
Von Brasilien bis Indien: Bewaffnete Raubzüge und ein Tempeldiebstahl erschüttern Gemeinden
Am Montag meldeten Behörden aus Südamerika, Mexiko, Israel und Indien eine Reihe von Eigentumsdelikten, bei denen Schüsse fielen, ein Verdächtiger von Anwohnern verletzt und ein Tempel geplündert wurde.
In mehreren Städten weltweit ereigneten sich am Montag teils gewaltsame Eigentumsdelikte. In der brasilianischen Stadt Curitiba drangen zwei Bewaffnete in ein Juweliergeschäft eines Einkaufszentrums ein und gaben Schüsse ab; im mexikanischen Naucalpan feuerten Angreifer von einem Motorrad aus auf eine Menschengruppe und verletzten zwei Personen; im argentinischen Neuquén wurde ein mutmaßlicher Dieb von Anwohnern gestellt und zusammengeschlagen; im indischen Karnal plünderten Unbekannte den Spendenkasten eines Tempels. In der israelischen Stadt Bnei Brak wurde zudem ein Einbruch in eine Synagoge bekannt, bei dem wertvolle Silbergegenstände entwendet worden waren.
Die bewaffneten Überfälle in Brasilien und Mexiko weisen Parallelen auf. In Curitiba betraten die Täter nach Angaben der Militärpolizei von Paraná am Nachmittag das Juweliergeschäft im Shopping Crystal, überwältigten einen Sicherheitsmann und eine Angestellte und entwendeten Schmuckstücke. Während der Tat fielen Schüsse; verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Ein Verdächtiger wurde auf einem Überwachungsvideo festgehalten, wie er mit einem Sack voller Beute floh. Die Polizei richtete eine Ringfahndung im Stadtzentrum ein. In Naucalpan im Bundesstaat México eröffneten Unbekannte auf einem Motorrad das Feuer auf eine Gruppe, die auf offener Straße Alkohol konsumierte. Zwei Menschen erlitten Schussverletzungen, über deren Schwere die Behörden zunächst keine Angaben machten. Am Tatort sicherten Ermittler mindestens zehn Patronenhülsen; Festnahmen gab es nicht.
In Argentinien und Kolumbien richtete sich die Gewalt teils gegen die mutmaßlichen Täter selbst. In der Ortschaft Centenario in der Provinz Neuquén versuchten zwei Männer ein Motorrad zu stehlen. Einem gelang die Flucht, der andere wurde von Anwohnern und Geschäftsleuten ergriffen. Laut Zeugenberichten, die das Portal ADN Sur zitierte, schlugen und traten die Verfolger auf den am Boden liegenden Mann ein, bis er blutend um Gnade flehte. Die Polizei brachte den Verletzten unter Bewachung in ein Krankenhaus. In der kolumbianischen Stadt Cúcuta drangen zwei mit Motorradhelmen maskierte Männer in ein Geschäft ein, bedrohten eine Jugendliche mit einer Schusswaffe und raubten ihr Goldschmuck. Auf der Flucht gab einer der Täter einen Schuss auf eine Glasscheibe ab; Splitter verletzten die Hand der Minderjährigen. Sie wurde medizinisch versorgt, die Polizei wertet Aufnahmen von Überwachungskameras aus.
Religiöse Stätten waren Ziel von Diebstählen in Indien und Israel. Im nordindischen Karnal brachen Unbekannte in den Khatu-Shyam-Tempel ein und entwendeten aus dem Spendenkasten mehr als 100.000 Rupien (rund 1.100 Euro). Die Tat wurde am Samstagmorgen entdeckt; Videoaufnahmen zeigen zwei Verdächtige. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein, eine forensische Untersuchung des Tatorts wurde durchgeführt. In Bnei Brak bei Tel Aviv drangen nach Polizeiangaben in der vergangenen Woche maskierte und mit Spezialwerkzeug ausgerüstete Täter in die Synagoge der chassidischen Gemeinde Tshernobil ein. Sie stahlen Silbergegenstände im Wert von 120.000 Schekel (etwa 30.000 Euro), die für die rituellen Tische des Admor verwendet werden. Den Ermittlern gelang es, das Diebesgut sicherzustellen; die Täter sind weiterhin flüchtig. Geprüft wird ein möglicher Zusammenhang mit verdächtigen Personen, die am vorangegangenen Sabbat in der Umgebung gesehen wurden.
In sämtlichen Fällen dauern die Ermittlungen an. Festnahmen wurden – mit Ausnahme des in Neuquén festgehaltenen und anschließend hospitalisierten Verdächtigen – zunächst nicht gemeldet. Die Behörden bitten in mehreren Städten um Hinweise aus der Bevölkerung.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Eine Kriminalitätswelle in Lateinamerika umfasst bewaffnete Raubüberfälle, Schießereien und eine Selbstjustiz-Prügelattacke in Argentinien. In Neuquén fingen Nachbarn einen mutmaßlichen Motorraddieb und schlugen ihn auf der Straße, während er um Gnade flehte. Die Berichterstattung hebt die wachsende Unsicherheit und den gefährlichen Trend zur Selbstjustiz hervor.
Ein raffinierter Einbruch in eine Synagoge in Bnei Brak: Diebe stahlen silberne Gefäße im Wert von 120.000 Schekel vom Tisch des Rebben. Die Polizei fahndet nach einer professionellen Bande, und die Gemeinde trauert um Gegenstände von tiefem emotionalem und religiösem Wert.
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