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Verteidigung & SicherheitDienstag, 30. Juni 2026

USA treiben Raketenrüstung im Pazifik voran – Neue Waffe mit 1850 km Reichweite

Die US-Luftwaffe plant eine konventionelle Rakete für Luft- und Bodenziele, während zeitgleich ein Seezielflugkörper getestet und ein neues Verteidigungssystem auf Guam stationiert wird.

Die US-Luftwaffe treibt die Entwicklung einer neuen konventionellen Langstreckenrakete mit der Bezeichnung AFLRW (Air Force Long Range Weapon) voran. Wie aus einer Einladung an die Rüstungsindustrie hervorgeht, soll die Waffe in Varianten für Luft-Luft- und Luft-Boden-Einsätze eine Reichweite von bis zu 1850 Kilometern erreichen – das Zehnfache der derzeitigen AIM-120D. Für Ende August ist ein Treffen mit potenziellen Herstellern auf der Eglin Air Force Base in Florida anberaumt. Parallel dazu erprobte ein strategischer Bomber vom Typ B-2 Spirit während des Manövers Valiant Shield 26 nördlich der Marianen den Seezielflugkörper LRASM (Long Range Anti-Ship Missile) mit 800 Kilometern Reichweite und versenkte ein Zielschiff. Auf der Insel Guam, einem zentralen Logistikknoten der USA im Westpazifik, wurde zudem das mobile Raketenabwehrsystem MRIC (Medium-Range Intercept Capability) erstmals im Rahmen einer Großübung eingesetzt.

Aus Washingtoner Sicht dienen die Programme der Sicherung eines „entscheidenden Vorteils“ gegenüber potenziellen Gegnern. Der Befehlshaber der Pazifik-Luftstreitkräfte, General Kevin Schneider, erklärte, die Fähigkeiten des B-2 unterstrichen das Bekenntnis zu Anpassungsfähigkeit und Flexibilität angesichts neuer Sicherheitsbedrohungen; vorrangiges Ziel sei ein „freier und offener Pazifik“. Das für die AFLRW zuständige Luftwaffenkommando betont, die Rakete solle „Herausforderungen der nächsten Generation bei Luft-Boden-Optionen“ begegnen. Das MRIC-System, eine Weiterentwicklung des israelischen Iron Dome, soll eine seit dem Ausmustern der Hawk-Systeme Ende der 1990er Jahre bestehende Lücke in der Mittelstrecken-Flugabwehr des US Marine Corps schließen. Die Stationierung auf Guam wird in US-Militärkreisen mit der Reichweite chinesischer Mittelstreckenraketen begründet, die die dortigen Luftwaffen- und Marinestützpunkte bedrohen.

Die technischen Implikationen sind weitreichend. Die AFLRW würde es Kampfflugzeugen wie F-22 oder F-35 ermöglichen, hochwertige Ziele – etwa AWACS-Aufklärer, Tankflugzeuge oder fliegende Gefechtsstände – weit außerhalb der eigenen Radarreichweite zu bekämpfen. Zur Zielerfassung über den Horizont hinaus setzt die US-Luftwaffe auf ein „Kill Web“ aus weltraumgestützten Sensoren, Drohnen und vernetzter Gefechtsführung. Die Boden-Boden-Variante soll Schiffe und Landziele aus derselben Distanz treffen können. Der LRASM-Test belegt die Fähigkeit, von Tarnkappenbombern aus strategische Seeziele anzugreifen. Das MRIC wiederum nutzt das Radar G/ATOR und bis zu 20 SkyHunter-Abfangraketen – die amerikanische Version des israelischen Tamir – zur 360-Grad-Abwehr von Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern.

