
Nach Fehlstart: Portugal unter Druck gegen Usbekistan – Kolumbien vor vorzeitigem Achtelfinaleinzug
Die zweite Runde der Gruppe K verspricht Spannung: Cristiano Ronaldos Team muss nach dem Remis gegen Kongo liefern, während Kolumbien mit einem Sieg gegen die Demokratische Republik Kongo den Einzug in die K.o.-Phase perfekt machen kann.
Der Auftakt der portugiesischen Nationalmannschaft in die Weltmeisterschaft 2026 geriet zu einer unerwarteten Zitterpartie. Gegen die erstmals seit über einem halben Jahrhundert wieder qualifizierte Demokratische Republik Kongo reichte es trotz früher Führung durch João Neves nur zu einem 1:1. Die Kongolesen, die in der ersten Halbzeit kaum offensive Akzente setzten, glichen kurz vor dem Pausenpfiff per Kopfball aus und verteidigten den Punktgewinn mit disziplinierter Organisation. In den portugiesischen Medien entzündete sich daraufhin eine Debatte um die Rolle des 41-jährigen Cristiano Ronaldo, der über die volle Spielzeit auf dem Platz stand, jedoch kaum Torgefahr ausstrahlte. Trainer Roberto Martínez verteidigte die Entscheidung mit dem Verweis auf Ronaldos Status als Rekordtorschütze, doch die Kritik an der mangelnden Durchschlagskraft des gesamten Teams hält an.
Usbekistan, der zweite Gegner Portugals an diesem Dienstag im NRG Stadium von Houston, zeigte bei seiner WM-Premiere gegen Kolumbien eine beachtliche Leistung, die in der 1:3-Niederlage nur unzureichend abgebildet wird. Die von Fabio Cannavaro trainierte Mannschaft hielt die Partie über weite Strecken offen und erzielte in der 60. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich. Erst die individuelle Klasse von Luis Díaz, der zwei Treffer beisteuerte, und ein spätes Tor von Jaminton Campaz sicherten den kolumbianischen Erfolg. Aus usbekischer Sicht nährt der Auftritt die Hoffnung, auch gegen den Favoriten Portugal bestehen zu können, zumal der schnelle und physisch starke Abwehrspieler Abdukodir Khusanov von Manchester City als Schlüsselkraft in der Defensive gilt.
Kolumbien geht unterdessen mit der Chance auf vorzeitige Qualifikation in das Duell mit der Demokratischen Republik Kongo im Estadio Akron von Guadalajara. Ein Sieg würde das Team von Néstor Lorenzo uneinholbar an die Spitze der Gruppe K setzen, da es dann bei sechs Punkten stünde und selbst eine Niederlage im abschließenden Spiel gegen Portugal den ersten Platz nicht mehr gefährden könnte. Die kolumbianische Presse verweist auf die Notwendigkeit, die Konzentration über die gesamte Spielzeit hochzuhalten, nachdem man gegen Usbekistan phasenweise die Kontrolle verlor. Der kongolesische Gegner, der mit dem Remis gegen Portugal für eine der Überraschungen des Turniers sorgte, wird versuchen, mit ähnlicher defensiver Kompaktheit zu agieren und über schnelle Umschaltmomente Nadelstiche zu setzen.
Parallel zu den Entscheidungen in Gruppe K stehen an diesem Spieltag weitere richtungsweisende Partien an. England trifft auf Ghana, wobei Ghanas Trainer Carlos Queiroz die Begegnung als „die einfachste Art von Spiel“ bezeichnete, da seine Spieler gegen einen solchen Gegner keiner zusätzlichen Motivation bedürften. Queiroz erlebte mit Iran bei der WM 2022 eine 2:6-Niederlage gegen England, was der Aussage eine besondere Note verleiht. Panama muss gegen Kroatien auf seinen Schlüsselspieler Adalberto Carrasquilla verzichten, der erneut an einer Muskelverletzung laboriert. Die Kroaten um Luka Modrić stehen nach der 2:4-Auftaktniederlage gegen England bereits unter erheblichem Druck, ein weiterer Punktverlust könnte das Aus bedeuten.
Für Portugal geht es in Houston nicht nur um die ersten drei Punkte, sondern auch um die Wiederherstellung des Selbstverständnisses einer Mannschaft, die mit hohen Ambitionen angetreten war. Ein Sieg gegen Usbekistan würde die Ausgangslage vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Kolumbien deutlich entspannen. Bei einer Niederlage hingegen wäre das Weiterkommen akut gefährdet, da dann selbst ein Erfolg gegen Kolumbien nicht mehr für einen der ersten beiden Plätze reichen könnte. Die usbekische Mannschaft wiederum könnte mit einem Punktgewinn ihre Außenseiterchancen auf das Achtelfinale wahren und den Druck auf die vermeintlichen Favoriten der Gruppe weiter erhöhen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Portugal geht in die Partie gegen Usbekistan mit der anhaltenden Debatte um Cristiano Ronaldo. Mit 41 Jahren verblasst der Glanz der Legende, und nach dem Auftaktremis gegen die DR Kongo wird gefragt, ob er noch einen Stammplatz verdient – Trainer Martínez bejaht dies.
Kolumbien hat gegen die DR Kongo die Chance, die Qualifikation frühzeitig zu sichern. Nach dem klaren 3:1 gegen Usbekistan will Lorenzos Team die Abwehrfehler abstellen und die Tabellenführung behaupten. Portugal steht dagegen unter Druck, Usbekistan zu schlagen, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten.
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