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Wirtschaft & MärkteMontag, 18. Mai 2026

Trump droht Iran mit Vernichtung: Ölpreis steigt, Teheran institutionalisiert Ormuz-Kontrolle

Die Ölpreise klettern nach Trumps Ultimatum an Iran. Teheran gründet eine Behörde für die Straße von Hormuz. Asiatische Börsen geben nach.

Die globalen Ölmärkte reagieren mit einem kräftigen Preisschub auf die jüngste Eskalation im Konflikt zwischen den USA und Iran. Präsident Donald Trump forderte Teheran in ungewöhnlich scharfem Ton auf, die festgefahrenen Friedensverhandlungen endlich voranzubringen. „Die Uhr tickt“, schrieb Trump auf seinem Kurznachrichtendienst, und drohte: „Sie sollten sich beeilen, sonst bleibt nichts von ihnen übrig.“ Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg daraufhin um 1,7 Prozent auf 111,13 Dollar je Barrel, das amerikanische Pendant WTI legte um 2,1 Prozent auf 107,62 Dollar zu. Auslöser der Krise war die faktische Blockade der Straße von Hormuz durch Iran Ende Februar, nachdem die USA und Israel militärische Angriffe auf das Land geflogen hatten. Durch die Meerenge wird etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggasbedarfs transportiert.

Teheran untermauert seine Kontrolle über die strategische Wasserroute nun institutionell. Der Oberste Nationale Sicherheitsrat Irans gab am Montag die Gründung einer neuen Behörde bekannt – die Persian Gulf Strait Authority (PGSA). Sie soll künftig die Schifffahrt durch die Straße von Hormuz genehmigen und Gebühren erheben. Die genauen Befugnisse sind noch unklar, doch die Ankündigung unterstreicht den Anspruch Teherans, die Passage dauerhaft zu regulieren. Zugleich warnte das Außenministerium in Teheran die USA und Israel vor neuen Angriffen. Man habe „Überraschungen“ für den Feind bereit, erklärte Sprecher Esmail Baqaei. In Washington zeigt man sich unterdessen uneins: Trump räumte ein, dass die US-Notenbank Fed möglicherweise erst nach Kriegsende die Zinsen senken könne – eine Anspielung auf die inflationären Folgen der Energiepreisexplosion.

Die Kapitalmärkte reagierten verunsichert. In Tokio fiel der Nikkei-225-Index um 0,9 Prozent, nachdem er zuvor noch Rekordhöhen erklommen hatte. Auch in Südkorea gaben die Kurse nach. Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen stiegen in Japan auf 2,8 Prozent – den höchsten Stand seit dem späten 19. Jahrhundert –, aber auch in den USA und Europa zogen die Kapitalmarktzinsen an. Anleger fürchten, dass die anhaltende Energieverknappung die Inflation weiter anheizt und die Geldpolitik länger restriktiv bleiben muss. Der Ölpreis hat sich seit Kriegsbeginn Ende Februar mehr als verdoppelt: Lag der Brent-Preis damals noch bei rund 70 Dollar, notiert er heute über 110 Dollar.

Die diplomatischen Fronten bleiben verhärtet. Trump bezeichnete die Iraner in einem Interview als „verrückt“ und warf ihnen vor, immer wieder geschlossene Vereinbarungen zu ändern. In Teheran heißt es hingegen, man strebe ernsthaft nach einer Lösung, werde sich aber nicht erpressen lassen. Beobachter in Europa sehen die Region vor einer Zerreißprobe: Sollte Iran die Straße von Hormuz dauerhaft kontrollieren, stünde die Energieversorgung des Westens auf dem Spiel. Die Europäische Zentralbank und die Schweizerische Nationalbank dürften die Entwicklung genau verfolgen, denn ein weiterer Ölpreisschub könnte die Konjunktur in Deutschland, Österreich und der Schweiz empfindlich treffen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Trumps Ultimatum den Durchbruch bringt oder den Konflikt endgültig eskalieren lässt.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 2 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Lateinamerikanische PresseIndische & südasiatische Presse
Lateinamerikanische Presse/ Bolivarisch / progressiv
EmpörungSkepsis

Latin American coverage emphasizes the aggressive stance of the US and Israel, portraying the attack on the UAE nuclear plant as a consequence of stalled peace efforts. The narrative highlights Trump's threats and Iran's defiance, framing the oil price surge as a result of US warmongering, with a critical tone towards Western policies.

Indische & südasiatische Presse
AlarmPragmatismus

Indian and South Asian coverage focuses on the economic impact of geopolitical tensions, highlighting supply disruptions and the threat to the Strait of Hormuz. The attack on the UAE nuclear facility is seen as a serious escalation that could further disrupt global oil flows, with a pragmatic tone emphasizing market reactions.

