
US-Bundesstaaten drohen mit Klage gegen Paramount-Warner-Übernahme
Während die brasilianische Wettbewerbsbehörde grünes Licht gibt, bereiten mehrere US-Bundesstaaten eine Kartellklage vor und Oregon erwirkt einen Aufschub des Abschlusses.
Die geplante 110-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount stößt in den Vereinigten Staaten auf wachsenden Widerstand. Das Büro des Generalstaatsanwalts von Oregon teilte mit, Paramount habe zugesichert, den Zusammenschluss nicht vor dem 22. Juli zu vollziehen – eine Woche später als zuvor avisiert. Gleichzeitig beantragte Oregon bei einem Gericht in Multnomah County eine Fristverlängerung von 60 Tagen zur Dokumentenprüfung. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters könnten mehrere Bundesstaaten unter Führung Kaliforniens bereits in der kommenden Woche Klage einreichen, um die Fusion zu blockieren.
Aus Sicht der klagewilligen Staaten droht der Zusammenschluss der beiden Hollywood-Studios den Wettbewerb zu verzerren. Befürchtet werden steigende Abopreise im Streaming, Stellenabbau und ein verengtes Filmangebot. Kinobetreiberverbände hatten sich ebenfalls gegen die Fusion ausgesprochen. Paramount verweist hingegen auf den wachsenden Konkurrenzdruck durch Technologiekonzerne und stellt in Aussicht, jährlich 30 Filme zu produzieren. Finanziell steht das Unternehmen unter Zugzwang: Sollte der Abschluss über Oktober hinaus verzögert werden, ist an die Warner-Aktionäre eine vierteljährliche Ausgleichszahlung von rund 650 Millionen Dollar fällig.
In Brasilien hat die technische Abteilung der Wettbewerbsbehörde Cade die Transaktion ohne Auflagen genehmigt. Die Superintendência-Geral begründete dies mit der fortbestehenden Rivalität durch Konkurrenten wie Disney, Sony und Netflix. Die Entscheidung wird binnen 15 Tagen rechtskräftig, sofern kein Mitglied des Tribunal do Cade eine vertiefte Prüfung verlangt. In der Europäischen Union wiederum hat Paramount Abhilfemaßnahmen angeboten, darunter die Aufgabe eines Filmvertriebs-Joint-Ventures mit Universal Pictures. Die EU-Kommission verschob ihre Entscheidungsfrist daraufhin auf den 22. Juli.
Die nächsten Tage werden zeigen, ob die angedrohte Klage tatsächlich eingereicht wird. Eine gerichtliche Aussetzung könnte die Integration der Unternehmen um Monate verzögern und die von Paramount angepeilten Kostensenkungen von sechs Milliarden Dollar gefährden. Parallel dazu läuft in den USA die Frist für den Abschluss, während in Brüssel die wettbewerbsrechtliche Prüfung andauert.
| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
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| Russische & GUS-Presse | −0.70 | critical |
| Subsaharisch-afrikanische Presse | 0.00 | neutral |
Brasilien genehmigt die Fusion, aber US-Bundesstaaten drohen mit Blockade. Der Wettbewerb ist ausreichend, aber die US-Behörden sehen Risiken.
Betonung der technischen Entscheidung von Cade, um die Operation zu legitimieren, während die US-Drohungen als externe Hindernisse und nicht als intrinsische Probleme dargestellt werden.
Russland verurteilt den Deal als wettbewerbsschädlich und nur von großen Konzernen unterstützt, während Schauspieler und Autoren sich widersetzen.
Betonung des Widerstands von Schauspielern und Autoren, um eine breite Front gegen den Deal zu schaffen und ihn als unpopulär darzustellen.
Lässt die brasilianische Cade-Genehmigung aus, die zeigt, dass nicht alle Behörden dagegen sind.
US-Bundesstaaten unter der Führung Kaliforniens bereiten eine Klage vor, um die Fusion zu blockieren und den Wettbewerb zu schützen.
Stellt die rechtlichen Schritte als unmittelbar und unvermeidlich dar, indem anonyme Quellen verwendet werden, um Dringlichkeit zu erzeugen.
Erwähnt weder die brasilianische Cade-Genehmigung noch die Verzögerung in Oregon und stellt die Klage als einziges Hindernis dar.
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