
Israel nimmt US-Bürger wegen mutmaßlicher Spionage für Iran fest
Der 20-Jährige soll gegen Bezahlung sensible Anlagen fotografiert haben; die Anklage steht bevor.
Die israelische Polizei und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet haben nach eigenen Angaben einen 20-jährigen US-Bürger unter dem Verdacht der Spionage für Iran festgenommen. Die Verhaftung erfolgte bereits am 9. Juni, wurde jedoch erst am Dienstag nach Aufhebung einer Nachrichtensperre öffentlich gemacht. Den israelischen Behörden zufolge gingen der Festnahme Hinweise nicht näher bezeichneter internationaler Sicherheitsstellen voraus. Dem Mann wird vorgeworfen, Kontakt zu iranischen Geheimdienstakteuren unterhalten und gegen Bezahlung sensible Orte in Israel dokumentiert zu haben.
Nach Darstellung der Ermittler soll der Verdächtige über mehrere Monate hinweg mit Führungsoffizieren des iranischen Nachrichtendienstes kommuniziert und verschiedene Aufträge ausgeführt haben, darunter das Fotografieren und Filmen sicherheitsrelevanter Anlagen. Für jede Mission habe er Beträge zwischen mehreren Dutzend und einigen Hundert Dollar erhalten. Ein leitender Ermittler der Jerusalemer Polizei erklärte, in den vergangenen Monaten seien mehrere Personen wegen Spionage für den Feind enttarnt worden, einige hätten ihre Taten während des Krieges begangen und so dem Feind geholfen, seine Pläne in Israel voranzutreiben. Nach Recherchen des Senders CNN Brasil handelt es sich um den ersten öffentlich bekannten Fall, in dem ein amerikanischer Staatsbürger in Israel unter einem solchen Verdacht inhaftiert wurde.
Der Fall reiht sich in eine Serie von Ermittlungen ein, die aus israelischer Sicht eine deutliche Zunahme iranischer Anwerbeversuche belegen. Laut dem Jahresbericht des Schin Bet für 2025 wurden im vergangenen Jahr 25 Personen wegen Spionage für Iran angeklagt und 120 mutmaßliche Vorfälle vereitelt – ein sprunghafter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Israelische Staatsanwälte hatten in früheren Verfahren darauf hingewiesen, dass mehrere der von mutmaßlichen Rekruten ausgespähten Orte später Ziel iranischer Raketenangriffe wurden. Teheran hat sich zu den aktuellen Vorwürfen bislang nicht geäußert.
Die Untersuchungshaft des Verdächtigen wurde während der Ermittlungen mehrfach gerichtlich verlängert. Nach Abschluss der polizeilichen Untersuchung und der Vorlage einer Beweismittelgrundlage reichte die Staatsanwaltschaft eine Absichtserklärung zur Anklageerhebung ein. In den kommenden Tagen wird mit der formellen Anklage sowie einem Antrag auf Haftfortdauer bis zum Verfahrensende gerechnet. Eine Stellungnahme der US-Botschaft in Israel lag zunächst nicht vor.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Israelische Sicherheitskräfte haben einen 20-jährigen US-Bürger wegen Spionage für den Iran festgenommen. Der Verdächtige soll sensible Einrichtungen fotografiert und Kontakt zu iranischen Geheimdienstmitarbeitern gehalten haben, wofür er bezahlt wurde. Die Behörden werten dies als schweren Verstoß gegen die nationale Sicherheit und bereiten eine Anklage vor.
Israelische Medien haben über die Festnahme eines US-Bürgers berichtet und behauptet, er habe für den Iran spioniert. Die nicht unabhängig überprüften Vorwürfe stoßen auf Skepsis. Beobachter merken an, dass solche Anschuldigungen oft ohne konkrete Beweise auftauchen und anderen politischen Zwecken dienen.
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