Die Vorstöße fallen in eine Phase beschleunigter Modernisierung der US-Streitkräfte. Unabhängig von den konventionellen Programmen gab die Marine bekannt, erstmals seit 40 Jahren mit der W93/Mk7 einen neuen nuklearen Sprengkopf für die seegestützte Abschreckung zu entwickeln. Er soll auf der lebensverlängerten Trident-II-D5-Rakete eingesetzt werden, die ab den 2040er Jahren die neue U-Boot-Klasse Columbia bestücken wird. Beobachter in Washington sehen in der Bündelung von Projekten den Versuch, gegenüber der Volksrepublik China eine glaubwürdige Abschreckung über das gesamte Wirkungsspektrum – von der Flugabwehr über konventionelle Tiefschläge bis zur nuklearen Zweitschlagfähigkeit – aufrechtzuerhalten.

Die nächsten faktischen Schritte sind terminiert: Das Industrietreffen zur AFLRW findet im August statt; ein Zeitplan für die Einsatzreife wurde nicht genannt. Die MRIC-Systeme sollen zwischen 2026 und 2028 in allen drei niedrigen Flugabwehrbataillonen der Marines einsatzbereit sein, die ersten SkyHunter-Interzeptoren werden bereits im Raytheon-Rafael-Werk in Arkansas produziert. Die Integration des LRASM in die Bomberflotte wird fortgesetzt. Das Dossier zeigt eine US-Militärplanung, die auf absehbare Zeit den Schwerpunkt auf weitreichende Präzisionswaffen und mehrschichtige Verteidigungsarchitekturen im Indopazifik legt.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Russische & GUS-PresseIsraelische Presse
Russische & GUS-Presse/ Staatlich
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Die USA beschleunigen ihre Aufrüstung im Pazifik mit Raketentests von Tarnkappenbombern, einem neuen Atomsprengkopf und einer 1.850-km-Rakete. Die Darstellung deutet auf eine gefährliche Eskalation hin, die China beantwortet, aber globale Instabilität schürt.

Israelische Presse/ Sicherheit
AlarmDringlichkeit

Amerika entwickelt eine 'Weltuntergangsrakete' mit 1.000 Seemeilen Reichweite, eine konventionelle Waffe, die die moderne Kriegsführung revolutionieren soll. Der Schritt wird als dramatische Antwort auf die strategische Lücke zu China im Pazifik dargestellt.

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Dienstag, 30. Juni 2026

USA treiben Raketenrüstung im Pazifik voran – Neue Waffe mit 1850 km Reichweite

Die US-Luftwaffe plant eine konventionelle Rakete für Luft- und Bodenziele, während zeitgleich ein Seezielflugkörper getestet und ein neues Verteidigungssystem auf Guam stationiert wird.

Die US-Luftwaffe treibt die Entwicklung einer neuen konventionellen Langstreckenrakete mit der Bezeichnung AFLRW (Air Force Long Range Weapon) voran. Wie aus einer Einladung an die Rüstungsindustrie hervorgeht, soll die Waffe in Varianten für Luft-Luft- und Luft-Boden-Einsätze eine Reichweite von bis zu 1850 Kilometern erreichen – das Zehnfache der derzeitigen AIM-120D. Für Ende August ist ein Treffen mit potenziellen Herstellern auf der Eglin Air Force Base in Florida anberaumt. Parallel dazu erprobte ein strategischer Bomber vom Typ B-2 Spirit während des Manövers Valiant Shield 26 nördlich der Marianen den Seezielflugkörper LRASM (Long Range Anti-Ship Missile) mit 800 Kilometern Reichweite und versenkte ein Zielschiff. Auf der Insel Guam, einem zentralen Logistikknoten der USA im Westpazifik, wurde zudem das mobile Raketenabwehrsystem MRIC (Medium-Range Intercept Capability) erstmals im Rahmen einer Großübung eingesetzt.

