
Kia ruft in den USA 463.000 Telluride wegen Brandgefahr zurück – Nissan startet parallele Aktion
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde warnt Besitzer von Kia-SUVs vor möglichen Bränden durch überhitzende Sitzmotoren und empfiehlt das Parken im Freien; Nissan behebt derweil Antriebsprobleme bei Sentra und Rogue.
Die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat eine dringende Warnung für Besitzer von rund 463.000 Kia Telluride der Modelljahre 2020 bis 2024 ausgesprochen. Die Fahrzeuge müssen bis zu einer Reparatur im Freien und abseits von Gebäuden abgestellt werden, da die elektrischen Motoren der Vordersitze überhitzen und einen Brand auslösen können. Parallel dazu hat Nissan nach US-Medienberichten zwei Rückrufaktionen für etwa tausend Fahrzeuge der Modelle Sentra und Rogue eingeleitet, bei denen es um Antriebswellen und Getriebesteuerungen geht.
Nach Angaben der NHTSA sind der Behörde im Zusammenhang mit dem Kia-Defekt sieben Sitzbrände und elf Fälle geschmolzener Sitzmotoren bekannt. Ursache ist ein Schalter für die Sitzverstellung, der bei einem versehentlichen Stoß beschädigt oder verschoben werden kann, sodass der Motor dauerhaft läuft und sich überhitzt. Die Gefahr besteht sowohl während der Fahrt als auch im geparkten Zustand. Bereits 2024 hatte es für dasselbe Problem einen Rückruf gegeben; eine unsachgemäße Reparatur aus dieser Aktion kann das Risiko ebenfalls erhöhen. Die Vertragswerkstätten sollen nun eine elektronische Sicherung einbauen, die den Dauerbetrieb des Motors unterbindet. Die Benachrichtigung der Halter beginnt am 13. August.
Die Nissan-Rückrufe, über die russische und US-amerikanische Quellen berichten, betreffen 946 Limousinen des Typs Sentra aus dem Modelljahr 2025 sowie 42 Getriebeeinheiten des Crossovers Rogue der Baujahre 2022 bis 2026. Bei der Sentra kann die linke Antriebswelle nicht vollständig im stufenlosen Getriebe sitzen, was zu Traktionsverlust, Flüssigkeitsaustritt und im Extremfall zum Wegrollen des Fahrzeugs trotz angezogener Handbremse führen kann. Auslöser war ein Fertigungsfehler bei einem Zulieferer, der die Passung eines Lagers beeinträchtigte. Beim Rogue kann ein defekter Sperrschalter im Steuerventil dazu führen, dass die eingelegte Fahrstufe nicht mehr im Kombiinstrument angezeigt wird und das Getriebe im Leerlauf verharrt.
Beide Rückrufaktionen beschränken sich nach derzeitigen Erkenntnissen auf den US-Markt. Ob Fahrzeuge aus den betroffenen Baureihen auch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz in den Handel gelangt sind und dort ähnliche Maßnahmen erforderlich werden, ist offen. Die Reparaturen werden für die Halter kostenlos durchgeführt. Die Untersuchungen der Behörden zu den genauen Fehlerquellen dauern an.
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Russland berichtet über den Rückruf als technische Angelegenheit, ohne die Gefahr zu betonen.
Russland macht seine Position durch einen distanzierten Ton und die Zitierung offizieller Quellen plausibel, ohne Kommentare hinzuzufügen.
Russland lässt die spezifischen Vorfall-Details (sieben Brände, elf geschmolzene Motoren) und die Dringlichkeit, im Freien zu parken, aus, die in der atlantischen Berichterstattung erscheinen.
Der Atlantik warnt Besitzer vor einem ernsthaften Brandrisiko und fordert sie auf, im Freien zu parken.
Der Atlantik macht seine Position plausibel, indem er alarmierende Sprache verwendet und konkrete Vorfallzahlen zitiert, was ein Gefühl unmittelbarer Gefahr erzeugt.
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