
Pistorius macht Trump für Blockade der Straße von Hormus verantwortlich – Europa fordert sichere Passage
Boris Pistorius weist die Schuld Washington zu, betont europäische Energieinteressen und die Notwendigkeit einer Einigung mit Iran und Oman; Teheran droht mit erneuter Blockade.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat US-Präsident Donald Trump öffentlich für die Sperrung der Straße von Hormus verantwortlich gemacht. In einem ARD-Interview erklärte er, «den Korken in den Flaschenhals habe nicht wir, sondern Donald Trump hineingedrückt», doch liege es nun im europäischen Interesse, ihn wieder zu entfernen. Der für den globalen Öl- und Gastransport zentrale Seeweg war nach Beginn der US-israelischen Militäroperationen gegen Iran am 28. Februar von Teheran blockiert worden. Ein vorläufiges Abkommen zwischen Trump und Irans Präsident Massud Peseschkian ermöglichte zwar kurzzeitig die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs, doch am Samstag drohte Iran aufgrund fortdauernder israelischer Angriffe im Libanon mit einer erneuten Sperrung.
Aus Berliner Sicht ist die Öffnung oder zumindest eine sichere Passage durch die Meerenge essenziell für die europäische Energieversorgung und wirtschaftliche Erholung. Pistorius unterstrich, dass jede Vereinbarung die Unterstützung Irans und Omans benötige. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte sich bereits zuvor von der US-Kampagne distanziert und den Krieg als «keine Angelegenheit der Nato» bezeichnet, als Trump die Verbündeten im April um Hilfe bei der Sicherung der Straße ersuchte. Sowohl Merz als auch Pistorius kritisierten Washington zudem dafür, die Alliierten vor den Militärschlägen gegen Iran nicht konsultiert zu haben. Die deutsche Haltung spiegelt das breite Unbehagen in europäischen Hauptstädten wider, wo das einseitige Vorgehen Washingtons als Gefahr für die eigene Energie- und Wirtschaftsstabilität gewertet wird.
Auf iranischer Seite reagierte man mit scharfen Warnungen auf Trumps jüngste Drohungen. Das iranische Verhandlungsteam erklärte, die Streitkräfte seien bereit, «auf andere Weise zu antworten», und betonte, dass jeglicher Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus mit Iran koordiniert werden müsse. Schiffen der USA, Israels und ihrer Verbündeten werde die Durchfahrt verwehrt. Laut dem fünften Paragrafen des US-iranischen Memorandum of Understanding soll Iran in Absprache mit Oman die künftige Verwaltung und die maritimen Dienste in der Meerenge bestimmen. Damit beansprucht Teheran die Hoheit über diesen neuralgischen Punkt, um ihn als Hebel in den regionalen Konflikten einzusetzen.
Die neuerliche Blockadedrohung erfolgt vor dem Hintergrund unvermindert anhaltender israelischer Angriffe im Libanon und bemühter diplomatischer Vermittlung. Washington hat sich zu Pistorius’ Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert. In europäischen Energieministerien wächst die Sorge vor Marktverwerfungen in einer ohnehin angespannten geopolitischen Lage. Auch österreichische und schweizerische Behörden beobachten die Entwicklung aufmerksam, obwohl deren Abhängigkeit von der Route geringer ist.
Das Dossier ist weiter ergebnisoffen. Das vorläufige Abkommen zwischen Washington und Teheran hängt damit am seidenen Faden, und Iran macht die Fortsetzung des Schiffsverkehrs vom Ende der israelischen Feindseligkeiten und einem erfolgreichen Verhandlungsabschluss abhängig. Pistorius’ Äußerungen deuten darauf hin, dass Berlin auf eine diplomatische Lösung mit Iran und Oman drängen wird, anstatt eine Nato-Operation zu unterstützen. Der sichere Transit durch die Straße von Hormus bleibt damit vorerst an den ungewissen Verlauf der amerikanisch-iranischen Gespräche und des regionalen Konflikts gebunden.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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The Southeast Asian press reported that the German defense minister attributed the closure of the Strait of Hormuz to former President Trump, emphasizing Europe's interest in reopening the vital waterway. The coverage focused on the minister's statement without adding much commentary, presenting the issue as a practical concern for global trade and energy supplies.
The Russian state-affiliated press highlighted the German minister's accusation against Trump, framing it as a confirmation of US responsibility for the crisis. The reporting subtly endorsed the view that the United States, not Europe or Russia, caused the blockade, and noted the need for a resolution involving Iran and Oman.
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