
Nach umstrittenem WM-Aus: Kroatiens Trainer Dalic tritt zurück
Der 59-Jährige zieht die Konsequenzen aus dem Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Portugal und beendet eine Ära, die Kroatien zu WM-Silber und -Bronze führte.
Am Mittwoch gab der kroatische Fußballverband (HNS) den Rücktritt von Zlatko Dalic bekannt. Wenige Tage zuvor war die Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada im Sechzehntelfinale an Portugal gescheitert. Die 1:2-Niederlage nach Verlängerung am 3. Juli in Dallas war von einer dramatischen Schlussphase und einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung geprägt: Ein Treffer von Joško Gvardiol in der 103. Minute wurde wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung nach Videobeweis aberkannt, ehe der eingewechselte Gonçalo Ramos in der Nachspielzeit den Siegtreffer für Portugal erzielte. Dalic hatte bereits nach dem Spiel erklärt, dieses Ergebnis bedeute das „Ende einer Ära“.
Der 59-Jährige hatte das Amt im Oktober 2017 in einer sportlichen Krise übernommen und die Mannschaft innerhalb weniger Monate ins Finale der WM 2018 geführt. Dort unterlag Kroatien Frankreich mit 2:4, erreichte aber dennoch den größten Erfolg der Verbandsgeschichte. Es folgten der dritte Platz bei der WM 2022 in Katar und der Einzug ins Endspiel der Nations League 2023, das im Elfmeterschießen gegen Spanien verloren ging. In kroatischen Medien wird Dalic als erfolgreichster Trainer der Nationalmannschaft gewürdigt; der Verband sprach von einem „unglaublich erfolgreichen Kapitel“. Dalic selbst sagte, er gehe „mit Stolz, einen Beitrag zu den größten Errungenschaften des kroatischen Fußballs geleistet zu haben“.
Der Abschied fällt in eine Zeit des Umbruchs. Die sogenannte goldene Generation um den 40-jährigen Kapitän Luka Modrić, Ivan Perišić (37) und Mateo Kovačić (32) steht vor dem Ende ihrer internationalen Karrieren. Schon bei der WM 2026 war die Mannschaft die älteste des Turniers, und das frühe Aus offenbarte die Grenzen des erfahrenen Kaders. Aus deutscher Sicht kommentierte die Süddeutsche Zeitung, Dalic habe den kroatischen Fußball in die erfolgreichste Ära seiner Geschichte geführt, nun stehe ein personeller Neuanfang bevor. Auch in Russland und Brasilien wurde der Rücktritt als Teil einer bemerkenswerten Serie von Trainerwechseln während dieser WM registriert – Dalic ist bereits der zwölfte Coach, der sein Amt während oder unmittelbar nach dem Turnier abgibt.
Die Nachfolge ist offen. In kroatischen Medien werden der ehemalige Nationalspieler Slaven Bilić und der frühere Bundesliga-Stürmer Ivica Olić als Kandidaten gehandelt. Der Verband betonte, Dalics Name werde „für immer in goldenen Lettern in der Geschichte des kroatischen Fußballs geschrieben bleiben“. Der scheidende Trainer wünschte seinem Nachfolger und dem Team „neue Erfolge, an die er fest glaube“. Für Kroatien beginnt nun die Suche nach einem Coach, der den Übergang zu einer jüngeren Mannschaft gestalten kann – die nächsten Aufgaben in der Nations League und der Qualifikation zur Europameisterschaft 2028 stehen bereits im Kalender.
| Israelische Presse | −0.30 | critical |
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| Russische & GUS-Presse | +0.70 | aligned |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.80 | aligned |
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Kroatien wurde durch eine fragwürdige technologische Entscheidung beraubt.
Indem der Fokus auf das aberkannte Tor und die Ballverfolgungstechnologie gelegt wird, erzeugt die Erzählung eine Aura der Ungerechtigkeit und lenkt die Aufmerksamkeit von der Leistung des Teams auf die Schiedsrichterkontroverse.
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Zlatko Dalic ist der größte Trainer der kroatischen Geschichte, ein Ehrenmann, der ein unauslöschliches Vermächtnis hinterlässt.
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Dalics Reise mit Kroatien war ein Epos des Erfolgs, und sein Abschied ist ein Akt der Klasse und Dankbarkeit.
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Dalic geht nach neun Jahren, aber sein Abgang ist nur einer von vielen bei dieser WM: Der Zyklus schließt sich für viele.
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