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Montag, 18. Mai 2026

Trump droht Iran mit Vernichtung: Ölpreis steigt, Teheran institutionalisiert Ormuz-Kontrolle

Die Ölpreise klettern nach Trumps Ultimatum an Iran. Teheran gründet eine Behörde für die Straße von Hormuz. Asiatische Börsen geben nach.

Die globalen Ölmärkte reagieren mit einem kräftigen Preisschub auf die jüngste Eskalation im Konflikt zwischen den USA und Iran. Präsident Donald Trump forderte Teheran in ungewöhnlich scharfem Ton auf, die festgefahrenen Friedensverhandlungen endlich voranzubringen. „Die Uhr tickt“, schrieb Trump auf seinem Kurznachrichtendienst, und drohte: „Sie sollten sich beeilen, sonst bleibt nichts von ihnen übrig.“ Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg daraufhin um 1,7 Prozent auf 111,13 Dollar je Barrel, das amerikanische Pendant WTI legte um 2,1 Prozent auf 107,62 Dollar zu. Auslöser der Krise war die faktische Blockade der Straße von Hormuz durch Iran Ende Februar, nachdem die USA und Israel militärische Angriffe auf das Land geflogen hatten. Durch die Meerenge wird etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggasbedarfs transportiert.

Teheran untermauert seine Kontrolle über die strategische Wasserroute nun institutionell. Der Oberste Nationale Sicherheitsrat Irans gab am Montag die Gründung einer neuen Behörde bekannt – die Persian Gulf Strait Authority (PGSA). Sie soll künftig die Schifffahrt durch die Straße von Hormuz genehmigen und Gebühren erheben. Die genauen Befugnisse sind noch unklar, doch die Ankündigung unterstreicht den Anspruch Teherans, die Passage dauerhaft zu regulieren. Zugleich warnte das Außenministerium in Teheran die USA und Israel vor neuen Angriffen. Man habe „Überraschungen“ für den Feind bereit, erklärte Sprecher Esmail Baqaei. In Washington zeigt man sich unterdessen uneins: Trump räumte ein, dass die US-Notenbank Fed möglicherweise erst nach Kriegsende die Zinsen senken könne – eine Anspielung auf die inflationären Folgen der Energiepreisexplosion.

Die Kapitalmärkte reagierten verunsichert. In Tokio fiel der Nikkei-225-Index um 0,9 Prozent, nachdem er zuvor noch Rekordhöhen erklommen hatte. Auch in Südkorea gaben die Kurse nach. Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen stiegen in Japan auf 2,8 Prozent – den höchsten Stand seit dem späten 19. Jahrhundert –, aber auch in den USA und Europa zogen die Kapitalmarktzinsen an. Anleger fürchten, dass die anhaltende Energieverknappung die Inflation weiter anheizt und die Geldpolitik länger restriktiv bleiben muss. Der Ölpreis hat sich seit Kriegsbeginn Ende Februar mehr als verdoppelt: Lag der Brent-Preis damals noch bei rund 70 Dollar, notiert er heute über 110 Dollar.

Die diplomatischen Fronten bleiben verhärtet. Trump bezeichnete die Iraner in einem Interview als „verrückt“ und warf ihnen vor, immer wieder geschlossene Vereinbarungen zu ändern. In Teheran heißt es hingegen, man strebe ernsthaft nach einer Lösung, werde sich aber nicht erpressen lassen. Beobachter in Europa sehen die Region vor einer Zerreißprobe: Sollte Iran die Straße von Hormuz dauerhaft kontrollieren, stünde die Energieversorgung des Westens auf dem Spiel. Die Europäische Zentralbank und die Schweizerische Nationalbank dürften die Entwicklung genau verfolgen, denn ein weiterer Ölpreisschub könnte die Konjunktur in Deutschland, Österreich und der Schweiz empfindlich treffen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Trumps Ultimatum den Durchbruch bringt oder den Konflikt endgültig eskalieren lässt.

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Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
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Lateinamerikanische Presse/ Bolivarisch / progressiv
EmpörungSkepsis

Latin American coverage emphasizes the aggressive stance of the US and Israel, portraying the attack on the UAE nuclear plant as a consequence of stalled peace efforts. The narrative highlights Trump's threats and Iran's defiance, framing the oil price surge as a result of US warmongering, with a critical tone towards Western policies.

Indische & südasiatische Presse
AlarmPragmatismus

Indian and South Asian coverage focuses on the economic impact of geopolitical tensions, highlighting supply disruptions and the threat to the Strait of Hormuz. The attack on the UAE nuclear facility is seen as a serious escalation that could further disrupt global oil flows, with a pragmatic tone emphasizing market reactions.

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