische Regierung sieht darin eine Bestätigung ihrer Sicherheitsbedenken, während die Taliban-Regierung die zivilen Opfer der pakistanischen Vergeltungsschläge als Beleg für eine unverhältnismäßige Gewaltanwendung anführt.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 5 Sprachen

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Subsaharisch-afrikanische PresseIndische & südasiatische Presse
Subsaharisch-afrikanische Presse/ Anglophon
EmpörungAlarmOpferrolle

Pakistanische Luftangriffe in afghanischen Provinzen töteten nach UN-Angaben mindestens 28 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder. Die Taliban-Regierung verurteilte den Angriff als feige Gräueltat. Die Grenzspannungen sind wieder aufgeflammt, und die Taliban reagierten mit Angriffen auf angebliche ISIS-Stellungen in Pakistan.

Indische & südasiatische Presse
SkepsisDistanz

Die afghanischen Taliban beanspruchten Drohnenangriffe auf ISIS-Stützpunkte in den pakistanischen Provinzen Belutschistan und Khyber Pakhtunkhwa. Sie behaupteten, eine Schule im Saran-Gebiet sei als Versteck für ISIS-Kämpfer genutzt worden. Die Angriffe bedeuten eine neue Eskalation der grenzüberschreitenden Spannungen.

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Dienstag, 30. Juni 2026

Afghanische Taliban greifen Pakistan an – neue Eskalation nach Luftschlägen

Die Taliban-Regierung in Kabul hat Drohnenangriffe auf pakistanisches Gebiet geflogen, die nach eigenen Angaben Stellungen des Islamischen Staats galten; Pakistan meldet den Abschuss von vier Drohnen und droht mit Vergeltung.

Die Taliban-Regierung in Afghanistan hat nach eigenen Angaben erstmals seit Monaten wieder grenzüberschreitende Drohnenangriffe auf pakistanisches Territorium ausgeführt. Ziel der am Dienstag geflogenen Attacken seien Stützpunkte der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat in der Provinz Khorasan (ISIS-K) in den pakistanischen Provinzen Khyber Pakhtunkhwa und Belutschistan gewesen, erklärte das afghanische Verteidigungsministerium. Die Einrichtungen seien zur Planung von Anschlägen in Afghanistan genutzt worden. Die Angriffe erfolgten zwei Tage, nachdem Pakistan seinerseits Luftschläge in den afghanischen Grenzprovinzen Paktia, Paktika und Kunar durchgeführt hatte.

Aus pakistanischer Sicht stellt der Vorfall eine Provokation dar. Die Armeeführung in Islamabad teilte mit, die Luftabwehr habe vier einfache Drohnen abgeschossen, die von afghanischem Boden aus nach Belutschistan eingedrungen seien. Jede weitere Provokation werde eine angemessene Antwort erhalten. Die pakistanischen Luftschläge vom Sonntag richteten sich nach offizieller Darstellung gegen Verstecke militanter Gruppen und töteten 29 Aufständische. Die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) bestätigte hingegen den Tod von mindestens 28 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder. Die Taliban-Regierung sprach von 36 getöteten Zivilisten und nannte die pakistanischen Angriffe einen „feigen Akt“. Indien verurteilte die pakistanischen Luftschläge als „eklatanten Akt der Aggression“ und als Bedrohung für die regionale Stabilität.

Die wechselseitigen Angriffe lassen einen fragilen Waffenstillstand endgültig zerbrechen, der im Oktober nach wochenlangen blutigen Gefechten vereinbart worden war. Beobachter in der Region warnen, dass die erneute Eskalation einen breiteren Konflikt entlang der porösen Grenze auslösen könnte. Bereits in den vergangenen Monaten hatten intermittierende Grenzgefechte und Luftschläge Dutzende Tote und Vertreibungen auf beiden Seiten verursacht. Im Februar starben bei Zusammenstößen zahlreiche Menschen, im März tötete ein pakistanischer Angriff auf ein Drogenrehabilitationszentrum in Kabul Hunderte.

Hintergrund der Spannungen sind jahrzehntealte gegenseitige Vorwürfe. Pakistan beschuldigt die Taliban-Regierung, der Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP) und anderen militanten Gruppen Unterschlupf zu gewähren, die von afghanischem Boden aus Anschläge in Pakistan verüben. Kabul weist dies zurück und verweist seinerseits darauf, dass ISIS-K von pakistanischem Territorium aus operiere. Die jüngste Gewaltwelle wurde durch einen Selbstmordanschlag in Karatschi ausgelöst, bei dem drei pakistanische Paramilitärs getötet wurden und zu dem sich eine TTP-Splittergruppe bekannte. Die pakistanische Regierung sieht darin eine Bestätigung ihrer Sicherheitsbedenken, während die Taliban-Regierung die zivilen Opfer der pakistanischen Vergeltungsschläge als Beleg für eine unverhältnismäßige Gewaltanwendung anführt.

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Neutral67%
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Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 5 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Subsaharisch-afrikanische PresseIndische & südasiatische Presse
Subsaharisch-afrikanische Presse/ Anglophon
EmpörungAlarmOpferrolle

Pakistanische Luftangriffe in afghanischen Provinzen töteten nach UN-Angaben mindestens 28 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder. Die Taliban-Regierung verurteilte den Angriff als feige Gräueltat. Die Grenzspannungen sind wieder aufgeflammt, und die Taliban reagierten mit Angriffen auf angebliche ISIS-Stellungen in Pakistan.

Indische & südasiatische Presse
SkepsisDistanz

Die afghanischen Taliban beanspruchten Drohnenangriffe auf ISIS-Stützpunkte in den pakistanischen Provinzen Belutschistan und Khyber Pakhtunkhwa. Sie behaupteten, eine Schule im Saran-Gebiet sei als Versteck für ISIS-Kämpfer genutzt worden. Die Angriffe bedeuten eine neue Eskalation der grenzüberschreitenden Spannungen.

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