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Verteidigung & SicherheitDienstag, 23. Juni 2026

Massenentlassungen in der US-Geheimdienstkoordination: Pulte setzt Trumps Kürzungsbefehl um

Der amtierende Direktor der Nationalen Nachrichtendienste hat mit der Entlassung Hunderter Mitarbeiter begonnen; betroffen sind vor allem das Anti-Terror-Zentrum und die Spionageabwehr.

In der Zentrale der US-Geheimdienstkoordination haben am Montag umfangreiche Personalabbaumaßnahmen begonnen. Der von Präsident Donald Trump eingesetzte kommissarische Direktor der Nationalen Nachrichtendienste, William Pulte, setzte damit eine Weisung des Weißen Hauses um, die eine sofortige Verschlankung des Amtes (ODNI) vorsieht. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen sind vor allem das Nationale Anti-Terror-Zentrum (NCTC) und das Nationale Zentrum für Spionageabwehr und Sicherheit von den Kürzungen betroffen. Ein mit den Vorgängen vertrauter Informant bestätigte gegenüber CNN, dass die „Entlassung des deep state“ begonnen habe, ohne genaue Zahlen zu nennen. Zuvor war von der Streichung mehrerer Hundert Stellen die Rede.

Aus dem Weißen Haus wurde der Schritt mit einem Beitrag Trumps in seinem sozialen Netzwerk Truth Social begründet, in dem er Pulte angewiesen hatte, „die sofortige und notwendige Verkleinerung des Amtes durchzuführen und die Mitarbeiter in ihre Stammbehörden zurückzuführen“. Trump hatte wiederholt erklärt, der Personalbestand des ODNI sei „viel zu lange viel zu hoch“ gewesen. Pulte, ein als loyal geltender früherer Chef der Bundeswohnungsfinanzierungsagentur ohne nachrichtendienstliche Erfahrung, war bereits vor seinem offiziellen Amtsantritt am vergangenen Freitag in der Behörde erschienen und hatte eine vollständige Personalliste sowie rangierte Listen aus allen Abteilungen angefordert.

Demokratische Abgeordnete der Geheimdienstausschüsse beider Kongresskammern warnten in einem Schreiben an Pulte vor erheblichen Risiken für die nationale Sicherheit. Senator Mark Warner und der Abgeordnete Jim Himes erinnerten daran, dass das ODNI nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eigens geschaffen worden sei, um durch bessere Koordination der 18 US-Nachrichtendienste künftige Terroranschläge zu verhindern. Ein massiver Stellenabbau nach bereits erfolgten substanziellen Kürzungen im Jahr 2025 gefährde diesen Auftrag. Zudem sei ein derart tiefgreifender Umbau durch einen nur geschäftsführenden Direktor ohne Konsultation des Kongresses nicht angemessen. In Washingtoner Sicherheitskreisen wird zudem auf eine unmittelbare operationelle Folge verwiesen: Mit Pultes Ernennung lief die gesetzliche Grundlage für Section 702 des Foreign Intelligence Surveillance Act aus, die die anlasslose Erfassung von Auslandskommunikation erlaubt.

Die Entlassungen sind Teil einer breiter angelegten Schrumpfung des Bundesapparats unter der Trump-Administration. Laut einem Bericht des Government Accountability Office wurden im Jahr 2025 rund elf Prozent der Bundesbediensteten entlassen. Im ODNI selbst hatte die vor wenigen Wochen aus familiären Gründen zurückgetretene Direktorin Tulsi Gabbard den Personalbestand bereits um dreißig Prozent reduziert und eine Halbierung angestrebt. Beobachter in europäischen Hauptstädten verfolgen die Entwicklung mit Sorge, da eine geschwächte US-Geheimdienstkoordination die transatlantische Zusammenarbeit bei der Terrorabwehr und der Analyse globaler Bedrohungslagen beeinträchtigen könnte. Die von Trump ursprünglich angekündigte Nominierung eines ständigen Direktors wurde in der vergangenen Woche überraschend ausgesetzt. Die Massenentlassungen dauern unterdessen an; mit Anhörungen im Kongress ist in den kommenden Tagen zu rechnen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Atlantische / angloamerikanische PresseRussische & GUS-Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Sicherheit
AlarmEmpörung

Der amtierende Direktor der nationalen Nachrichtendienste, ein Trump-Getreuer ohne jegliche Geheimdiensterfahrung, hat mit Massenentlassungen in der Behörde begonnen. Die Kürzungen treffen das Nationale Zentrum für Terrorismusbekämpfung und das Nationale Zentrum für Spionageabwehr und Sicherheit und lösen dringende Warnungen des Kongresses vor schwerwiegenden Risiken für die nationale Sicherheit aus. Der Schritt wird als politisch motivierte Säuberung gesehen, die die nach dem 11. September aufgebaute Koordinierungsarchitektur zerstören könnte.

Russische & GUS-Presse/ Staatlich
DistanzSchadenfreude

Das Büro des Direktors der nationalen Nachrichtendienste der USA hat unter dem amtierenden Leiter William Pulte, der von Präsident Trump ernannt wurde, mit umfangreichen Personalabbaumaßnahmen begonnen. Die Entlassungen werden voraussichtlich mehrere hundert Mitarbeiter betreffen, vor allem in den Zentren für Terrorismusbekämpfung und Spionageabwehr. Der Schritt wird als geplante Optimierung der Nachrichtendienststruktur beschrieben.

