
Zwei Kinder in Frankreich bei extremer Hitzewelle in Auto tot aufgefunden
In Carpentras starben zwei Geschwister im Alter von zwei und vier Jahren; die Staatsanwaltschaft sieht die Hitzewelle als Hauptursache. Frankreich erlebt derzeit eine Rekordhitze mit weiteren Todesfällen und massiven Einschränkungen.
In der südfranzösischen Stadt Carpentras sind am Montag zwei Kinder im Alter von zwei und vier Jahren tot im Wagen der Familie aufgefunden worden. Nach Angaben der örtlichen Staatsanwaltschaft wurden die Geschwister am frühen Nachmittag in einem Wohnparkhaus in Herz-Kreislauf-Stillstand entdeckt; Wiederbelebungsversuche der Feuerwehr blieben erfolglos. Die Staatsanwältin Hélène Mourges erklärte, die genaue Todesursache sei noch nicht bestimmt, doch die Hitzewelle stelle die vorrangige Ermittlungshypothese dar. Ersten Zeugenaussagen zufolge könnten die Kinder unbemerkt in das Fahrzeug gelangt sein, während die Mutter Einkäufe erledigte. Die 33-Jährige wird derzeit von Rettungsdiensten betreut und konnte noch nicht befragt werden.
Der Vorfall ereignet sich inmitten einer außergewöhnlichen Hitzewelle, die Frankreich und weite Teile Westeuropas erfasst hat. Météo-France hat für 49 Départements die höchste Warnstufe Rot ausgerufen, in Bordeaux wurden am Montag Temperaturen von über 42 Grad Celsius gemessen. Nach Behördenangaben starben am Wochenende in der Region Gironde drei Senioren im Alter von 80 bis 95 Jahren an hitzebedingten Gesundheitsproblemen. Zudem meldete der Zivilschutz mindestens 13 Ertrunkene zwischen Samstag und Montagmorgen, da viele Menschen Abkühlung in Flüssen und Seen suchten. Landesweit blieben am Montag mehr als 800 Schulen geschlossen, weitere 1.800 passten ihre Unterrichtszeiten an; die Staatsbahn SNCF strich Dutzende Intercity-Verbindungen und rief gefährdete Personen dazu auf, Zugreisen zu verschieben.
Zur Todesursache der beiden Kinder in Carpentras betonte die Staatsanwaltschaft, dass die rechtsmedizinischen Untersuchungen noch am Anfang stünden. Die Ermittler prüfen, wie lange die Geschwister im Fahrzeug eingeschlossen waren und unter welchen genauen Umständen sie hineingelangten. Die Mutter steht bislang nicht als Beschuldigte im Fokus; die Behörden sprechen von einem möglichen Unglücksfall unter der extremen Hitzebelastung. In Carpentras selbst galt am Montag die Warnstufe Orange mit prognostizierten Höchstwerten um 39 Grad.
Die aktuelle Hitzewelle ist nach Mai bereits die zweite in diesem Jahr in Frankreich. Météo-France bezeichnet ihre Intensität als außergewöhnlich und zieht Vergleiche zur Hitzewelle vom August 2003, die landesweit nahezu 15.000 Todesopfer forderte. Auch in Spanien, Belgien, dem Vereinigten Königreich und weiteren Ländern wurden rote Hitzewarnungen ausgelöst; in England und Wales rechnet der Wetterdienst mit Temperaturen bis 40 Grad. Die Weltgesundheitsorganisation beziffert die hitzebedingten Todesfälle in Europa in den vergangenen vier Jahren auf über 200.000. Die französischen Behörden riefen die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht auf und verhängten in den rot eingestuften Départements ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Europa erlebt eine extreme Hitzewelle mit Temperaturen über 40°C. In Frankreich starben drei Menschen an hitzebedingten Gesundheitsproblemen, und fast 2.700 Schulen wurden geschlossen oder änderten ihre Stundenpläne. Auf dem gesamten Kontinent gaben die Behörden rote Warnungen heraus.
Eine starke Hitzewelle verschärft ihren Griff auf Europa, mit Temperaturen von bis zu 43°C in Teilen Frankreichs. Am Wochenende ertranken dreizehn Menschen, als die sengende Hitze die Menschenmassen ins Wasser trieb, und Hunderte von Schulen mussten schließen. Die Behörden warnten vor wachsenden Gesundheitsrisiken.
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