Aus Washingtoner Sicht dienen die Programme der Sicherung eines „entscheidenden Vorteils“ gegenüber potenziellen Gegnern. Der Befehlshaber der Pazifik-Luftstreitkräfte, General Kevin Schneider, erklärte, die Fähigkeiten des B-2 unterstrichen das Bekenntnis zu Anpassungsfähigkeit und Flexibilität angesichts neuer Sicherheitsbedrohungen; vorrangiges Ziel sei ein „freier und offener Pazifik“. Das für die AFLRW zuständige Luftwaffenkommando betont, die Rakete solle „Herausforderungen der nächsten Generation bei Luft-Boden-Optionen“ begegnen. Das MRIC-System, eine Weiterentwicklung des israelischen Iron Dome, soll eine seit dem Ausmustern der Hawk-Systeme Ende der 1990er Jahre bestehende Lücke in der Mittelstrecken-Flugabwehr des US Marine Corps schließen. Die Stationierung auf Guam wird in US-Militärkreisen mit der Reichweite chinesischer Mittelstreckenraketen begründet, die die dortigen Luftwaffen- und Marinestützpunkte bedrohen.

Die technischen Implikationen sind weitreichend. Die AFLRW würde es Kampfflugzeugen wie F-22 oder F-35 ermöglichen, hochwertige Ziele – etwa AWACS-Aufklärer, Tankflugzeuge oder fliegende Gefechtsstände – weit außerhalb der eigenen Radarreichweite zu bekämpfen. Zur Zielerfassung über den Horizont hinaus setzt die US-Luftwaffe auf ein „Kill Web“ aus weltraumgestützten Sensoren, Drohnen und vernetzter Gefechtsführung. Die Boden-Boden-Variante soll Schiffe und Landziele aus derselben Distanz treffen können. Der LRASM-Test belegt die Fähigkeit, von Tarnkappenbombern aus strategische Seeziele anzugreifen. Das MRIC wiederum nutzt das Radar G/ATOR und bis zu 20 SkyHunter-Abfangraketen – die amerikanische Version des israelischen Tamir – zur 360-Grad-Abwehr von Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern.

Die Vorstöße fallen in eine Phase beschleunigter Modernisierung der US-Streitkräfte. Unabhängig von den konventionellen Programmen gab die Marine bekannt, erstmals seit 40 Jahren mit der W93/Mk7 einen neuen nuklearen Sprengkopf für die seegestützte Abschreckung zu entwickeln. Er soll auf der lebensverlängerten Trident-II-D5-Rakete eingesetzt werden, die ab den 2040er Jahren die neue U-Boot-Klasse Columbia bestücken wird. Beobachter in Washington sehen in der Bündelung von Projekten den Versuch, gegenüber der Volksrepublik China eine glaubwürdige Abschreckung über das gesamte Wirkungsspektrum – von der Flugabwehr über konventionelle Tiefschläge bis zur nuklearen Zweitschlagfähigkeit – aufrechtzuerhalten.

Die nächsten faktischen Schritte sind terminiert: Das Industrietreffen zur AFLRW findet im August statt; ein Zeitplan für die Einsatzreife wurde nicht genannt. Die MRIC-Systeme sollen zwischen 2026 und 2028 in allen drei niedrigen Flugabwehrbataillonen der Marines einsatzbereit sein, die ersten SkyHunter-Interzeptoren werden bereits im Raytheon-Rafael-Werk in Arkansas produziert. Die Integration des LRASM in die Bomberflotte wird fortgesetzt. Das Dossier zeigt eine US-Militärplanung, die auf absehbare Zeit den Schwerpunkt auf weitreichende Präzisionswaffen und mehrschichtige Verteidigungsarchitekturen im Indopazifik legt.

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Die USA beschleunigen ihre Aufrüstung im Pazifik mit Raketentests von Tarnkappenbombern, einem neuen Atomsprengkopf und einer 1.850-km-Rakete. Die Darstellung deutet auf eine gefährliche Eskalation hin, die China beantwortet, aber globale Instabilität schürt.

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AlarmDringlichkeit

Amerika entwickelt eine 'Weltuntergangsrakete' mit 1.000 Seemeilen Reichweite, eine konventionelle Waffe, die die moderne Kriegsführung revolutionieren soll. Der Schritt wird als dramatische Antwort auf die strategische Lücke zu China im Pazifik dargestellt.

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