
Mehrere Gewalttaten mit Toten und Verletzten an einem Wochenende weltweit
Von familiären Messerattacken in Brasilien über einen mutmaßlichen Femizid in Argentinien bis zu hassmotivierten Angriffen in Europa – die Polizeibehörden ermitteln.
Am Wochenende des 20. und 21. Juni ereigneten sich in mehreren Ländern Gewalttaten, bei denen Menschen getötet oder schwer verletzt wurden. Die Vorfälle reichen von familiären Auseinandersetzungen über mutmaßliche Tötungsdelikte an Frauen bis zu Übergriffen, die von den zuständigen Behörden als hassmotiviert eingestuft werden.
In Brasilien registrierte die Polizei eine Serie von Messerangriffen. In São João de Meriti, Baixada Fluminense, verletzte ein Mann seine Ehefrau und zwei weitere Familienmitglieder mit einer Stichwaffe; alle drei wurden nach ambulanter Behandlung entlassen, der Tatverdächtige festgenommen. In Santa Adélia im Bundesstaat São Paulo starb eine 35-jährige Frau nach einem Streit in einem Geschäft an Messerstichen, ein 33-Jähriger wurde als mutmaßlicher Täter inhaftiert. In Cabo Frio, Rio de Janeiro, stach ein Mann einem Passanten nach einem Wortwechsel um eine Zigarette in den Hals; das Opfer überlebte, der Angreifer wurde gefasst. In Boa Vista, Roraima, versuchte ein 58-Jähriger eine Sexarbeiterin zu erwürgen, nachdem sie ihn zur Begleichung einer offenen Forderung aufgefordert hatte; die Frau erlitt Verletzungen, der Mann wurde festgenommen. In Curitiba, Paraná, erlitt eine Fahrgastin in einem Linienbus eine Stichverletzung im Gesicht, der mutmaßliche Täter wurde von Passagieren überwältigt und der Polizei übergeben.
In der indischen Hauptstadt Delhi erstach ein Jugendlicher eine 26-jährige Frau und verletzte ihren Ehemann lebensgefährlich, nach einem Streit um einen abgestellten Motorroller; das Paar hatte seinen fünfjährigen Sohn bei sich. Der minderjährige Tatverdächtige wurde festgenommen, sein Vater ebenfalls, weil er ihn nach Darstellung von Angehörigen zu der Tat ermutigt haben soll. In Argentinien untersucht die Justiz der Provinz Santa Fe den Tod eines Paares, das mit Schusswunden in einer Wohnung aufgefunden wurde; die Haupthypothese lautet Femizid mit anschließendem Suizid. Ein fünfjähriges Kind soll Zeuge gewesen sein und Nachbarn alarmiert haben. Die Autopsien und kriminaltechnischen Untersuchungen dauern an.
In Europa und Nordamerika wurden Vorfälle mit mutmaßlich hassmotiviertem Hintergrund bekannt. In Edinburgh, Schottland, verletzte ein Mann fünf Menschen, vier davon mussten stationär behandelt werden; die Polizei geht von anti-muslimischer Motivation aus, die Terrorabwehr hat die Ermittlungen übernommen. Premierminister Keir Starmer sprach von „anti-muslimischem Hass“. In Ottawa, Kanada, entfernte ein Unbekannter einer Frau gewaltsam das Kopftuch und warf einen Regenschirm nach ihr; die Polizei stuft den Angriff als hassmotiviert ein, der Täter ist flüchtig. In Canberra, Australien, bedrohte ein maskierter Mann in einem Veranstaltungsort einen Fremden mit einer Klinge am Hals; er wurde festgenommen und soll psychiatrisch begutachtet werden.
Aus dem Iran berichten lokale Medien von einem Familiendrama in Maschhad: Ein Mann erschoss seine Frau in einem Taxi vor den Augen des 16-jährigen Sohnes und tötete sich anschließend selbst. Die Behörden bestätigten den Vorfall; die Hintergründe der familiären Auseinandersetzung sind Gegenstand der Ermittlungen. In allen genannten Fällen laufen die polizeilichen Untersuchungen; zahlreiche mutmaßliche Täter wurden festgenommen, einige Verfahren stehen noch am Anfang.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
2 Mediengruppen · 1 Sprachen
Ein Wochenende, das von einer Spur der Gewalt in Lateinamerika geprägt war: Messerstechereien in der Familie, Femizide, Angriffe auf der Straße und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Berichte schildern brutale Vorfälle, die sich oft vor minderjährigen Kindern abspielten, wobei der mutmaßliche Täter der Ehemann oder Partner war. Die Abfolge zeichnet ein alarmierendes Bild weitverbreiteter Unsicherheit und unablässiger geschlechtsspezifischer Gewalt.
Ein Wochenende hasserfüllter Angriffe im atlantischen Raum: In Ottawa wird eine Frau attackiert und ihr Hidschab unter rassistischen Beschimpfungen gewaltsam entfernt; in Edinburgh verletzt ein bewaffneter Mann fünf Menschen bei einem von der Polizei als antimuslimisch eingestuften Angriff; in Australien bedroht ein maskierter Mann einen Fremden mit einer Klinge. Die Behörden behandeln die Vorfälle als Hassverbrechen und schlagen Alarm wegen zunehmender Intoleranz.
Verwandte Artikel
Washington setzt Ölsanktionen gegen Iran für 60 Tage aus
6 Sprachen · 27 Quellen
Medien & UnterhaltungDer Mann mit dem goldenen Ohr: Zum Tod des Musikmoguls Clive Davis
8 Sprachen · 20 Quellen
Geopolitik & PolitikVance verkündet Inspektoren-Rückkehr, Teheran widerspricht – Roadmap für Atomdeal
6 Sprachen · 22 Quellen