
Tödliche Gewalt im Westjordanland und in Gaza: Jugendliche und Studentin unter den Opfern
Israelische Streitkräfte töteten zwei palästinensische Jugendliche nahe der Siedlung Karmei Tzur und beschossen ein Fahrzeug in Gaza-Stadt, wobei eine Abiturientin starb.
Am Montag haben israelische Soldaten im südlichen Westjordanland zwei palästinensische Jugendliche erschossen und deren Leichname einbehalten. Nach übereinstimmenden Berichten palästinensischer Quellen, darunter die amtliche Nachrichtenagentur WAFA, handelte es sich um einen 15- und einen 19-Jährigen aus Beit Ummar. Der palästinensische Rote Halbmond erklärte, seine Teams seien am Zugang zu den Verletzten gehindert worden. Zeitgleich starb in Gaza-Stadt die 18-jährige Schülerin Raghad Ashour bei einem Luftangriff auf ein Zivilfahrzeug, als sie sich auf dem Weg zu ihrer elektronisch abgehaltenen Abschlussprüfung befand.
Das israelische Militär begründete den Einsatz bei Karmei Tzur damit, dass eine Gruppe Reifen in Brand gesetzt und Molotowcocktails auf die Siedlung geworfen habe. Zwei der Angreifer seien getötet, ein dritter „neutralisiert“ worden. Zu dem Vorfall in Gaza teilten die israelischen Streitkräfte mit, man habe ein Mitglied des militärischen Hamas-Flügels in einem Fahrzeug angegriffen. Man bedauere jeden Schaden für Unbeteiligte und ergreife alle möglichen Maßnahmen, um solche Folgen zu minimieren. Palästinensische Quellen sprechen von drei aufeinanderfolgenden Raketentreffern auf einen Hyundai Tucson in der belebten Ahmed-Abdel-Aziz-Straße; dabei seien ein Mann und eine Frau getötet sowie mehrere Zivilisten verletzt worden.
Die Vorfälle reihen sich in eine Serie von Gewaltakten ein, die nach Darstellung des palästinensischen Gesundheitsministeriums die seit Oktober 2025 geltende Waffenruhe im Gazastreifen zunehmend aushöhlen. Seit deren Inkrafttreten seien 1.028 Palästinenser getötet und 3.249 verletzt worden; 784 Leichen seien in diesem Zeitraum geborgen worden. Die kumulierte Opferzahl seit dem 7. Oktober 2023 beziffert das Ministerium auf 73.038 Tote und 173.357 Verwundete. Aus dem Westjordanland melden palästinensische und israelische Menschenrechtsorganisationen seit dem Überfall der Hamas eine deutliche Zunahme von Militärrazzien und Siedlergewalt. Nach UN-Angaben wurden dort allein seit Jahresbeginn 57 Palästinenser bei Vorfällen mit Siedlern oder dem Militär getötet.
Parallel zu den Tötungen weiteten israelische Kräfte ihre nächtlichen Razzien im Westjordanland aus. In Nablus, Tulkarem, Dschenin und Ramallah kam es zu Festnahmen und Durchsuchungen, wobei nach palästinensischen Angaben eine Frau und ein junger Mann verletzt sowie ein Arzt in Rantis festgenommen wurden. In Schuqba westlich von Ramallah setzten extremistische Siedler mehrere palästinensische Fahrzeuge in Brand. Die Vereinten Nationen warnen vor einer Rekordzahl von durchschnittlich sechs Siedlerangriffen pro Tag mit Personen- oder Sachschäden.
Die fragile Waffenruhe im Gazastreifen bleibt brüchig. Während die israelische Armee von gezielten Operationen gegen militärische Infrastruktur spricht, verweisen Beobachter in Ramallah und bei internationalen Hilfsorganisationen auf die anhaltende Blockade und die sich verschärfende humanitäre Krise. Konkrete diplomatische Schritte zur Stabilisierung der Lage sind derzeit nicht absehbar; die nächste Sitzung des UN-Sicherheitsrates zur Lage im Nahen Osten ist für kommende Woche anberaumt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Israelische Besatzungstruppen erschossen zwei palästinensische Teenager in der Nähe einer illegalen Siedlung und bombardierten ein Auto in Gaza, wobei eine Schülerin auf dem Weg zu ihren Abschlussprüfungen getötet wurde. Die brüchige Waffenruhe zerbricht unter den täglichen Massakern, während die Soldaten die Leichen der getöteten Jugendlichen zurückhalten. Die Zahl der Todesopfer hat 73.000 überschritten, und die Welt schweigt.
Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen wurden in den letzten 24 Stunden drei Palästinenser getötet, darunter eine 18-jährige Schülerin. Das israelische Militär bedauerte jeglichen Schaden an unbeteiligten Personen. Viele Opfer sind weiterhin unter Trümmern eingeschlossen und für Rettungsteams unerreichbar.
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