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Wirtschaft & MärkteDienstag, 30. Juni 2026

Warren Buffett setzt Spende an Gates-Stiftung wegen Epstein-Prüfung aus

Erstmals seit 20 Jahren wartet der Investor die Ergebnisse einer externen Untersuchung ab, bevor er seine jährliche Milliardenzuwendung tätigt.

Warren Buffett hat seine für Ende Juni vorgesehene Spende an die Bill & Melinda Gates Foundation ausgesetzt. Es ist das erste Mal seit Beginn der regelmäßigen Zuwendungen im Jahr 2006, dass der 95-jährige Investor die traditionelle Übertragung von Berkshire-Hathaway-Aktien nicht vornimmt. Aus dem Umfeld Buffetts verlautete, er wolle zunächst die Ergebnisse einer externen Untersuchung abwarten, die die Verbindungen der Stiftung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein beleuchten soll.

Die Stiftung selbst hat die Anwaltskanzlei WilmerHale mit einer umfassenden Prüfung ihrer historischen Kontakte zu Epstein beauftragt. Hintergrund ist die Veröffentlichung von Akten des US-Justizministeriums, die Epsteins Netzwerk offenlegten und auch Bill Gates’ Bekanntschaft mit dem Finanzier dokumentieren. Gates hat wiederholt betont, keine Kenntnis von Epsteins Straftaten gehabt zu haben, und sich im Juni in einer nichtöffentlichen Anhörung vor dem Kongress für die Verbindung entschuldigt. Die Beziehung zwischen Buffett und Gates gilt seither als belastet; Buffett erklärte im März, seit der Aktenveröffentlichung nicht mehr mit Gates gesprochen zu haben.

Die ausgesetzte Spende ist Teil einer über zwei Jahrzehnte gewachsenen philanthropischen Verpflichtung: Insgesamt hat Buffett der Stiftung seit 2006 Aktien im Wert von rund 48 Milliarden Dollar übertragen. Die Gates Foundation, die weltweit in Gesundheit, Bildung und Armutsbekämpfung investiert, ist der größte private Stiftungsakteur der USA. Buffetts Entscheidung betrifft ausschließlich diese Institution; seine Zuwendungen an die Stiftungen seiner Kinder und die Susan Thompson Buffett Foundation bleiben unverändert. In der US-amerikanischen Philanthropie-Szene wird der Schritt aufmerksam registriert, zumal die Stiftung eine zentrale Rolle im 2010 von Buffett und Gates initiierten Giving Pledge einnimmt, der Milliardäre zur Abgabe des Großteils ihres Vermögens bewegen soll.

Die Ergebnisse der externen Prüfung werden im Laufe des Sommers erwartet. Buffett könnte seine Entscheidung über künftige Zuwendungen an die Gates Foundation bis zu seinem traditionellen Thanksgiving-Brief im November vertagen. Ein Abschluss der Untersuchung und die anschließende Reaktion des Investors gelten als nächster richtungsweisender Schritt.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Atlantische / angloamerikanische PresseIndische & südasiatische Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Wirtschaftlich
PragmatismusSkepsis

Buffetts aufgeschobene Spende an die Gates-Stiftung ist Teil eines breiteren generationenübergreifenden Vermögenstransfers, bei dem jüngere Erben wenig Loyalität zu traditionellen Beratern zeigen und auf wirkungsorientierte Philanthropie drängen. Das Abwarten der Epstein-Untersuchung spiegelt eine wachsende Forderung nach Rechenschaftspflicht und Transparenz wider.

Indische & südasiatische Presse
SkepsisPragmatismus

Buffetts Pause bricht mit einer 20-jährigen Tradition und steht im Einklang mit einem Generationenwechsel in der Philanthropie, da die Kinder der Milliardäre Impact Investing und Advocacy gegenüber traditionellen Spenden bevorzugen. Die Epstein-Untersuchung verleiht dieser Neuausrichtung der Prioritäten zusätzliche Dringlichkeit.

