
Ukrainische Drohnen treffen Satellitenzentrum bei Moskau und Mikroelektronikfabrik – Russische Angriffe töten Zivilisten
In der Nacht zum Montag weiteten beide Kriegsparteien ihre Angriffe auf strategische Ziele im Hinterland aus; in der Ukraine starben mindestens sechs Menschen, darunter ein Kind, und ein Frachter im Schwarzen Meer wurde beschädigt.
In der Nacht zum Montag haben ukrainische Streitkräfte nach eigenen Angaben das Satellitenkommunikationszentrum Dubna rund 120 Kilometer nördlich von Moskau sowie eine Mikroelektronikfabrik in Woronesch mit Drohnen und Raketen angegriffen. Der Gouverneur der Region Woronesch, Alexander Gussew, bestätigte fünf Todesopfer in der Fabrik, die nach Darstellung Kiews Bauteile für russische Raketensysteme wie Iskander und Kalibr produziert. Gleichzeitig töteten russische Drohnenangriffe in der nordukrainischen Region Sumy einen 13-jährigen Jungen, seinen Vater und seine Großmutter; in Saporischschja starb eine Frau, drei weitere Personen wurden verletzt. Im Schwarzen Meer beschädigte ein russischer Drohnenangriff den unter panamaischer Flagge fahrenden Frachter „Victress“; ein ägyptischer Koch kam ums Leben, acht Besatzungsmitglieder mussten evakuiert werden.
Aus Kiewer Sicht sind die Schläge Teil einer systematischen Kampagne, um den Krieg auf russisches Territorium zu tragen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die ukrainische Reaktion werde „mit der Zeit stärker“; der Generalstab sprach von gezielten Angriffen auf militärische Logistik, Ölindustrie und Luftabwehr. Moskau hingegen betonte, die Luftabwehr habe in der Nacht 84 Drohnen über der Hauptstadtregion abgefangen und insgesamt mehr als 300 unbemannte Flugkörper im ganzen Land zerstört. Die Sprecherin des Zentrums in Dubna räumte einen „massiven Drohnenangriff“ ein, versicherte jedoch, der Sendebetrieb sei nicht unterbrochen worden. Der Kreml wertete Selenskyjs Äußerungen als „aggressive Drohungen“ und kündigte ein baldiges Gespräch zwischen Präsident Wladimir Putin und dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko über die Sicherheitslage an.
Die wechselseitigen Angriffe haben unmittelbare Auswirkungen auf die zivile Infrastruktur und die Seewege. Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim setzte die Verwaltung in Sewastopol alle Open-Air-Veranstaltungen ab und schaltete die Straßenbeleuchtung aus; zudem wurde der Treibstoffverkauf an Privatpersonen und Unternehmen ausgesetzt. Die Maßnahmen sind nach Angaben des Gouverneurs Michail Raswoschajew eine Folge ukrainischer Drohnenangriffe auf Versorgungsrouten und Energieanlagen, die zu einer Treibstoffkrise geführt haben. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete Russland als „Hauptbedrohung für die Sicherheit und den Wohlstand des Schwarzen Meeres“. Die UN-Mission zur Überwachung der Menschenrechte in der Ukraine verzeichnete zuletzt die höchste monatliche Zahl ziviler Opfer seit April 2022.
Die von Washington vermittelten Bemühungen um eine Waffenruhe sind bislang ohne Ergebnis geblieben. Während Moskau nach Darstellung westlicher Diplomaten weiterhin auf militärische Fortschritte setzt, beharrt Kiew auf der Wiederherstellung seiner territorialen Integrität. Die Ausweitung der ukrainischen Schläge auf Ziele tief im russischen Hinterland und die gleichzeitige Intensivierung russischer Angriffe auf Wohngebiete und Handelsschifffahrt deuten auf eine neue Eskalationsstufe hin, in der beide Seiten versuchen, die Kosten des Krieges für den Gegner zu erhöhen. Der Dossierstand bleibt offen; konkrete nächste Schritte auf diplomatischer Ebene sind nicht in Sicht.
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Moskau gibt an, in einer einzigen Nacht mehr als 80 Drohnen abgeschossen zu haben und damit seine Luftverteidigungsfähigkeiten zu demonstrieren. Unterdessen töteten russische Angriffe auf ukrainische Städte und ein Schiff im Schwarzen Meer mindestens sechs Zivilisten, darunter ein Kind. Der Schlagabtausch verdeutlicht die anhaltende Intensität der grenzüberschreitenden Angriffe.
Ukrainische Streitkräfte führten einen massiven Drohnenangriff auf ein Raumfahrtkommunikationszentrum bei Moskau und einen Raketenschlag auf eine Fabrik in Woronesch durch, bei dem fünf Menschen getötet wurden. Präsident Selenskyj erklärte, die Ukraine trage den Krieg zurück auf russisches Territorium. Gleichzeitig forderten russische Bombardements in Saporischschja und Sumy zivile Opfer.
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