
US-Sanktionen gegen Kuba: Schifffahrtsriesen stellen Verbindungen ein – Spanische Hotelketten in Bedrängnis
Nach einer US-Exekutivanordnung stoppen CMA CGM und Hapag-Lloyd alle Reservierungen für Kuba. Die spanische Tourismusindustrie, bereits von Treibstoffknappheit betroffen, gerät weiter unter Druck.
Zwei der größten Containerschifffahrtsgesellschaften der Welt, die französische CMA CGM und die deutsche Hapag-Lloyd, haben mit sofortiger Wirkung alle Neu- und Umbuchungen für Kuba eingestellt. Grund ist eine Exekutivanordnung der US-Regierung vom 1. Mai, welche die bestehenden Handelssanktionen gegen die Insel verschärft. Die Reedereien betonten in separaten Stellungnahmen, sie beobachteten die Lage genau und würden ihre Operationen den geltenden Vorschriften anpassen. Schätzungen zufolge sind bis zu sechzig Prozent des kubanischen Frachtvolumens betroffen.
Die Entscheidung trifft Kuba in einem Moment akuter Treibstoffknappheit. Seit dem Sturz von Nicolás Maduro in Venezuela sind die Öllieferungen aus Caracas drastisch zurückgegangen; im April erreichte nur einer von acht benötigten Tankern die Insel. Die spanischen Hotelkonzerne Meliá, Iberostar und Barceló, die seit Jahrzehnten die Tourismusinfrastruktur Kubas prägen, sehen sich mit leeren Betten, Stromausfällen und einer rapiden Verschlechterung der Gästebedingungen konfrontiert. Aus Madrider Sicht steht das Engagement auf dem Karibikmarkt damit vor einer Zerreißprobe.
Aus Washingtoner Sicht ist die Anordnung Teil einer Strategie, die wirtschaftliche Isolierung Kubas zu vertiefen. Die Maßnahmen treffen jedoch vor allem europäische Unternehmen, die aufgrund langjähriger Handelsbeziehungen besonders exponiert sind. Sowohl CMA CGM als auch Hapag-Lloyd haben keine andere Wahl, als den US-Vorgaben zu folgen, um Sanktionen gegen ihre eigenen Geschäfte zu vermeiden. Beobachter in Berlin und Paris sehen darin einen weiteren Beleg für die extraterritoriale Reichweite amerikanischer Sanktionspolitik.
Für die deutschsprachige Wirtschaft ist der Schritt besonders signifikant: Hapag-Lloyd als einer der größten Linienreeder der Welt zieht sich aus einem Markt zurück, der ohnehin kaum noch Rendite abwirft. Die Frage ist nun, ob andere europäische Logistikkonzerne folgen werden. Solange die USA an ihrer harten Linie festhalten, wird Kuba sowohl beim Gütertransport als auch beim Tourismus weiter von der internationalen Gemeinschaft abgekoppelt. Die spanischen Hoteliers, die lange auf eine Erholung des Karibikziels setzten, müssen sich auf einen langen Winter einstellen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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The US sanctions against Cuba are already having tangible effects: two major shipping companies, Hapag-Lloyd and CMA CGM, have suspended bookings to the island, jeopardizing up to 60% of Cuba's maritime traffic. Latin American press emphasizes the overwhelming impact of Washington's unilateral measures, which hit not only Cuba but also Spanish hotel chains with interests on the island. The tone is one of concern over immediate economic consequences and criticism of the tightening sanctions.
The shipping giants CMA CGM and Hapag-Lloyd have suspended all bookings to and from Cuba following a US executive order of May 1. Russian press reports the news briefly and factually, without emotional commentary, but implicitly highlights the extraterritorial reach of US sanctions. The tone is detached, almost news-like, with underlying skepticism toward Washington's policy.
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