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Dienstag, 30. Juni 2026

Warren Buffett setzt Spende an Gates-Stiftung wegen Epstein-Prüfung aus

Erstmals seit 20 Jahren wartet der Investor die Ergebnisse einer externen Untersuchung ab, bevor er seine jährliche Milliardenzuwendung tätigt.

Warren Buffett hat seine für Ende Juni vorgesehene Spende an die Bill & Melinda Gates Foundation ausgesetzt. Es ist das erste Mal seit Beginn der regelmäßigen Zuwendungen im Jahr 2006, dass der 95-jährige Investor die traditionelle Übertragung von Berkshire-Hathaway-Aktien nicht vornimmt. Aus dem Umfeld Buffetts verlautete, er wolle zunächst die Ergebnisse einer externen Untersuchung abwarten, die die Verbindungen der Stiftung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein beleuchten soll.

Die Stiftung selbst hat die Anwaltskanzlei WilmerHale mit einer umfassenden Prüfung ihrer historischen Kontakte zu Epstein beauftragt. Hintergrund ist die Veröffentlichung von Akten des US-Justizministeriums, die Epsteins Netzwerk offenlegten und auch Bill Gates’ Bekanntschaft mit dem Finanzier dokumentieren. Gates hat wiederholt betont, keine Kenntnis von Epsteins Straftaten gehabt zu haben, und sich im Juni in einer nichtöffentlichen Anhörung vor dem Kongress für die Verbindung entschuldigt. Die Beziehung zwischen Buffett und Gates gilt seither als belastet; Buffett erklärte im März, seit der Aktenveröffentlichung nicht mehr mit Gates gesprochen zu haben.

Die ausgesetzte Spende ist Teil einer über zwei Jahrzehnte gewachsenen philanthropischen Verpflichtung: Insgesamt hat Buffett der Stiftung seit 2006 Aktien im Wert von rund 48 Milliarden Dollar übertragen. Die Gates Foundation, die weltweit in Gesundheit, Bildung und Armutsbekämpfung investiert, ist der größte private Stiftungsakteur der USA. Buffetts Entscheidung betrifft ausschließlich diese Institution; seine Zuwendungen an die Stiftungen seiner Kinder und die Susan Thompson Buffett Foundation bleiben unverändert. In der US-amerikanischen Philanthropie-Szene wird der Schritt aufmerksam registriert, zumal die Stiftung eine zentrale Rolle im 2010 von Buffett und Gates initiierten Giving Pledge einnimmt, der Milliardäre zur Abgabe des Großteils ihres Vermögens bewegen soll.

Die Ergebnisse der externen Prüfung werden im Laufe des Sommers erwartet. Buffett könnte seine Entscheidung über künftige Zuwendungen an die Gates Foundation bis zu seinem traditionellen Thanksgiving-Brief im November vertagen. Ein Abschluss der Untersuchung und die anschließende Reaktion des Investors gelten als nächster richtungsweisender Schritt.

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PragmatismusSkepsis

Buffetts aufgeschobene Spende an die Gates-Stiftung ist Teil eines breiteren generationenübergreifenden Vermögenstransfers, bei dem jüngere Erben wenig Loyalität zu traditionellen Beratern zeigen und auf wirkungsorientierte Philanthropie drängen. Das Abwarten der Epstein-Untersuchung spiegelt eine wachsende Forderung nach Rechenschaftspflicht und Transparenz wider.

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Buffetts Pause bricht mit einer 20-jährigen Tradition und steht im Einklang mit einem Generationenwechsel in der Philanthropie, da die Kinder der Milliardäre Impact Investing und Advocacy gegenüber traditionellen Spenden bevorzugen. Die Epstein-Untersuchung verleiht dieser Neuausrichtung der Prioritäten zusätzliche Dringlichkeit.

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