
Nach Blockade und Gefechten: USA und Iran einigen sich auf Kommunikationslinie für die Straße von Hormus
Die strategische Wasserstraße ist nach wechselseitigen Sperrungen wieder geöffnet; ein 60-tägiges Verhandlungsfenster soll nun eine dauerhafte Lösung bringen.
Die Straße von Hormus ist nach wochenlanger Blockade und einer kurzzeitigen erneuten Schließung wieder für die Schifffahrt freigegeben. Der iranische Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf bestätigte am Montag, Teheran habe der Einrichtung einer direkten Kommunikationslinie mit den Vereinigten Staaten zugestimmt, um Konflikte und Zwischenfälle bei der Durchfahrt von Schiffen zu vermeiden. US-Präsident Donald Trump erklärte zeitgleich, die Meerenge sei „vollständig geöffnet“ und es sei mehr Erdöl als je zuvor passiert. Beide Seiten hatten bereits am 18. Juni ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das eine Feuerpause, die Aufhebung der iranischen Seeblockade und die Wiederaufnahme des freien Schiffsverkehrs vorsah.
Aus Washingtoner Sicht ist die Öffnung der Meerenge ein zentraler Schritt zur Stabilisierung der globalen Energiemärkte. Das US-Finanzministerium erteilte eine auf 60 Tage befristete Generallizenz, die Förderung, Lieferung und Verkauf der bislang sanktionierten iranischen Rohöls sowie damit verbundene Bank-, Versicherungs- und Transportdienstleistungen erlaubt. Vizepräsident JD Vance zufolge hat Teheran zudem zugesagt, Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wieder ins Land zu lassen. Das iranische Außenministerium stellte jedoch klar, die Kooperation mit der UN-Behörde werde „nach den derzeitigen Verfahren“ fortgesetzt – ein Hinweis auf ein im Vorjahr verabschiedetes Gesetz, das weitergehende Inspektionen aussetzt. Trump bekräftigte, der Iran werde „niemals eine Atomwaffe besitzen“, und drohte für den Fall der Nichteinhaltung mit der Wiederaufnahme militärischer Angriffe.
Die Einigung ist vor dem Hintergrund einer seit Ende Februar währenden militärischen Auseinandersetzung zu sehen. Nach Beginn der US-amerikanisch-israelischen Operationen hatte der Iran die Straße von Hormus vermint und ein gestaffeltes Durchfahrtsregime eingeführt: Schiffe „befreundeter“ Staaten wie Russland, China oder Indien durften passieren, während „neutrale“ und „feindliche“ Flaggen mit Gebühren belegt und zur Koordination mit den Revolutionsgarden verpflichtet wurden. Die Blockade, durch die normalerweise rund ein Fünftel des globalen Erdöls und bis zu 30 Prozent des verflüssigten Erdgases transportiert werden, trieb die Weltmarktpreise in die Höhe und verstärkte Rezessionssorgen. Die Europäische Union zeigte sich verärgert über die iranischen Maßnahmen und war ihrerseits mit Sanktionen konfrontiert, die aus den mit der Blockade verbundenen Handelseinschränkungen resultierten.
Die nun vereinbarte 60-tägige Verhandlungsphase unter Vermittlung Katars und Pakistans soll ein endgültiges Friedensabkommen hervorbringen, das auch das iranische Nuklearprogramm und die Lage im Libanon umfasst. Ein Arbeitskreis zur nuklearen Frage wurde bereits eingesetzt. Irans Chefunterhändler reiste im Anschluss an die Gespräche in der Schweiz nach Oman weiter, um mit Maskat einen Mechanismus zur Koordinierung des Schiffsverkehrs in der Meerenge zu erörtern. Frankreich und Großbritannien haben ihre Bereitschaft signalisiert, nach einem Ende der Kampfhandlungen eine europäische Mission zur Sicherung der Schifffahrt anzuführen. Die Lage bleibt fragil: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt einen Truppenabzug aus dem Südlibanon ab, und Teheran hatte die Wasserstraße am 20. Juni als Reaktion auf israelische Angriffe vorübergehend erneut geschlossen. Die nächste Gesprächsrunde ist für die kommenden Tage vorgesehen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Russische Medien berichten, dass der Iran zugestimmt hat, eine direkte Kommunikationslinie für die Durchfahrt von Schiffen in der Straße von Hormus einzurichten, während Präsident Trump die Straße für vollständig geöffnet erklärt und das Öl in Rekordmengen fließt. Die Berichterstattung erwähnt eine kurze Schließung als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon, stellt die Lage jedoch insgesamt als bedingten Waffenstillstand dar, der den Öltransit stabilisiert.
Die kontinentaleuropäische Presse stellt die Wiedereröffnung der Straße von Hormus als Teil eines umfassenderen Atomabkommens dar, wobei Trump die offene Straße feiert und schwört, dass der Iran niemals Atomwaffen erhalten werde. Die Berichterstattung erinnert daran, dass die Verhinderung des iranischen Atomprogramms eine zentrale Rechtfertigung für die US-israelische Militäroperation war, und zeichnet den Waffenstillstand als bedingten Schritt in Richtung dieses Ziels.
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