
Schiesserei in jüdischem Viertel Montreals: Polizist, Zivilist und Angreifer tot
Bei einem Schusswaffenangriff im Stadtteil Côte-des-Neiges kamen am Montag ein Polizeibeamter, ein Zivilist und der mutmassliche Täter ums Leben; eine weitere Beamtin wurde verletzt.
Im dicht besiedelten Montrealer Stadtteil Côte-des-Neiges, der eine grosse jüdische Gemeinde beherbergt, sind am Montagmittag drei Menschen durch Schüsse getötet worden. Nach Angaben der örtlichen Polizei handelt es sich bei den Todesopfern um einen Beamten des Service de police de la Ville de Montréal, einen Zivilisten sowie den mutmasslichen Angreifer. Eine Polizistin erlitt schwere Verletzungen, ihr Zustand wurde später als stabil bezeichnet. Der Vorfall ereignete sich gegen 11.30 Uhr Ortszeit in einem Viertel mit koscheren Restaurants und Supermärkten, unweit jüdischer Schulen und Gemeindeeinrichtungen.
Polizeichef Fady Dagher schilderte, die Einsatzkräfte seien nach einem Notruf wegen einer bewaffneten Person zum Tatort geeilt und dort sofort unter Beschuss geraten. Der mit einem Langwaffengewehr ausgerüstete und in militärisch anmutender Kleidung auftretende Verdächtige sei von den Beamten erschossen worden. Über die Identität des getöteten Zivilisten und die genauen Umstände seines Todes machte die Polizei zunächst keine Angaben. Dagher sprach von einem «Albtraum» und betonte, es handle sich um den ersten im Dienst getöteten Polizisten Montreals seit 24 Jahren.
Das Motiv der Tat blieb vorerst ungeklärt. Die Lage des Tatorts in einem jüdisch geprägten Quartier nährte in sozialen Netzwerken und in israelischen Medien Spekulationen über einen antisemitischen Hintergrund. Der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, Yaakov Hagoel, sprach von einem «antisemitischen Terroranschlag». Die kanadischen Behörden widersprachen dem nicht ausdrücklich, mahnten jedoch zur Zurückhaltung. Die Premierministerin der Provinz Québec, Christine Fréchette, erklärte, es sei «unerlässlich, die Behörden ihre Arbeit machen zu lassen und jegliche Spekulation zu vermeiden». Das Centre for Israel and Jewish Affairs (CIJA) rief die Gemeindemitglieder zu erhöhter Wachsamkeit auf, während es die Lage beobachte.
Nach dem Schusswechsel riegelte die Polizei das Viertel weiträumig ab, forderte Anwohner auf, in ihren Häusern zu bleiben, und stellte den Verkehr auf einer nahen Autobahn zeitweise ein. Die unmittelbare Gefahr sei neutralisiert, es werde nicht nach weiteren Tatbeteiligten gesucht, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen zum Hergang und zu den Hintergründen dauern an.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Bei einer Schießerei im Stadtteil Côte-des-Neiges in Montreal kamen drei Menschen ums Leben: ein Polizist, der Verdächtige und ein Zivilist. Ein zweiter Beamter befindet sich in kritischem Zustand. Die Behörden gaben eine öffentliche Sicherheitswarnung heraus und forderten die Anwohner auf, Schutz zu suchen; später bestätigten sie, dass der Verdächtige neutralisiert wurde.
Die Schießerei ereignete sich in Côte-des-Neiges, einem Viertel Montreals mit einer großen jüdischen Gemeinde, koscheren Restaurants und jüdischen Schulen. Drei Menschen starben: ein Polizist, ein Passant und der Angreifer, der Berichten zufolge aus Alberta stammte und Tarnkleidung trug. Eine Polizistin wurde verletzt.
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