
Minderjährige als Täter und Opfer: Schwere Kriminalfälle in vier Ländern
Die Polizei in Kanada, Indien, Russland und Australien berichtet von Festnahmen Jugendlicher wegen geplanter Schulangriffe, sexueller Gewalt und Entführung; in mehreren Fällen sind die Opfer ebenfalls minderjährig.
In Kanada, Indien, Russland und Australien sind in dieser Woche mehrere Minderjährige in schwere Straftaten verwickelt – als mutmassliche Täter und als Opfer. Die Behörden berichten von geplanten Schulmassakern, sexueller Gewalt und einer Entführung.
Nach Angaben der Polizei in Bridgewater (Nova Scotia) und der Royal Canadian Mounted Police wurde ein 15-Jähriger nun zusätzlich der Anstiftung zu einer Straftat beschuldigt. Der Jugendliche soll gemeinsam mit einem 14-Jährigen aus Manitoba zeitgleiche Angriffe auf zwei Schulen geplant haben. Bei Durchsuchungen fanden die Ermittler handschriftliche Pläne, Imitationswaffen sowie eine Rohrbombe und Kleidung mit Hasssymbolen. Der Hinweis kam vom FBI und von Interpol. Der 15-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft; sein Anwalt beantragte eine Vertagung der Anhörung auf den 14. Juli. Auch der 14-Jährige in Manitoba wurde angeklagt, unter anderem wegen Verschwörung zum Mord.
In Windsor (Ontario) nahm die Polizei einen 15-Jährigen fest, dem vorgeworfen wird, zwei Mädchen im Alter von 11 und 16 Jahren sexuell missbraucht und eine 13-Jährige körperlich attackiert zu haben. Die drei Opfer sollen den Beschuldigten in einem Park getroffen und in ein Haus begleitet haben, wo ihnen Alkohol verabreicht worden sei. Die 13-Jährige versuchte laut Polizei, die Übergriffe zu unterbinden, und wurde daraufhin aus dem Raum gedrängt. Eine Zeugin alarmierte die Polizei. Der Jugendliche wurde in einem nahegelegenen Park festgenommen; eine 37-jährige Frau wurde wegen Behinderung der Justiz angeklagt.
Im indischen Bundesstaat Tamil Nadu wurde ein Jugendlicher festgenommen, der gemeinsam mit zwei weiteren Verdächtigen eine 17-Jährige vergewaltigt haben soll. Das Opfer hatte nach eigenen Angaben über soziale Medien Kontakt zu den Männern aufgenommen. Ärzte stellten bei einer Untersuchung Anzeichen schwerer sexueller Gewalt fest und informierten die Polizei. Die Fahndung nach den zwei weiteren Tatverdächtigen läuft. Aus der russischen Teilrepublik Dagestan melden die Strafverfolgungsbehörden die Festnahme eines Mannes, der seine minderjährige Tochter sexuell missbraucht haben soll. Die Mutter des Kindes hatte Anzeige erstattet, nachdem das Sorgerecht zuvor dem Vater zugesprochen worden war. Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft.
In Melbourne (Australien) wurde ein 15-Jähriger festgenommen, der eine 17-jährige Schülerin vor ihrer Schule in Springvale South abgefangen und in ein Auto gezwungen haben soll. Die Polizei von Victoria teilt mit, dass das Mädchen quer durch die Stadt in den Vorort Tarneit gebracht wurde. Spezialeinheiten nahmen den Jugendlichen noch am selben Tag fest. Die Schülerin wurde in stabilem Zustand in ein Krankenhaus gebracht. Nach ersten Erkenntnissen kannten sich die Beteiligten. Eine Anklage wurde bislang nicht erhoben.
In allen Fällen sind die Ermittlungen nicht abgeschlossen. Die Behörden betonen, dass es sich um vorläufige Tatvorwürfe handelt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ein beunruhigendes Muster von Jugendgewalt zeigt sich in westlichen Ländern, mit neuen Anklagen in Kanada und einer Entführung in Australien. Die Behörden behandeln diese Fälle mit höchster Priorität und betonen die Gefahr für die öffentliche Sicherheit sowie die Notwendigkeit eines schnellen juristischen Eingreifens.
In Indien wurden zwei getrennte Fälle von sexuellem Missbrauch an minderjährigen Mädchen gemeldet, die zu schnellen Festnahmen führten. Die Polizei ermittelt in den Vorfällen, an denen ein 17-jähriges und ein 8-jähriges Opfer beteiligt sind, und hat jede notwendige Unterstützung zugesichert.
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