
Goldpreis unter Druck: US-iranische Spannungen und Zinsängste belasten Edelmetall
Die Eskalation im Nahen Osten treibt Ölpreise und Inflationssorgen, während die Märkte eine straffere US-Geldpolitik einpreisen – Gold fällt auf Wochentief.
Der Goldpreis ist am Donnerstag um 0,4 Prozent auf 4.060,46 US-Dollar je Feinunze gefallen und notierte damit nahe dem am Vortag erreichten tiefsten Stand seit Anfang Juli. Auch die US-Terminkontrakte für August gaben um 0,3 Prozent auf 4.069,80 Dollar nach. Auslöser der Bewegung ist eine militärische Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten und Iran: Das US-Militär flog nach eigenen Angaben neue Luftangriffe, um die Straße von Hormuz für die Schifffahrt offen zu halten, woraufhin Iran seinerseits Ziele in Kuwait und Bahrain angriff. Die Rohölpreise setzten daraufhin ihre Gewinne fort.
Der Mechanismus hinter dem Goldrückgang verläuft über die Inflationserwartungen. Steigende Ölpreise nähren die Sorge vor einem länger erhöhten Preisauftrieb, was aus Sicht der Finanzmärkte die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsschritte der US-Notenbank erhöht. Kelvin Wong, leitender Marktanalyst bei OANDA, sieht den entscheidenden Faktor in der Neubewertung einer zweiten Zinserhöhung, die bereits im ersten Quartal des kommenden Jahres erfolgen könnte. Das FedWatch-Tool der CME zeigt eine Wahrscheinlichkeit von 68 Prozent für eine Anhebung im September und von 87 Prozent für einen Schritt im Januar 2027. Höhere Zinsen belasten das zinslos gehaltene Gold, selbst wenn es traditionell als Inflationsschutz gilt.
Die veränderte Zinslandschaft schlägt sich in revidierten Prognosen nieder. Die Bank of America senkte ihre durchschnittliche Goldpreisprognose für das Jahr 2026 um 14 Prozent auf 4.360 Dollar je Unze und verwies auf eine restriktivere Haltung der Fed. Silber gab im Sog des Goldes um 0,9 Prozent auf 57,77 Dollar nach, während Platin und Palladium um jeweils 0,8 Prozent zulegten. In Teheran stiegen unterdessen die Preise für Goldmünzen: Der Sekeh Emami notierte bei 181 Millionen Toman, was neben den globalen Faktoren auch die innenpolitische und währungsspezifische Verunsicherung widerspiegelt.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf das Sitzungsprotokoll der Fed vom Juni, das Hinweise auf die weitere Zinsentwicklung geben dürfte. Anleger in Frankfurt, Zürich und Wien beobachten zudem die Entwicklung der Ölpreise und die Stabilität des vorläufigen Waffenstillstandsabkommens zwischen den USA und Iran, das nach den jüngsten Angriffen als brüchig gilt.
| Iranische & verwandte Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | −0.50 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
Iran speaks as a victim of external aggression, highlighting the resilience of its market despite sanctions and pressure.
Presents mixed data on local gold prices to suggest that sanctions are ineffective, using victimhood to justify domestic policies and deflect blame.
Omits mention of Iranian attacks on Kuwait and Bahrain that triggered further US strikes, which would undermine the victim narrative.
Gulf states speak as targets of Iranian aggression, demanding security and portraying Iran as the destabilizing force.
By foregrounding Iranian attacks on Kuwait and Bahrain, the narrative paints Iran as aggressor and legitimizes US military response as defensive.
Downplays the initial US strikes on Iran that preceded the Iranian attacks, omitting context that could justify Iran's actions as retaliation.
The Atlantic observer speaks as an economic analyst, focusing on inflation risks and market movements.
Uses a technical and detached tone to normalize military intervention as a factor in financial calculations, thereby depoliticizing the conflict.
Omits regional perspectives and civilian casualties, reducing the tension to a financial calculus.
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