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Dienstag, 23. Juni 2026

Massenentlassungen in der US-Geheimdienstkoordination: Pulte setzt Trumps Kürzungsbefehl um

Der amtierende Direktor der Nationalen Nachrichtendienste hat mit der Entlassung Hunderter Mitarbeiter begonnen; betroffen sind vor allem das Anti-Terror-Zentrum und die Spionageabwehr.

In der Zentrale der US-Geheimdienstkoordination haben am Montag umfangreiche Personalabbaumaßnahmen begonnen. Der von Präsident Donald Trump eingesetzte kommissarische Direktor der Nationalen Nachrichtendienste, William Pulte, setzte damit eine Weisung des Weißen Hauses um, die eine sofortige Verschlankung des Amtes (ODNI) vorsieht. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen sind vor allem das Nationale Anti-Terror-Zentrum (NCTC) und das Nationale Zentrum für Spionageabwehr und Sicherheit von den Kürzungen betroffen. Ein mit den Vorgängen vertrauter Informant bestätigte gegenüber CNN, dass die „Entlassung des deep state“ begonnen habe, ohne genaue Zahlen zu nennen. Zuvor war von der Streichung mehrerer Hundert Stellen die Rede.

Aus dem Weißen Haus wurde der Schritt mit einem Beitrag Trumps in seinem sozialen Netzwerk Truth Social begründet, in dem er Pulte angewiesen hatte, „die sofortige und notwendige Verkleinerung des Amtes durchzuführen und die Mitarbeiter in ihre Stammbehörden zurückzuführen“. Trump hatte wiederholt erklärt, der Personalbestand des ODNI sei „viel zu lange viel zu hoch“ gewesen. Pulte, ein als loyal geltender früherer Chef der Bundeswohnungsfinanzierungsagentur ohne nachrichtendienstliche Erfahrung, war bereits vor seinem offiziellen Amtsantritt am vergangenen Freitag in der Behörde erschienen und hatte eine vollständige Personalliste sowie rangierte Listen aus allen Abteilungen angefordert.

Demokratische Abgeordnete der Geheimdienstausschüsse beider Kongresskammern warnten in einem Schreiben an Pulte vor erheblichen Risiken für die nationale Sicherheit. Senator Mark Warner und der Abgeordnete Jim Himes erinnerten daran, dass das ODNI nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eigens geschaffen worden sei, um durch bessere Koordination der 18 US-Nachrichtendienste künftige Terroranschläge zu verhindern. Ein massiver Stellenabbau nach bereits erfolgten substanziellen Kürzungen im Jahr 2025 gefährde diesen Auftrag. Zudem sei ein derart tiefgreifender Umbau durch einen nur geschäftsführenden Direktor ohne Konsultation des Kongresses nicht angemessen. In Washingtoner Sicherheitskreisen wird zudem auf eine unmittelbare operationelle Folge verwiesen: Mit Pultes Ernennung lief die gesetzliche Grundlage für Section 702 des Foreign Intelligence Surveillance Act aus, die die anlasslose Erfassung von Auslandskommunikation erlaubt.

Die Entlassungen sind Teil einer breiter angelegten Schrumpfung des Bundesapparats unter der Trump-Administration. Laut einem Bericht des Government Accountability Office wurden im Jahr 2025 rund elf Prozent der Bundesbediensteten entlassen. Im ODNI selbst hatte die vor wenigen Wochen aus familiären Gründen zurückgetretene Direktorin Tulsi Gabbard den Personalbestand bereits um dreißig Prozent reduziert und eine Halbierung angestrebt. Beobachter in europäischen Hauptstädten verfolgen die Entwicklung mit Sorge, da eine geschwächte US-Geheimdienstkoordination die transatlantische Zusammenarbeit bei der Terrorabwehr und der Analyse globaler Bedrohungslagen beeinträchtigen könnte. Die von Trump ursprünglich angekündigte Nominierung eines ständigen Direktors wurde in der vergangenen Woche überraschend ausgesetzt. Die Massenentlassungen dauern unterdessen an; mit Anhörungen im Kongress ist in den kommenden Tagen zu rechnen.

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Atlantische / angloamerikanische Presse/ Sicherheit
AlarmEmpörung

Der amtierende Direktor der nationalen Nachrichtendienste, ein Trump-Getreuer ohne jegliche Geheimdiensterfahrung, hat mit Massenentlassungen in der Behörde begonnen. Die Kürzungen treffen das Nationale Zentrum für Terrorismusbekämpfung und das Nationale Zentrum für Spionageabwehr und Sicherheit und lösen dringende Warnungen des Kongresses vor schwerwiegenden Risiken für die nationale Sicherheit aus. Der Schritt wird als politisch motivierte Säuberung gesehen, die die nach dem 11. September aufgebaute Koordinierungsarchitektur zerstören könnte.

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Das Büro des Direktors der nationalen Nachrichtendienste der USA hat unter dem amtierenden Leiter William Pulte, der von Präsident Trump ernannt wurde, mit umfangreichen Personalabbaumaßnahmen begonnen. Die Entlassungen werden voraussichtlich mehrere hundert Mitarbeiter betreffen, vor allem in den Zentren für Terrorismusbekämpfung und Spionageabwehr. Der Schritt wird als geplante Optimierung der Nachrichtendienststruktur beschrieben.

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