
Entführungsfall Nancy Guthrie: Zweite Botschaft behauptet Tod der 84-Jährigen
US-Medien berichten unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass eine zweite Lösegeldforderung den Tod von Nancy Guthrie kurz nach ihrer Entführung im Februar nahelegt; die Familie wendet sich mit einem dringenden Appell an die Öffentlichkeit.
Am 1. Februar verschwand die 84-jährige Nancy Guthrie aus ihrem Wohnhaus in Tucson, Arizona. Die örtlichen Behörden gehen von einer Entführung aus: An der Eingangstür wurden Blutspuren der Vermissten sichergestellt, zudem zeichnete eine Überwachungskamera in den frühen Morgenstunden einen maskierten und bewaffneten Mann auf, der sich an der Kamera zu schaffen machte. Nancy Guthrie ist die Mutter der bekannten NBC-Moderatorin Savannah Guthrie.
Wie mehrere US-Medien, darunter CNN und der lokale Sender KOLD in Tucson, am 23. Juni unter Berufung auf mit den Ermittlungen vertraute Personen berichteten, ging kurz nach dem Verschwinden eine erste Lösegeldforderung ein, die Millionen in Bitcoin verlangte. Wenige Tage später, um den 6. Februar, sei eine zweite Nachricht bei Medien und der Familie eingegangen. In dieser habe es geheißen, Nancy Guthrie sei kurz nach der Entführung gestorben – unbeabsichtigt, wie die Verfasser angaben – und „in der Natur begraben“ worden. Eine Zahlung für die Herausgabe des Leichnams wurde demnach nicht gefordert. Die Familie hatte bereits am 7. Februar in einem Video mitgeteilt, man habe „Ihre Nachricht erhalten und verstehen sie“, und um die Rückkehr der Mutter gebeten. Die Echtheit der Schreiben ist von den Behörden bislang nicht öffentlich bestätigt worden; Medien hatten sich auf Bitten der Ermittler bereit erklärt, Details zunächst zurückzuhalten, um künftige Kommunikation authentifizieren zu können.
Savannah Guthrie, die nach einer mehrwöchigen Abwesenheit wieder als Moderatorin der „Today“-Show auftritt, wandte sich am Dienstag unter Tränen an die Zuschauer. Sie betonte, nicht in die Berichterstattung ihres Senders eingebunden zu sein, und richtete einen eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit: „Jemand weiß etwas. Wir sind in Qualen und können keinen Frieden finden.“ Die Familie hat eine Belohnung von einer Million US-Dollar für Hinweise ausgesetzt, das FBI zusätzlich 100.000 Dollar. Die Suche nach der 84-Jährigen dauert an; bislang wurde weder ein Tatverdächtiger identifiziert noch der Leichnam gefunden.
Die Ermittlungen werden gemeinsam vom Pima County Sheriff’s Department und dem FBI geführt. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen gingen bei den Behörden mehr als 19.000 Hinweise ein. Freiwillige durchkämmten das Wüstengelände nahe Tucson sowie Gebiete an der mexikanischen Grenze, ohne Erfolg. Zwischen dem örtlichen Sheriff und dem FBI kam es Medienberichten zufolge zu Spannungen über die Frage, ob Beweismittel in einem privaten Labor in Florida oder in einem FBI-Labor analysiert werden sollten. Der Fall bleibt ungelöst, die Untersuchung wird nach Auskunft der Behörden „aktiv und fortlaufend“ geführt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Anglophone Medien berichten, dass eine zweite Lösegeldforderung an Medien behauptet, Nancy Guthrie sei nach der Entführung gestorben. Ermittler halten die Nachrichten für echt, die erste forderte Millionen in Bitcoin. Die Berichterstattung bleibt sachlich, beschreibt das Täterprofil und den Zeitablauf ohne Sensationslust.
Südostasiatische Medien stellen den Fall als sich vertiefendes Mysterium dar und betonen die erschreckende zweite Lösegeldforderung, die den Tod der älteren Mutter behauptet. Die Geschichte wird als fesselndes neues Kapitel inszeniert, das die Verwirrung und das Entsetzen über die Entführung der Mutter einer bekannten TV-Moderatorin hervorhebt.
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