
Drei Tote bei Schüssen in Montreals jüdischem Viertel – Polizist unter den Opfern
Bei einem Schusswechsel im Stadtteil Côte-des-Neiges kamen am Montag ein Polizeibeamter, ein Passant und der mutmaßliche Täter ums Leben; eine weitere Beamtin wurde verletzt, das Motiv ist unklar.
In Montreal sind am Montag bei einem Schusswechsel im Stadtteil Côte-des-Neiges drei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei von Montreal handelt es sich bei den Toten um einen Polizeibeamten, einen Zivilisten sowie den mutmaßlichen Angreifer. Eine weitere Polizistin erlitt Verletzungen und befindet sich in stabilem Zustand.
Der Vorfall ereignete sich gegen 11.35 Uhr Ortszeit, nachdem die Polizei über eine bewaffnete Person alarmiert worden war. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte an einem Hotel der Hilton-Kette sowie in der Nähe eines Supermarkts wurden die Beamten nach Darstellung von Polizeichef Fady Dagher sofort unter Beschuss genommen. Der mit einem Langwaffengewehr und in militärähnlicher Kleidung auftretende Täter sei von der Polizei erschossen worden. Unklar blieb zunächst, durch wessen Schuss der Zivilist getötet wurde; die Identität des Opfers wurde von den Behörden nicht bekanntgegeben.
Das betroffene Viertel gilt als ein Zentrum der jüdischen Gemeinde Montreals und beherbergt koschere Restaurants, Lebensmittelgeschäfte sowie ein Chabad-Zentrum. Das Centre for Israel and Jewish Affairs (CIJA) erklärte, man verfolge die Lage aufmerksam und rief zur Wachsamkeit auf. Einige israelische Medien und die Zionistische Weltorganisation sprachen von einem möglichen antisemitischen Anschlag, jedoch betonten die kanadischen Ermittler, dass das Motiv bislang unbekannt sei und keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund vorlägen. Die Behörden ordneten eine weiträumige Absperrung an, schlossen die Autobahn 40 und Teile des U-Bahn-Netzes und forderten die Anwohner auf, in ihren Häusern zu bleiben. Die Warnung wurde am Nachmittag aufgehoben.
Polizeichef Dagher bezeichnete den Tag als „Albtraum“ und wies darauf hin, dass es sich um den ersten Tod eines Montrealer Polizisten im Dienst seit 24 Jahren handle. Die Untersuchung zu den genauen Umständen und zum Motiv dauert an. Nach derzeitigem Stand gehen die Behörden von einem Einzeltäter aus; eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht mehr.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Bei einer Schießerei im Stadtteil Côte-des-Neiges in Montreal kamen drei Menschen ums Leben: ein Polizist, der Verdächtige und ein Zivilist. Ein zweiter Beamter befindet sich in kritischem Zustand. Die Behörden gaben eine öffentliche Sicherheitswarnung heraus und forderten die Anwohner auf, Schutz zu suchen; später bestätigten sie, dass der Verdächtige neutralisiert wurde.
Die Schießerei ereignete sich in Côte-des-Neiges, einem Viertel Montreals mit einer großen jüdischen Gemeinde, koscheren Restaurants und jüdischen Schulen. Drei Menschen starben: ein Polizist, ein Passant und der Angreifer, der Berichten zufolge aus Alberta stammte und Tarnkleidung trug. Eine Polizistin wurde verletzt.
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