
Trump droht Iran mit neuen Schlägen, während Verhandlungen in der Schweiz beginnen
Präsident Trump verschärft den Ton gegenüber Teheran und droht mit massiven Vergeltungsangriffen, sollte die Hisbollah ihre Angriffe nicht einstellen – zeitgleich zu den Vierparteiengesprächen in Bürgenstock.
Inmitten der am Sonntag in Bürgenstock angelaufenen Friedensgespräche zwischen den USA und Iran hat US-Präsident Donald Trump mit einer drastischen Warnung den Druck auf Teheran erhöht. Über seinen Kurznachrichtendienst Truth Social forderte er, Iran müsse seine „hochbezahlten Stellvertreter“ im Libanon – gemeint ist die Hisbollah – unverzüglich davon abhalten, „Unruhe zu stiften“. Andernfalls werde man Iran „erneut sehr hart treffen, genau wie in der vergangenen Woche, nur noch härter“. Der Vorstoß fiel mit der Ankunft der US-Delegation um Vizepräsident JD Vance und Sondergesandten Steve Witkoff sowie Jared Kushner in der Schweiz zusammen. Unter Vermittlung Katars und Pakistans sollen die Parteien innerhalb einer 60-tägigen Frist ein umfassendes Abkommen zu Waffenstillstand, Atomprogramm und regionaler Sicherheit aushandeln.
Aus Washingtoner Sicht wird die doppelgleisige Strategie aus Diplomatie und militärischer Drohkulisse fortgesetzt. Trump bekräftigte in einem Interview mit Fox News, dass die Vereinigten Staaten auch bereit seien, die Kontrolle über die Straße von Hormus zu übernehmen und gegebenenfalls Durchfahrtsgebühren zu erheben, sollten die Verhandlungen scheitern. Berichten zufolge habe er gegenüber iranischen Offiziellen geäußert, eine Schließung der Meerenge würde bedeuten, „dass sie kein Land mehr haben“. Vizepräsident Vance hingegen betonte in einer ersten Stellungnahme vor Medienvertretern die erzielten „großen Fortschritte“ bei der Stabilisierung des Waffenstillstands im Libanon und stellte eine grundlegende Wende der Beziehungen in Aussicht, falls die iranische Führung ihr Streben nach Kernwaffen und regionaler Destabilisierung aufgebe.
Teheraner Unterhändler unter Leitung von Parlamentspräsident Mohammad-Baqer Qalibaf machten indes deutlich, dass für sie der Fortgang der Gespräche an klare Bedingungen geknüpft ist. Aus Teheraner Sicht sei die vollständige Aufhebung von Sanktionen und die Wiederaufnahme ungehinderter Ölexporte unverhandelbar. Gleichzeitig wertete die iranische Führung die Wahrscheinlichkeit einer erneuten großflächigen US-Militärkampagne als gering und verwies auf die eigene Fähigkeit, israelisches Territorium und amerikanische Stützpunkte zu Zielen von Vergeltungsschlägen zu machen. Die jüngste Eskalation zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah, bei der am Samstag zahlreiche Zivilisten im Südlibanon starben und Iran daraufhin erneut die Hormus-Straße für den Schiffsverkehr sperrte, belastet die Atmosphäre zusätzlich.
Für Europa und insbesondere für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist die Blockade der für rund ein Fünftel des globalen Erdöltransits zentralen Meerenge ein erheblicher Risikofaktor. Beobachter verweisen auf die Gefahr neuer Preis- und Versorgungsschocks, nachdem die Krise bereits in den vergangenen Monaten die Energiemärkte strapaziert hatte. Die Gespräche in der Schweiz werden daher von Paris und Brüssel genau beobachtet. Die katarischen und pakistanischen Mediatoren mahnten beide Seiten zu einem raschen Abarbeiten des 14-Punkte-Memorandums, um die 60-Tage-Frist für einen dauerhaften Frieden nicht zu gefährden. Noch in dieser Woche sollen technische Arbeitsgruppen die Modalitäten einer Entflechtung im Libanon und die Inspektionen der iranischen Nuklearanlagen konkretisieren.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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The US president threatened new strikes despite the signed agreement calling for a halt to hostilities in Lebanon. Iranian media highlight the contradiction between Trump's words and the commitment made, framing the threat as an attempt to sabotage negotiations. Local press expresses indignation and skepticism toward US sincerity.
Trump issued an ultimatum to Tehran to stop its proxies in Lebanon, threatening stronger strikes. Israeli media emphasize American resolve to defend regional security and also report the warning regarding the Strait of Hormuz. Coverage highlights urgency and the need for a firm response against Iranian aggression.
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