
Ukrainische Drohnenangriffe zwingen Krim-Behörden zur Aussetzung des Treibstoffverkaufs
Nach massiven nächtlichen Attacken auf Logistikziele wurden mindestens fünf Menschen getötet; Kiew spricht von „Sanktionen auf große Reichweite“.
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim und die angrenzende Region Krasnodar sind in der Nacht zum Sonntag nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen getötet und 28 verletzt worden. Die von Moskau eingesetzte Verwaltung in Simferopol setzte in der Folge den Verkauf von Kraftstoff an Privatpersonen und Unternehmen aus; Benzin und Diesel sollen nur noch an Behörden abgegeben werden, die das öffentliche Leben und die Sicherheit gewährleisten. Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von 239 ukrainischen Drohnen.
Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe auf einen Ölverladebetrieb bei Kertsch und eine Transporteinrichtung in der Region Krasnodar sowie auf militärische Logistik- und Radarsysteme. Er bezeichnete die Schläge als Teil der ukrainischen „Sanktionen auf große Reichweite“ und als „gerechte Antwort auf brutale russische Angriffe“. Aus Kiewer Sicht zielen die Attacken darauf ab, die Nachschubwege der russischen Schwarzmeerflotte zu unterbrechen und die Nutzung der Krim als Aufmarschplattform für Angriffe auf die Südukraine zu erschweren.
Auf der Krim, die für den russischen Militärnachschub von zentraler Bedeutung ist, wurde nach Beschädigungen der Stromleitungen in mehreren Bezirken der Strom abgeschaltet. Der Fährverkehr über die Straße von Kertsch wurde vorübergehend eingestellt, ebenso der Verkehr auf der parallel verlaufenden Brücke für mehr als neun Stunden. In den sozialen Netzwerken berichten Reisende von stundenlangen Wartezeiten an Tankstellen; Treibstoff wird seit Wochen rationiert. Nach einem Bericht des US-Energieforschungsinstituts Energy Intelligence sind infolge der ukrainischen Drohnenkampagne bereits etwa ein Drittel der russischen Raffineriekapazitäten ausgefallen.
Die Angriffe reihen sich in eine seit Monaten andauernde Strategie Kiews ein, die russische Ölindustrie zu treffen, um Moskau Einnahmen zur Finanzierung des Krieges zu entziehen. Gleichzeitig meldeten ukrainische Regionalbehörden drei Tote durch russische Angriffe in den Gebieten Poltawa und Dnipropetrowsk. Vor diesem Hintergrund bleiben die internationalen Bemühungen um einen Waffenstillstand blockiert; direkte Verhandlungen werden von beiden Seiten kategorisch abgelehnt. Die nächste Runde informeller Gespräche wird nach Angaben aus diplomatischen Kreisen in Ankara im Juli erwartet.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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The coverage highlights civilian casualties from Ukrainian drone strikes on Crimea and the ensuing fuel shortage, with gas stations halting sales to the public. It portrays the attack as part of an intensified Ukrainian campaign to disrupt Russian supply lines.
The coverage frames the Ukrainian strike on Kerch port as a significant blow to Russian logistics, with civilian casualties. Some outlets highlight it as a justified response to Russian brutality, while others focus on the broader escalation of hostilities.
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